Hey!
Ich könnte doch eigentlich ausnutzen, dass ich gerade noch grob im Kopf habe, was ich in Teil 1 und 2 meiner Internetgeschichte geschrieben habe! Heute habe ich übrigens schon ein Workout gemacht, Apfelstrudel gebacken und ich gehe ausnahmsweise schon um Mitternacht schlafen, damit ich morgen dann ganz produktiv sein kann. Außerdem könnte es daran liegen, dass ich heute unsanft um 7.30 von Baustellengeräuschen geweckt wurde und das morgen vermutlich wieder der Fall sein wird... Unsere Wohnung bekommt einen neuen Aufzug, der dann barrierefrei sein wird. Ich wollte soetwas wie behindertengerecht schreiben, aber ich glaube heutzutage nennt man das barrierefrei. Zwischendurch habe ich mich ja schon gefragt, ob meine Internetgeschichte überhaupt interessant genug ist, um hier festgehalten zu werden, aber ich möchte die Reihe eben irgendwie doch nicht unvollendet lassen.
Seid ihr eigentlich an den technischen Problemen am Anfang meiner Blogposts interessiert? Auch damit wollte ich gerade einfach aufhören, aber andererseits habe ich ausnahmsweise ja wirklich etwas zu erzählen. Es geht um meinen uralten Rechner in Krems, der ja nur noch mit Hilfe von Linux vernünftig bedienbar ist. Eigentlich liegt das alles schon so lange zurück, dass ich das Gefühl habe, dass ich euch schon davon erzählt haben muss, aber ich habe wirklich schon so lange keinen neuen Blogpost mehr geschrieben und somit wirklich schon so lange nicht mehr von meinen technischen Problemen erzählt. Jedenfalls habe ich den Rechner nach Ewigkeiten doch wieder unter Windows in Betrieb genommen und dabei festgestellt, dass es nicht möglich ist, die Windowsupdates zu installieren. Und damit meine ich nicht, dass einem so aufdringlich empfohlen wird, Windows 10 herunterzuladen, dass man beihnahe übersehen könnte wie man denn nun die normalen Updates findet. Es hat eben wirklich nicht funktioniert und deshalb wurde mein Rechner zum Doktor gebracht, der es dann geschafft hat, das Problem zu lösen. Mir wurden keine Details erklärt, aber der Rechner ließ sich mit Hilfe von Sfc.exe (System File Checker) wieder kurieren. Leider kann man meinen lieben phoenix -so nenne ich meinen Rechner liebevoll, weil er unter Linux ja wieder brauchbar ist- seither mit Ubuntu nicht mehr verwenden. Ich weiß, das passt gar nicht mehr zu seinem Namen. Der Doktor hat gesagt, dass man vermutlich das Gleiche wie unter Windows machen müsste, damit alles wieder normal funktioniert, aber wenn man nach Anweisungen sucht wie das funktioniert findet man hauptsächlich die Behauptung, dass solche Probleme unter Linux überhaupt nicht auftreten können. Deshalb habe ich meinen persönlichen Linuxberater gebeten, sich das Problem anzusehen. Nach ein paar Monaten hatte er endlich einen Termin für mich frei -er ist ein vielbeschäftigter Mann- und sprach auch mit dem Doktor über das Problem. Der Doktor ist allerdings auch ein vielbeschäftiger Mann und konnte sich somit nicht mehr so genau entsinnen, was er da getan hatte. Mein persönlicher Linuxberater ließ sich irgendwie ablenken und reiste versehentlich vorzeitig wieder ab. Also er verschwand, obwohl er sich mein Problem gar nicht angesehen hatte. Ich konnte ihn vor seiner Abreise gerade noch fragen, ob er denn überhaupt noch interessiert daran sei. Ich könnte ja auch einfach selbst wieder das gleiche Betriebssystem installieren und akzeptieren, dass meine unter Ubuntu gespeicherten Daten verlorengehen werden. Es handelt sich dabei eigentlich nur um ein Worddokument, in dem ich notiert habe, was ich bis jetzt über den Umgang mit Ubuntu herausgefunden habe. Außerdem war ich gerade echt zufrieden damit wie das Design aussieht, das würde ich auch nicht mehr so schnell hinbekommen. Mein persönlicher Linuxberater versicherte mir allerdings, dass er sich gerne mit meinem Problem beschäftigen würde und gab mir einen neuen Termin im März. Ich fand Gnome sympathischer als LXDE, aber falls es wirklich erforderlich sein wird, den Rechner neu aufzusetzen, entscheidet mein persönlicher Linuxberater was denn nun genau installiert wird. Oh, also das Hauptproblem daran ist übrigens, dass ich unter Windows nichts an GRUB verändern kann und deshalb immer aufpassen muss, während mein Rechner gestartet wird, weil eben automatisch Linux booted, wenn ich nicht schnell genug bin, das ist richtig nervig. Ja, das war wohl ein recht umfangreiches Problem für das ich bereits die Hälfte meines Zeitbudgets aufbringen musste. Es könnte also sein, dass es nur relativ kurz um das eigentliche Thema gehen wird.
