Donnerstag, 19. November 2015

eine kleine Lan Party

Hey!
Ich habe gerade total Lust, kreative Sachen zu machen. Theoretisch sollte ich wohl etwas für die Uni machen, aber ich würde lieber einen Song, ein Buch, einen Blogpost oder ähnliches schreiben. Vielleicht mache ich auch ein Video. Es ist total cool, Videos zu machen. Bald werde ich auch richtig erfolgreich auf Youtube oder ich werde zumindest mit einem Format beginnen, das "Erfolg auf Youtube" heißt und mich somit mit erfolgreichen Youtubern beschäftigen. Jetzt musste ich natürlcih eine Pause machen, um ein paar Ideen dafür zu sammeln. Jedenfalls viel Spaß mit meinem neuesten alten Post.

4.9.2012

21 Laptops, 2 24-Port-Switches und etwa 22 Spieler: So spielt man "Age of Empires 2" mit Stil. Deshalb reicht uns auch nicht nur ein Switch. Es hat einfach mehr Stil 2 von den Dingern herumstehen zu haben. Und wann braucht man sie sonst? Das gehört zu den Dingen, die manche Leute eben einfach zu Hause haben.
kleiner Absatz über die Entwicklung der Age of Empires LAN Partys
Unser erstes Mal war sehr schön. Wir erhielten einen kurzen Crashkurs und versuchten so schnell wie möglich 7 Leute zu finden, die tapfer genug waren, gegen Jotschi anzutreten. Er war in seinem Zimmer, wir wurden im Nebenzimmer zusammengepfercht und die technische Ausstattung war eher schlecht als recht. Dafür kämpften wir umso leidenschaftlicher. Die nächsten Male haben wir auf dem Wohnzimmertisch gespielt und waren stolz darauf, dass wir ein neues, langes LAN Kabel hatten, das bis zu unserem großen, allmächtigen Rivalen Jotschi reicht. Es war rosa. Ich glaube damals war auch das erste Mal ein 24-Port-Switch dabei. Damals wirkte er noch wie prahlerische Verschwendung, für die paar Leute, die da waren. Darüber habe ich sogar schon einen Blogpost geschrieben:
http://ladyshihita.blogspot.co.at/2015/09/lan-party.html
Wenn ihr ihn lest, werdet ihr verstehen, was eine solche LAN Party früher ausgemacht hat und wie das Gefühl dort damals war. Im Vergleich zu damals hat sich einiges geändert. Ich war ziemlich erstaunt, als ich die Halle betrat und mich umsah. Verdammt viele Leute, verdammt viele Laptops und VERDAMMT viele Kabel. Überall. Es war sehr schön und sehr cool, aber das Gefühl von früher kam nicht mehr auf. Ich habe zum ersten Mal neue Leute durch AoE kennen gelernt. Um ehrlich zu sein habe ich mich kaum mit ihnen unterhalten, aber ich nehme mal an, dass es verdammt coole Leute waren, denn sonst hätten wir sie nicht eingeladen. Wenn wir schon einmal bei den Leuten sind, muss ich noch anmerken, dass diesmal auch viel mehr Leute drum herum da waren. Also Menschen, die -aus mir unerklärlichen Gründen- nicht mitspielen wollten und trotzdem da waren. Einfach nur zum Plaudern und zuschauen. Manche Spieler hatten über Stunden hinweg 3 Cheerleader. Früher hätte es soetwas nicht gegeben... Die Atmosphäre war sehr locker und man muss feststellen, dass AoE nicht mehr so stark im Vordergrund stand wie früher. Es ist einfach nicht mehr so wichtig. Wir sind im Laufe der Zeit besser geworden und die Veranstaltung ist im Laufe der Zeit auch größer geworden. Veränderungen sind nicht immer negativ und Weiterentwicklung bringt viele Verbesserungen, aber man darf trotzdem die guten alten Zeiten vermissen. Es war einfach ein schönes Gemeinschaftsgefühl mit allen gemeinsam zu kämpfen, um ein Ziel zu erreichen. Jeder hat sein bestes gegeben und gemeinsam wollten wir Jotschi vernichten. Trotzdem haben wir privat natürlich nichts gegen ihn. Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass wir keine Feindschaft außerhalb des Spiels anstreben. Wir versuchen wirklich nicht, uns gegen eine Person in unserem Freundeskreis zu verbünden. Ich versuche natürlich nicht, irgendwelche Intrigen zu verbergen. Falls du das hier jemals lesen solltest, möchte ich mich kurz direkt an dich wenden: Wirklich, wir mögen dich. Außerdem mag jeder deinen derzeitigen Haarschnitt. Jeder. Du bist toll!