So, jetzt erzähle ich einfach von den Foren, in denen ich aktiv war. Es sind eigentlich nur drei. Nein, es sind mehr, aber das ist mir erst beim Schreiben der nächsten Absätze eingefallen. Ich habe ja bereits in Teil 2 erzählt, dass ich auf Springmaus-City aktiv war und nach dem interen auch das externe Forum von SpC für mich entdeckt habe. Dort war ich halbwegs aktiv und nachträglich kann ich gar nicht mehr so genau sagen, was für Dinge in dem Forum besprochen wurden. Es war eben so ein Plauderforum und es wurde über alles Mögliche geplaudert und außerdem wurden im Off-Topicbereich Spiele gespielt. Ich kann mich hauptsächlich daran erinnern, dass ich einmal etwas darüber geschrieben habe, wie mich mein Geschichtslehrer gelobt hat oderso und ein Jahr später (als ich das längst verdrängt hatte) wurde ich total dafür kritisiert, wie arrogant die Geschichte klingt und da ich schon ein Jahr älter und viel wortgewandter war, konnte ich mich gut dafür entschuldigen und es war dann schon okay. Also es gibt bestimmt einiges, das ich in das Forum geposted habe, das mir ein Jahr später schon irgendwie peinlich war und heute sehr peinlich wäre, aber jetzt ist es ja auch egal, da das Forum inzwischen spurlos verschwunden ist. Nach einer Weile wurden im Forum nur noch die Spiele gespielt und ungefähr ein halbes Jahr lang passierte nichts mehr außer dass ich mit Borki96 die Spiele im Off Topicbereich spielte. Ich habe gerade tatsächlich Borki96 gegoogelt, um herauszufinden, ob ich mich richtig erinnere und ob das noch immer sein Username für diverse Plattformen ist, aber dann ist mir eingefallen, dass ich ihn ja nur anhand seines Avatars identifizieren könnte. Mensch, das könnte er doch sein: http://forum.desertblitz.de/member.php?s=b6af1ceef6f35484a2f1d826ccd09b9b&u=9122 (er hat bestimmt ein falsches Geburtsjahr angegeben). Jedenfalls findet man mit der Bildersuche nicht sein Avatarbild und ich gehe gedanklich natürlich davon aus, dass er so aussieht. Ich denke auch bei einigen Leuten, deren tatsächliches Aussehen ich eigentlich kenne, zuerst an ihren Avatar im Forum, wenn ich sie in einem Forum kennengelernt habe.
An dieser Stelle könnte ich einschieben warum ich Lord Abbadon auf Skype geadded habe. Wenn ich so weit abschweife bringe ich wohl überhaupt nichts weiter, aber das ist erzählenswert und passt später bestimmt nie wieder in den Flow dieser Blogpostreihe. Also ich bin einer Gruppe auf Facebook beigetreten, die Lord Abbadons Love Force heißt. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie ich zu dieser Ehre gekommen bin, es war jedenfalls ziemlich witzig. Wir haben eben mit Lord Abbadon gechattet und Bilder von uns geposted und es ging darum, dass wir uns alle gegeseitig lieben. Also nicht wirklich, das war alles noch ziemlich harmlos. Wenn man von den Skandalen rund um Lord Abbadon gehört hat, klingt es wohl höchst bedenklich, dass ich in so einer Gruppe war, aber das waren wirklich keine kreischenden Fangirls, die Nacktbilder von sich hochladen und in weiterer Folge noch bedenklichere Sachen machen. Dadurch, dass ich in der Gruppe war, kann ich mir jedenfalls sehr gut vorstellen wie es zu den Skandalen rund um Lord Abbadon kam. In der Gruppe waren so 10-15 Mädchen und fast alle waren unter 18. Er wollte bewusst nicht mehr Mädchen in die Gruppe lassen, damit wir uns eben alle gegenseitig gut kennenlernen können und es wurde auch darauf geachtet, dass niemand unter 14 in der Gruppe war, vielleicht sogar niemand unter 16. Ich war damals jedenfalls 16 und hätte mich gar nicht als großer Fan von Lord Abbadon bezeichnet, ich fand die Videos einfach gut undso. Damals habe ich sogar ein Video für Lord Abbadon von seiner Love Force geplant. Dadurch weiß ich, wie Lord Abbadon sich verhält, wenn er chattet und er wirkt dabei nicht unsympathisch, aber es war immer klar wie man sich seine Aufmerksamkeit sichern kann. Also eine hat zum Beispiel ziemlich provokante Fotos von sich hochgeladen und darauf hat er sehr ehrlich reagiert. Jedenfalls hat er mich noch immer nicht von seinen Kontakten auf Skype entfernt, aber ich habe ihn nie wieder kontaktiert. Dadurch weiß ich allerdings, dass auf seinem Profilbild Munkustrap zu sehen ist. Munkustrap ist eine Katze aus dem Musical Cats und ich kenne jemanden, der genau diese Katze als Avatar in einem Forum gewählt hat. Deshalb bin ich immer kurz irritiert, wenn ich Lord Abbadon in meiner Kontaktliste sehe, weil dadurch neben einem Bild von Chrissi "Max" steht. Ich hatte auch schon ewig keinen Kontakt mehr zu Chrissi und da er auf Facebook und Skype jetzt Chris heißt, gehe ich mal davon aus, dass man ihn inzwischen so bezeichnet. Chrissi kenne ich auf jeden Fall durch Kathy, die ihn aus dem Elisabethfanforum kennt. Obwohl ich kein großer Elisabethfan bin, war ich auch eine Weile lang im Elisabethfanforum aktiv. Leider handelte es sich bei diesem Forum um ein Fanforum für das Musical "Elisabeth" und nicht um das offizielle Forum des Elisabethfanclubs. Wenn es dort um die Person Elisabeth gegangen wäre, die meine Blogposts immer wieder so wunderbar bereichert, dann wäre ich natürlich extrem begeistert gewesen, da ich ein großer Fan von Elisabeth bin. Das besagte Fanforum gibt es inzwischen natürlich auch nicht mehr.
An dieser Stelle bin ich übrigens schlafen gegangen und deshalb muss ich wohl heute weiterschreiben. Ich will zumindest ein bisschen was in der Geschichte weiterbringen.
Es gab allerdings noch einige andere Foren, in denen ich wegen Kathy eine Weile lang aktiv war. Wir haben nämlich immer wieder versucht, in einem Forum ein RPG zu starten. Beim ersten Versuch hat das sehr gut funktioniert und wir haben gemeinsam eine richtig lange Geschichte geschrieben. Dabei habe ich herausgefunden, dass ich mich richtig gut in die Rolle eines schwulen Mannes hineinversetzen kann. Ich habe mich wirklich zu Männern hingezogen gefühlt, obwohl ich einen Mann gespielt habe. Es war jedenfalls ziemlich witzig und deshalb wollten wir gleich ein neues Abenteuer starten, in dem ich das letzte Einhorn spielte. Das hat dann nicht funktioniert, weil ein Teilnehmer einfach geschrieben hat, dass er meinen Charakter umgebracht hat. Ich glaube ich habe mir dann extra einen neuen Charakter ausgedacht, aber irgendwie wollte dann niemand mehr weiterspielen. Dann haben wir versucht, ein Tanz der Vampire Rollenspiel zu beginnen, das etwas anders aufgebaut war. Also es gab für jeden Ort, an dem das Geschehen spielt, ein eigenes Unterforum. Man musste also immer an einem anderen Ort im Forum weiterschreiben, wenn man zum Beispiel mal eben etwas aus der Küche holen möchte. Das funktioniert einfach nicht so gut, weil es so total mühsam ist, nachzuvollziehen, was gerade passiert ist, wenn man länger nichts gelesen hat. Außerdem bringt dieser Aufbau keine so großen Vorteile, weil er nicht dazu führt, dass die Personen, die sich gerade am gleichen Ort befinden, miteinander interagieren können. Ich denke aber, dass das Hauptproblem ist, dass für unsere späteren RPG-Versuche die beiden Personen, die beim ersten RPG das meiste geschrieben haben nicht mehr motiviert waren bzw. nicht mehr so viel Zeit hatten. Ich habe mir ja auch nie besonders viel Zeit dafür genommen.
Und wo habe ich noch Spiele gespielt? Richtig, im Jungscharforum! Dort wurden früher auch wichtige organisatorische Sachen diskutiert, aber schließlich wurden nur noch die Spiele im Off-Topicbereich benutzt. Hin und wieder war die wundervolle Elisabeth motiviert dafür, eine Runde Online Werwolf zu organisieren. Oh, ich habe übrigens auch mal in einem Forum für Online Werwolf mitgespielt, aber für Online Werwolf muss man doch relativ viel Zeit aufbringen. Deswegen war ich schon ewig nicht mehr in dem Forum und habe inzwischen mein Passwort vergessen.