Wo war ich gerade? Ach ja, das Gefühl, das wir früher beim Spielen hatten, ist heutzutage schwer zu erzeugen, weil wir einfach besser geworden sind und weil man ab einem gewissen Punkt nicht mehr besser werden kann. Also ich meine nicht, dass ich so gut bin, dass ich nicht mehr besser werden kann, sondern natürlich Jotschi und ein paar von seinen Freunden. Klar ist man in einer Runde besser und in der nächsten wieder etwas schlechter und logischerweise kann man immer wieder neue Taktiken ausprobieren, aber man kann einfach nicht sooooo gut sein, dass man besser als 5 gute und 2 sehr gute Spieler zugleich ist.
die Technik rundherum:
Eigentlich sollte man glauben, dass es hierzu nicht viel zu sagen gibt. Alle Laptops mit LAN-Kabeln verbinden und auf die 2 Switches (die miteinander verbunden sind) aufteilen. Wenn dann auch noch überall das Spiel läuft und funktioniert, dann war's das. Das Spiel läuft allerdings, weil es eine... sagen wir mal leicht optimierte Version (dank ein paar Computerfreaks spielen wir jedes Mal mit einer anderen) ist, nicht ohne kurzfristige Deaktivierung der Firewall. Natürlich kann man alternativ auch bestimmte Ports freischalten, wenn man sich auskennt. Wenn 13 von 21 Leuten Support beim Starten des Spieles benötigen, ist es einfacher zu sagen "Schaltet bitte die Firewall aus" und da wir während der ganzen Veranstaltung keinen Internetzugriff haben, sollte man meinen, dass keine akute Virengefahr besteht und man das problemlos machen kann. Wie wir schockiert feststellen mussten, hatten einige Leute ihre Firewall noch von der letzten LAN Party (ungefähr zu Ostern) deaktiviert. Damit sich das nicht wiederholt, hat mein Bruder eine Erinnerung und eine genaue Beschreibung wie man die Firewall wieder aktivieren kann auf Facebook geschrieben. Das ändert allerdings nichts an der Situation, die wir live vor Ort hatten. Winnie Puh hätte sich bei uns wohl gefühlt. Soetwas nennt man nämlich honeypot. Ich kenne mich (wie immer) nicht wirklich aus, aber honeypots sollte man normalerweise nur zu Versuchszwecken mit virtuellen Maschinen erzeugen. Ich will nicht wissen, wie viele Laptops von meinen Freunden jetzt mit Viren und Trojanern verseucht sind. Auf jeden Fall waren genug "Wirte" und genug "Substrat" vorhanden. Zum Glück habe ich keinen Laptop und muss mir gar keine Gedanken darüber machen :D
Im Nachhinein bin ich etwas erstaunt, dass kein einziger Programmierer in meinem Freundeskreis auf die Idee gekommen ist, dass jemand einen verseuchten Laptop mitbringen und die Viren weiterverbreiten könnte |-|
Also das nächste Mal werden wir keine Firewall deaktivieren... Und das nächste Mal werden wir die Switches nicht verbinden, damit das Spiel besser läuft. Phasenweise hat es mit unserer Methode etwas gelaggt. Bei AoE können sowieso nie mehr als 8 Leute zusammen spielen, aber es war bequemer, nicht darauf achten zu müssen, auf welchem Switch welcher Laptop hängt. Ich glaube, wenn wir in Zukunft wieder mit so vielen Leuten (oder vielleicht sogar mit mehr Leuten) spielen wollen, dann müssen wir das wohl akzeptieren.