Ich habe auch mal ein Forum gegründet, weil ich die Idee dazu hatte, als ich mit einer Person auf sms.at gechattet habe. In Teil 4 meiner Internetgeschichte wird es dann um meine Präsenz in sozialen Netzwerken gehen und hoffentlich schlage ich dann auch schon einen Bogen zur Gründung von meinem Youtubechannel und damit kann ich die Internetgeschichte dann ja beenden. Das wäre zumindest ein guter Plan. Hoffen wir mal, dass das dann auch so aufgeht. Immerhin habe ich jetzt eigentlich noch so viel zu erzählen, dass ich versucht kein könnte, diesen Post vorzeitig abzubrechen und mir mehr für den nächsten aufzuheben. Dann würde der nächste Post allerdings noch viel länger werden oder ich würde ihn wieder vorzeitig abbrechen... Also es wäre ja nicht schlimm, wenn ich 5 Teile brauchen würde, um meine Internetgeschichte zu erzählen, aber die brauche ich ja vielleicht auch, wenn ich in diesem Post noch alles über die Foren erzähle, in denen ich aktiv war. Ich habe also mal ein Forum gegründet und war dort die einzige aktive Person. Die Grundidee war nämlich, dass in einem Forum Ideen gesammelt werden, um die Welt zu retten. Deswegen hieß es auch how to save the earth. Dort wurden einerseits kleine Lösungsvorschläge gesammelt, wie man sich als Einzelperson umweltfreundlicher verhalten kann, aber ich wollte auch, dass sich richtige Experten austauschen und über Strategien diskutieren, wie man von fossilen Energiequellen wegkommen kann oder Ähnliches. Eigentlich hatte ich nicht wirklich vor, das Forum tatsächlich zu gründen, aber die Person, mit der ich gechattet habe, war wirklich begeistert von der Idee und hat mich dazu überredet, das Forum zu eröffnen. Die überaus gütige Elisabeth war damals auch so nett, sich zu registrieren. Jedenfalls habe ich nicht sonderlich aktiv versucht, das Forum zu bewerben und besonders viel habe ich dann auch nicht geposted. Ich habe gerade festgestellt, dass das es inzwischen einen Eintrag im Duden dafür gibt und es offiziell gepostet heißt. Eigentlich lese ich das Wort ziemlich selten, aber ich verwende es immer auf meinem Blog und bis jetzt habe ich immer geposted geschrieben. Das liegt wohl daran, dass es ein modernes Lehnwort ist und ich finde, dass man dann auch gleich die englische Endung übernehmen kann. Ich werde vorherige Fehler jedenfalls nicht korrigieren, aber vermutlich in Zukunft versuchen, "gepostet" zu schreiben. Irgendwie finde ich auch, dass das Ende von gepostet weicher ausgesprochen wird als zum Beispiel bei gestrandet. Ich dachte eigentlich, dass es über das Forum kaum etwas zu erzählen habe, aber dafür ist der Absatz eigentlich schon ganz schön lang ^^
Jedenfalls hat sich die Person, die mich dazu überredet hat, das Forum zu gründen, nicht einmal die Mühe gemacht, dort auch einen Account zu erstellen und dadurch war ich dann demotiviert, noch irgendetwas aus dem Forum zu machen. Gelöscht habe ich es erst Jahre später, weil mir das Forum nachträglich ziemlich peinlich war.
Ihr wisst bestimmt nicht mehr, dass ich in Teil 2 meiner Internetgeschichte versprochen habe, noch mehr von Tales of Magic zu berichten, aber das muss ich an dieser Stelle tun. In Tales of Magic bin ich auch irgendwie in eine sehr aktive Gilde geraten (in diesem Spiel wurden die Gilden offiziell als Zirkel bezeichnet). Noch bevor ich der Gilde beigetreten bin, habe ich eine Beschreibung für meinen Charakter verfasst, die ich jetzt einfach mal spontan hier einfüge:
"Shihita ist noch jung und unerfahren, doch das wird sich noch ändern.
Sie hat viel Energie und Arbeits-Eifer, um ihre Missionen zu erledigen.
Sie hat einen weißen Vater, der ihr oft hilft.
Sie hat die Ehre das letzte Kind des alten Hyjaga-clans zu sein.
Sie muss ihn in Ehre halten und darf im Kampf gegen das Böse nicht fallen.
Ihre letzten paar Verwandten setzen alles auf eine Karte:sie.
Wenn sie fällt ist alles verloren."