Falls sich jemand mit solchen Geräten auskennt und es wissen möchte, würde ich euch gerne genau sagen, welche Switches wir verwendet haben, aber dazu müsste ich aufstehen und nachlesen. Ich hoffe ihr versteht, dass ich mir diese Arbeit nicht antun möchte. Leider sehen für mich auf Bildern alle Switches gleich aus. Ich hätte fast die exakte Bezeichnung des 1. Switches, den ich (von der richtigen Marke) gesehen habe, kopiert xD Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es Marken gibt, die im Laufe der Jahre mehr als einen Switch herausgebracht haben: der eine Switch ist von Netgear und der andere ist ein HP ProCurve. Vielleicht ist euch schonmal zu Ohren gekommen, dass neue, große Switches von überteuerten Marken teuer sind. Es wäre eine extreme Verschwendung, sich gleich 2 solche Switches zuzulegen, wenn man sie nur ab und zu für ein paar nette LAN Partys verwenden möchte. Man kann zwar eventuell ein bisschen angeben, weil ein paar Leute dort sein könnten, die genug von Technik verstehen, aber das bringt's auch nicht so wirklich. Außerdem ist Technik nach ein paar Jahren veraltet (wenn man darüber nachdenkt wie viel das Zeug beim Kaufen wert war und wie viel jetzt *seufz*). Lange Rede kurzer Sinn: Mein Vater hat sie gerettet, sonst wären sie entsorgt worden. Das war ungefähr so wie bei Hunden. Ein kleines Kind (Firma) wünscht sich zu Weihnachten einen Welpen (Switch) und kann dann doch nichts damit anfangen. Sobald er etwas größer ist und nicht mehr so putzig aussieht, wird er im Wald (Serverkammerl!?) ausgesetzt. Zum Glück hat ihn jemand gefunden und an einen besseren Ort gebracht. Wir streicheln ihn regelmäßig und reden liebevoll auf ihn ein.
zwischen den Spielen:
Üblicherweise konsumiert man auf LAN Partys Unmengen von Cola und Chips. Bis jetzt habe ich das auf jeder AoE Veranstaltung ebenfalls so praktiziert. Diesmal hatte ich jedoch anderes im Sinn. Ich hatte eine Vision. Eine Vision von einer besseren Welt. Ich wollte alles verändern. Zusammen mit meinem Bruder kaufte ich ziemlich viel Blutorangensaft und einen Liter Mangosaft. Der Blurorangensaft war an und für sich nichts neues. Mein Bruder hat schon öfter Blutorangensaft für AoE gekauft und getrunken. Das war nichts neues. Ich kreierte allerdings etwas vollkommen neues. Ein geheimes Gebräu, das mir zum Sieg verhelfen würde. Schon bald spürte ich sie zum ersten Mal: Die Kraft der ultimativen Fruchtigkeit. Das meine ich übrigens vollkommen ernst: Durch den Zucker fühlt man sich die ganze Nacht lang einfach wach. Die Wirkung ist für mich viel angenehmer als die von koffeinhaltigen Getränken. Müsst ihr mal ausprobieren :D
Neben den Spielen entstanden interessante Gesprächsrunden und da ich in das aktuelle Spiel nicht mehr hineingepasst hatte, unterhielt ich mich eine Weile mit den anderen. Später merkten wir, dass eigentlich genug Leute für ein zweites Spiel da gewesen wären und Lust gehabt hätten. So kanns einem gehen... Die Gespräche waren auf jeden Fall auch sehr nett. Es gab viele Betätigungen, die zwischen den Spielen stattgefunden haben. Ein paar Leute waren zwischendurch sogar kurz damit beschäftigt, Wahrsagerkarten aufzulegen. Maxi und Vali kamen etwas zu spät zum ersten Spiel und beschlossen deshalb, Solitär zu spielen. Nach einer Stunde waren sie ziemlich frustiert, da sie noch immer kein einziges Spiel gewonnen hatten. Irgenjemand bot ihnen sogar an, mit den bereits ausgeschiedenen Mitspielern eine kleinere Runde AoE zu spielen, aber sie waren mittlerweile ziemlich gefesselt. Ob sie es im Endeffekt doch geschafft haben, ein Spiel zu gewinnen, weiß ich nicht.
Es herrschte sowieso ein reges kommen und gehen. Manche kamen erst nach Mitternacht und andere gingen schon um diese Zeit. Alex (die Freundin von Jotschi) spielte zwar kein einziges Mal mit, aber sie beteiligte sich an einigen Gesprächen, ging zwischendurch mit Johanna in die Altstadt und kam dann wieder zurück.
Als sie wieder da war, waren ich, Judith und der allmächtige U gerade in kein Spiel verwickelt. Aus Versehen schmiss ich eine Kornflakespackung um (ich glaube ich hatte schon zu viel Fruchtsaft intus... ziemlich heftig das Zeug!) und daraufhin setzten wir uns alle auf den Boden und aßen sie auf. Naja eigentlich mag ich keine Kornflakes, deshalb sah ich nur dabei zu. Auf jeden Fall wurden sie gegessen und wir haben ziemlich viel Schwachsinn gemacht. Es war zwar total witzig, aber ich glaube, wenn ich das jetzt hier im Detail erkläre oder aufliste, klingt es einfach nur langweilig. Wie bereits oben erwähnt war diesmal einfach AoE nicht so wesentlich wie sonst und es passierte alles mögliche während den Spielen. Ich würde es auch Leuten, die Computerspiele nicht ausstehen können, empfehlen, zu einem ähnlichen Event zu kommen, da auch so sehr unterhaltsam war.
während den Spielen:
Kennt ihr das, wenn ihr die ganze Nacht lang zockt und danach das Gefühl habt, dass ihr noch gar nicht richtig gespielt habt? Früher kannte ich das Gefühl nicht, aber nach dieser AoE Nacht spürte ich es. Ich glaube, ich schreibe jetzt endlich ein bisschen über ein paar Spiele, an denen ich teilgenommen habe:
Während dem Spielmodus Tunier wurden die Spielpartner ausgelost. Jeweils einer aus der Kategorie "stark" erhielt einen Parnter aus der Kategorie "schwach". Ich und Clara wurden allerdings beide als "mittel" eingestuft und mussten miteinander spielen, damit es ausgewogen war. Nicht, dass ich etwas dagegen gehabt hätte. Sie saß direkt neben mir und so konnten wir unsere Taktik optimal planen. Das Tunier war bedauerlicherweise relativ lang und für die meisten auch relativ langweilig. Dadurch, dass 2 Spiele zugleich gelaufen sind, habe ich vom spannenderem Spiel nur wenig mitbekommen. Fast alle Optionen mussten wir auf "Zufall" stellen und so kam es, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben die Hunnen spielte und mich auf einer Insel befand. Ich HASSE Seeschlachten und ich HASSE es, Schiffe zu bauen. Um dieses Spiel zu gewinnen, musste ich auf die Kraft der ultimativen Fruchtigkeit vertrauen. Clara hat ein deutlich besseres Händchen für Schiffe und so konzentrierte ich mich darauf, alle wesentlichen Gebäude außerhalb der Schussreichweite zu bauen und genug Einheiten zu haben, um die Königsburg jederzeit zu verteidigen. Von Zeit zu Zeit kam Elisabeth und vernichtete die unwichtigen Bauwerke an der Küste und griff mich mit kleinen Armeen an, die ich mühelos abwehren konnte. Ihr Bündnispartner -der allmächtige U- hoffte, dass ich mich durch Elisabeth ablenken lasse und griff mich ebenfalls an. Währenddessen war Clara voll und ganz mit irgendwelchen Seeschlachten ausgelastet. Irgendwann bat sie mich, Michi zu beseitigen, der versuchte, sich auf ihrem Teil der Insel anzusiedeln und sie zu vernichten. Natürlich kümmerte ich mich um ihn, aber er kam immer wieder, während ich auch die Angriffe von Elisabeth und U abwehren musste. Mit Hilfe der ultimativen Vitaminkraft war das alles natürlich kein Problem. Mittlerweile hatte ich entlang der gesamten Küste sogenannte "Nebenkasernen" gebaut und im Zentrum des Reiches "Hauptkaserenen". In den Hauptkaserenen wurden immer ohne Pause Einheiten produziert und in den Nebenkasernen nicht ganz so oft, aber doch auch häufig. Die Insel war ziemlich groß und ich versuchte meine Einheiten so zu verteilen, dass sie nicht über die ganze Insel laufen müssen, um z.B. einen Angriff des allmächtigen U abzuwehren. Manchmal versuchte er auch seine Arbeiter bei mir einzuschleusen um Kanonentürme zu bauen, aber derartige Unternehmungen erstickte ich im Keim. Auf jeden Fall war es -trotz der ultimativen Fruchtigkeit- gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten und als ich von noch einer Seite attackiert wurde, wurde es langsam ein bisschen stressig. Clara war noch immer mit Seeschlachten beschäftigt. Es dauerte noch eine Weile, aber irgendwann kam das, was kommen musste: Die Übermacht war zu groß. Wahrscheinlich hatten meine Mitspieler bemerkt, wie extrem groß die Vorteile sind, die ich durch die ultimative Fruchtigkeit erlangt habe und wollten sich deshalb gegen mich verbünden und mich zuerst auslöschen. Ich war einfach die größte Konkurrenz. Beinahe hätte ich dennoch alle besiegt, aber dafür hätte ich die gesamte Fruchtigkeit der Nacht aufbrauchen müssen und das wollte ich nicht. Es ist übrigens leicht frustierend, wenn man neben Leuten sitzt die sagen "Es ist sooooo langweilig! Kann nicht mal irgendetwas passieren?" während man selbst mehr als genug zu tun hat.