Ich war also in einer Gilde, in der das Spiel richtig ernst genommen wurde. Irgendwann beschlossen die Gildenführer, ein Forum zu eröffnen. Dieses Forum ist der eigentliche Grund, warum es über mich und Foren etwas zu erzählen gibt. Es war so ein Forum, mit dem man sich den ganzen Abend lang beschäftigen kann. Also nicht, weil man so viele alte Sachen nachliest, ich war schon vom Gründungstag an voll dabei. Es war eher so, dass wir uns alle gemeinsam den ganzen Abend lang mit dem Forum beschäftigten. Man kam kaum damit hinterher, alle neuen Beiträge zu lesen, das war ziemlich cool. Für das Forum habe ich mir auch eine Geschichte über meinen Charakter im Spiel ausgedacht, die der ursprünglichen Charakterbeschreibung total widerspricht. Die besagte Geschichte war auch länger und aufwändiger, aber ich finde sie inzwischen nicht mehr. Ich weiß nur noch, dass ich damals gerade den ersten Teil von Eragon gelesen hatte und einfach das Konzept von Elfen übernahm. Ja, ich denke Shihita war eine Halbelfe und in der Geschichte war ganz essentiell, dass meine Mutter in einer Situation nicht lügen konnte. Es gab ganz ernste Gespräche über das beste taktische Vorgehen im Spiel und nach kurzer Zeit wurde beschlossen, dass die Mitglieder bis zu einem bestimmten Level hin in einen sogenannten Wing-Zirkel müssen, bis sie ein Level erreicht haben, das für die Zirkelkämpfe sinnvoll ist. Deswegen habe ich auch soweit ich weiß nie an einem richtig taktisch durchgeplanten Zirkelkampf teilgenommen. Die Kämpfe wurden auch extra im Forum besprochen, aber wir redeten eigentlich über alles Mögliche und es gab natürlich wieder Spiele im Off-Topicbereich. Es gab nicht nur einen Thread, in dem sich unsere Charaktere im Spiel vorstellen konnten, sondern auch einen, in dem wir uns selbst vorstellen konnten und ich weiß noch, dass ich dort ein Foto von mir im Pyjama hochgeladen habe und mir dann alle geschrieben haben, dass ich ja süß aussehe. Süß wie ein Kind, denn ich war ja noch nicht besonders alt. Das erwähne ich hier, weil ich das gleiche Bild auch als Profilbild in einem sozialen Netzwerk verwendet habe und in Teil 4 werde ich dann auf die Reaktionen, die ich dort auf das Foto bekommen habe eingehen. Eigentlich lässt sich mein Alter damals ziemlich genau bestimmen, weil ich mit dem Spiel begonnen habe, als es erst einen Server gab und das war wohl 2007. Wer bis hierhin gelesen hat weiß vermutlich auch, dass ich derzeit 20 Jahre alt bin, aber ihr müsst noch wissen, dass das Spiel erst im Juli veröffentlicht wurde, ich war also damals 12 Jahre alt. Es war auf jeden Fall eine coole Zeit. Ich weiß nicht, wie lange das Forum so aktiv war, dass man sich hauptsächlich damit beschäftigen konnte, aber das war doch erstaunlich lange so. Ihr müsst auch bedenken, dass die anderen Zirkelmitglieder länger aufbleiben durften als ich und ich somit immer einiges zum Nachlesen hatte. Also einige Mitglieder waren auch erwachsen, die sind eigentlich immer erst ab 20 Uhr online gekommen. Nach und nach wurde das Forum zwar inaktiver, aber es war noch immer aktiver als das Jungscharforum und das SpC-Forum. Eines Tages geschah dann etwas. Ich weiß leider nicht, was passiert ist. Wahrscheinlich haben ein paar wichtige Mitglieder den Zirkel verlassen. Vermutlich wurde eine Nachricht an alle Zirkelmitglieder verschickt, in der steht, was Sache ist. Wahrscheinlich wurde die Gilde mit einer anderen Gilde zusammengelegt und die Leute im Wing-Zirkel wurden nicht informiert. Ich merkte nur, dass das Forum von einen Tag auf den anderen tot war. Es dauerte eine Weile, bis ich das realisierte. Nach ein paar Wochen musste ich mir eingestehen, dass wirklich nichts Neues mehr gepostet wird und ich hatte keine Ahnung warum. Dann habe ich festgestellt, dass mein Level inzwischen hoch genug ist, um dem Hauptzirkel beizutreten, aber ich konnte eigentlich nicht herausfinden, was damit passiert ist. Der vegetiert jetzt schon einige Jahre vor sich hin.