Sonst haben sich nicht viele Spiele in mein Gedächtnis eingebrannt. Einmal hat sogar Antonia, die Anführerin der Cheerleader, mitgespielt. Wir haben außerdem ein Scenario gespielt, damit wir wieder ein realistisches 7 VS. 1 gegen Jotschi spielen können. Mittlerweile ist es mir egal, wie oft ich das Wort "Spiel" verwende, da ich keine Lust darauf habe, mir jedes Mal etwas anderes zu überlegen. Ich mag zwar keine Wortwiederholungen, aber alles andere wäre irgendwie umständlich. Wir hatten alle mehr als genug Ressourcen und Jotschi war von Anfang an in einer gut befestigten Umgebung und hatte diverse andere Vorteile. Zum Beispiel sehr starke Reiter, die er sich von Zeit zu Zeit einfach so holen konnte. Eigentlich war das Scenario für ein höheres Bevölkerungslimit ausgelegt, aber irgendjemand hat es falsch konfiguriert, sodass wir nur 200 Einheiten haben konnten. Es war ziemlich mühsam mit nur so wenigen Einheiten gegen unzählige Kanonentürme anzukommen und deshalb tötete ich irgendwann alle Dorfbewohner, die nichts mehr zu tun hatten. War eigentlich ganz witzig. Obwohl ich teure Einheiten baute und Rohstoffe an unfähige Mitspieler schickte, wusste ich nicht, was ich mit all dem Gold anfangen soll. Jotschis Dorfbewohner bauten frustrierenderweise schneller neue Kanonentürme, als wir die alten vernichten konnten. Irgendwann erforschte Maxi irgendetwas in der Burg und konnte dann aus Versehen das ganze Lager von Jotschi sehen. Auf der anderen Seite hätten wir mit Leichtigkeit eindringen können. Außerdem hatte Jotschi kurzfristig nicht genug Rohstoffe für neue Kanonentürme. Einfach, weil es sonst womöglich bei mir verschimmelt wäre, gab ich ebenfalls ca. 20.000 Gold aus, um auch alles zu sehen. Bedauerlicherweise lief die einprogrammierte Zeit des Scenarios ab und wir verloren. Hätten wir noch 15 Minuten länger gespielt, wäre es vermutlich anders ausgegangen.
Die letzte Runde wollten wir noch mal 7 VS 1 gegen Jotschi spielen, aber er forderte einen Teamparnter. Als wir ihm tatsächlich erlaubten, mit Michi gemeinsam zu spielen (allerdings ohne irgendein Scenario), war er ziemlich froh (im Endeffekt war das Spiel dann 5 VS 2). Ich war ziemlich verzweifelt und spielte ca. 6x so schlecht und 3x so langsam wie normalerweise, weil ich direkt neben Jotschi startete und so schnell wie möglich Verteidigungsmauern errichten wollte. Das hat zum Glück niemand bemerkt. Währenddessen griffen Vali und Maxi Michi an. Jotschi erklärte ihm genau was er tun sollte, doch er befolgte die Anweisungen nicht. Schließlich schaffte Michi es, mit jedem einzelnen Dorfbewohner direkt in eine Armee hineinzulaufen, anstatt sie zu retten. Am Schluss sagte er noch "Hey, immerhin habe ich noch Rohstoffe, die ich dir schicken kann!". Natürlich war das Schwachsinn, da er keinen Marktplatz mehr hatte. Im Endeffekt hatte Jotschi keinen einzigen Vorteil durch seinen Bündnispartner. Er wäre sogar alleine besser dran gewesen, denn da hätte er keine Rohstoffe in einen Marktplatz verschwendet. Als wir dann Jotschi vernichten wollten, lenkte er uns kurz ab, indem er den falschen König nach draußen schickte, aber wir ließen uns nicht beirren und siegten. Ein kurzes, schmerzloses Spiel.
Ich weiß, wenn ich das hier irgendjemanden lesen lassen würde, der dabei war, wäre derjenige enttäuscht, dass die "wichtigsten Aspekte des Abends" fehlen, aber ich kann nur über die Spiele berichten, bei denen ich selbst teilgenommen habe und weiß nur wenig über den Rest. Während all den netten kleinen Spielchen, an denen ich teilgenommen habe, haben auch richtige Profis epische Schlachten bestritten, über die ich leider nichts schreiben kann.

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