Ich habe gerade festgestellt, dass der Zirkel in der Ruhmeshalle noch immer die Position 89 belegt. Das ist gar nicht so schlecht. Außerdem haben wir im Laufe des letzten Jahres einige Mitgliedsanfragen bekommen. Die kann man leider nur bis zum nächsten Tag beantworten, deswegen ist es jetzt auch zu spät, sie zu akzeptieren, aber wenn ich täglich online wäre, könnte ich alle neuen Mitglieder annehmen und den Zirkel wieder richtig aufbauen. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ihr könnt dem Zirkel auch gerne beitreten, er heißt "Mystic Wizards" und wenn ihr mich rechtzeitig auf einer anderen Plattform daran erinnert, dann kann ich eure Anfrage sogar akzeptieren. Also eigentlich ist unser Mindestlevel Level 30, aber ich glaube das könnte ich sogar heruntersetzen. Eigentlich habe ich vor ein paar Jahren immer wieder versucht, die Gilde wieder aktiver zu machen und auch eruiert, welche anderen Mitglieder theoretisch jeden Tag online sein könnten, das aber praktisch nicht machen, weil sie das Spiel/die Gilde nicht mehr sonderlich spannend finden. Wie ihr seht habe ich es allerdings nicht geschafft, den Zirkel wieder richtig zu reanimieren. Das Problem an dem Spiel ist auch, dass man Nachrichten irgendwie immer nur relativ kurz lesen konnte. Da ich gerade noch eine Nachricht im Postfach habe, die vom 6.7.2015 ist, wurde der Zeitraum inzwischen wohl deutlich großzügiger gewählt, als ich das in Erinnerung habe. Naja. In meinen Anfangszeiten in der Gilde wurden jedenfalls regelmäßig Nachrichten verschickt, auf die man innerhalb von 2-3 Tagen antworten musste, um nicht aus der Gilde geschmissen zu werden, weil sie keine toten Accounts dabei haben wollten. So war das!
Sonst habe ich nur einmal in einem Chemieforum eine Frage gepostet. In dem Forum lese ich auch regelmäßig etwas, denn dort wurden die meisten Fragen, die ich dort stellen könnte, eigentlich schon einmal gestellt.
Ich glaube, dass der Post jetzt schon lang genug ist. Ich habe mir zwischendurch Notizen gemacht, weil mir Sachen eingefallen sind, die in meinen ganzen Posts noch nicht vorkommen. Bis jetzt sieht die Liste gar nicht so lang aus, aber ich gehe davon aus, dass mir noch mehr einfallen wird. Vielleicht geht es im nächsten Post also noch überhaupt nicht darum, wie ich soziale Netzwerke entdeckt habe. Ich hoffe schon. Wenn dieser Satz noch an dieser Stelle steht, wisst ihr, dass ich darauf verzichtet habe, diesen Eintrag nochmal zur Korrektur zu lesen. Hm, ich habe den Eintrag jetzt doch noch einmal gelesen, aber ich finde den Satz eigentlich cool. Das war doch eine richtig witzige Idee von mir. Also nicht überaus witzig, aber dieser Post enthält doch sonst keine witzigen Stellen... Also ich denke, dass ich den Satz jetzt doch einfach behalten könnte. Ich hätte ihn natürlich auch an das Ende des nächsten Blogposts schreiben können, um ihn dann stehen zu lassen, falls ich den Blogpost nicht korrekturlese, aber das hätte sich irgendwie gekünstelt angefühlt. Ja, so ist es irgendwie authentischer geworden.
with a lovely greet
L.Shihit
Der vermutlich weltweit 2. Blog über Schminke und PC-Zeugs. Hier werden die Interessen von Männern und Frauen vereinigt und in (hoffentlich) witzigen Anekdoten wiedergegeben. Der Blog hat keine eindeutige Zielgruppe und ich bin auf keinem meiner 2 Hauptthemen wirklich kompetent, aber genau das wird den Charme meines Blogs ausmachen. Außerdem wird ihn sowieso niemand lesen, weil ich keine Zielgruppe habe.
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Freitag, 15. Januar 2016
Freitag, 8. Januar 2016
Mein Traum von Kaddi aka coldmirror
Hey!
Eigentlich war ich gerade dabei einen anderen Blogpost zu schreiben, aber jetzt hat sich ergeben, dass ich etwas anderes hier posten könnte. Ich habe nämlich von Kaddi geträumt und nach dem Aufwachen beschlossen, dass ich meinen Traum aufschreiben und ihr -aufdringlich wie ich bin- schicken werde. Allerdings hat sich herausgestellt, dass man ich ihr keine Direktnachricht auf Twitter schalten kann, weil sie mir nicht folgt. Man kann es zwar so einstellen, dass man trotzdem Nachrichten schicken kann, aber das hat sie wohl nicht gemacht. Dabei steht in ihrem Wiki, dass man sie so kontaktieren kann, aber das wurde wohl schon ewig nicht mehr aktualisiert. Auf Facebook könnte man ihr zwar eine Nachricht schicken, aber dort hat sie irgendwann 2014 geposted, dass sie sich um den Account nicht mehr kümmern wird und dass man ihr stattdessen auf Twitter folgen bzw. ihr Nachrichten schicken soll. Also ich weiß nicht, vielleicht gibt es noch einen Weg auf dem man sie kontaktieren kann, aber ich glaube nicht. Jedenfalls habe ich gerade festgestellt, dass ich es so machen könnte wie Elisabeth, die sehr oft schwachsinnige Sachen träumt und wie ihr alle wisst sehr lange einen erfolgreichen Blog über ihre Träume geführt hat. Der Elisabethfanclub fand die Schließung von blog.de deshalb sehr tragisch. Also ich veröffentliche jetzt einfach mal meinen aufgeschriebenen Traum, aber er ist eben noch so formuliert wie eine Nachricht an coldmirror, weil ich ja dachte, dass ich gerade eine Nachricht an sie schreibe. Normalerweise hätte ich den Text wohl noch mehrmals gelesen, da ich mich sonst nicht getraut hätte, die Nachricht abzuschicken. Euch lasse ich jetzt eine Version lesen, in der ich mich noch nicht einmal auf eine einheitliche Erzählzeit einigen konnte. Also das ist natürlich gewollt. Das ist mein ultrakrasses Stilmittel, um den Text zu bereichern.
Ja, das war der Traum schon. Also eigentlich hatte ich im Traum auch zwischendurch einen Anruf in Abwesenheit von meiner Oma, dieses überaus wichtige Detail musste leider ich wegkürzen, damit die Nachricht nicht zu lang wird. Vielleicht hätte es den Text aber doch aufgewertet. Wahrscheinlich war der Traum auch für mich deutlich unterhaltsamer als in aufgeschriebner Form. Ihr habt ja alle gar nicht Kaddis Gesichtsausdrücke gesehen undso!
with a lovely greet
L.Shihit
Eigentlich war ich gerade dabei einen anderen Blogpost zu schreiben, aber jetzt hat sich ergeben, dass ich etwas anderes hier posten könnte. Ich habe nämlich von Kaddi geträumt und nach dem Aufwachen beschlossen, dass ich meinen Traum aufschreiben und ihr -aufdringlich wie ich bin- schicken werde. Allerdings hat sich herausgestellt, dass man ich ihr keine Direktnachricht auf Twitter schalten kann, weil sie mir nicht folgt. Man kann es zwar so einstellen, dass man trotzdem Nachrichten schicken kann, aber das hat sie wohl nicht gemacht. Dabei steht in ihrem Wiki, dass man sie so kontaktieren kann, aber das wurde wohl schon ewig nicht mehr aktualisiert. Auf Facebook könnte man ihr zwar eine Nachricht schicken, aber dort hat sie irgendwann 2014 geposted, dass sie sich um den Account nicht mehr kümmern wird und dass man ihr stattdessen auf Twitter folgen bzw. ihr Nachrichten schicken soll. Also ich weiß nicht, vielleicht gibt es noch einen Weg auf dem man sie kontaktieren kann, aber ich glaube nicht. Jedenfalls habe ich gerade festgestellt, dass ich es so machen könnte wie Elisabeth, die sehr oft schwachsinnige Sachen träumt und wie ihr alle wisst sehr lange einen erfolgreichen Blog über ihre Träume geführt hat. Der Elisabethfanclub fand die Schließung von blog.de deshalb sehr tragisch. Also ich veröffentliche jetzt einfach mal meinen aufgeschriebenen Traum, aber er ist eben noch so formuliert wie eine Nachricht an coldmirror, weil ich ja dachte, dass ich gerade eine Nachricht an sie schreibe. Normalerweise hätte ich den Text wohl noch mehrmals gelesen, da ich mich sonst nicht getraut hätte, die Nachricht abzuschicken. Euch lasse ich jetzt eine Version lesen, in der ich mich noch nicht einmal auf eine einheitliche Erzählzeit einigen konnte. Also das ist natürlich gewollt. Das ist mein ultrakrasses Stilmittel, um den Text zu bereichern.
Hey!
Ich hoffe ich schreibe keinen 20-seitigen Roman, den du nie lesen würdest, denn ich tendiere dazu, viel zu viel zu schreiben (also realistisch gesehen wird diese Nachricht auf jeden Fall zu lang werden, um gelesen zu werden). Heute habe ich von dir geträumt und davon wollte ich dir berichten. Also du hattest ein neues Video auf deinem Kanal, in dem du angekündigt hast, dass es einen neuen HP-Synchroteil von dir gibt, für den du allerdings extra einen komplett neuen Kanal eröffnet hast. Du hast angekündigt, dass du die Gelegenheit nutzen möchtest, um Werbung dafür zu machen und erklärt, dass du bereits einmal versucht hast, Flyer darüber in einem Einkaufszentrum auszuteilen und dass das nichts gebracht hat. Zufällig befand ich mich gerade in einem Einkaufszentrum und sah eine Frau mit langen, schwarzen Haaren, die Flyer verteilte, deshalb hielt ich das Video an, um auf sie zuzugehen und einen Flyer von ihr zu nehmen. Dann realisierte ich, dass du das bist (du sahst allerdings so aus wie vor ungefähr 10 Jahren). Du warst auf das Design ganz stolz, weil er so aussah wie der Flyer von einer coolen Band, aber auf der Rückseite stand nur irgendwo ganz klein coldmirror und niemand behält einen Flyer von einer Band, die er nicht kennt… Außerdem standen eine Uhrzeit und ein Treffpunkt auf dem Flyer für die Leute, die das Video sehen wollen. Ich fragte dich, ob du schon bald losgehst, um rechtzeitig dort zu sein, aber deine Antwort war, dass du noch fast keine Flyer verteilt hattest und somit ja niemand kommen würde, wenn du jetzt schon aufhörst. Es klang so, als wären die Flyer der einzige Weg zu erfahren wie man deine neueste HP-Synchro sehen kann (du wolltest offensichtlich in dem Video auf dem Hauptkanal den neuen Synchroteil nicht verlinken, sondern nur Werbung dafür machen, dass du gerade Flyer verteilst). Ich wollte mich von dir verabschieden, um erstmal etwas zu essen und dann zum Treffpunkt zu gehen, aber du hast plötzlich eingesehen, dass das mit den Flyern eh nicht besonders effektiv ist und hast das Einkaufszentrum deshalb mit mir verlassen. Ich wollte unter einem Vorwand verschwinden, weil es eben komisch gewesen wäre, dich vor dem Treffen überallhin zu verfolgen. Das war jetzt etwas übertrieben formuliert, ich wollte dich auf jeden Fall nicht nerven. Bevor ich etwas Derartiges sagen konnte, erreichten wir jedoch einen Garten, der meinen Freunden gehört und es stellte sich heraus, dass sich dort unsere ganzen gemeinsamen Bekannten/Freunde befanden. Ich weiß, wir haben keine gemeinsamen Bekannten, wenn man davon absieht, dass Kwink vielleicht irgendwann einen Kommentar von mir beantwortet hat, dort waren eben einfach Leute, die man aus deinen alten Videos kennt und ein paar Freunde von mir, die anscheinend mit all diesen Leuten und dir richtig gut befreundet waren. Die haben dann gar nicht verstanden warum ich Anstalten mache zu gehen, weil ihnen nicht bewusst war, dass ich dich und deine Freunde eigentlich nicht kenne. Ich bin dann jedenfalls doch dort geblieben und es war auch für alle Beteiligten lustig. Du bist zumindest lachend durch den Garten gelaufen und hattest plötzlich ganz bunte Haare. Die anderen haben noch länger dort gechillt, wir sind dann zu zweit weiter zum Treffpunkt gegangen. Das war einfach nur eine normale Wohnung und dort waren auch keine Fans von dir, weil ich wohl die einzige war, die einen Flyer bekommen hat und interessiert an der Veranstaltung war. Ich weiß nicht genau was dann passierte, es hatte jedenfalls nichts mehr mit einem neuen Synchroteil zu tun. Am Ende hörte man plötzlich Musik, die suggerierte, dass du gleich auf einen alten Bekannten treffen wirst, aber du hast nur eine Tür geöffnet, hinter der sich jemand befand, den du noch nie gesehen hattest. Daraufhin hast du die nächste Tür geöffnet, hinter der Süßi gerade ein paar Dosen am Kopf balancierte. Das war ziemlich unerwartet, da wir dachten, dass er noch im Garten bei den anderen ist. Und ich bin aufgewacht als eine Dose heruntergefallen ist. Falls du das wirklich alles gelesen hast, möchte ich dich nur bitten, nie so verworrene Werbung für eine neue Synchro zu machen und ich kann es nicht lassen, dir noch einen Link zu einem Video von mir zu schicken (https://www.youtube.com/watch?v=vDjzdQKinT8).
Danke für so viel Geduld
LadyShihita
Ich hoffe ich schreibe keinen 20-seitigen Roman, den du nie lesen würdest, denn ich tendiere dazu, viel zu viel zu schreiben (also realistisch gesehen wird diese Nachricht auf jeden Fall zu lang werden, um gelesen zu werden). Heute habe ich von dir geträumt und davon wollte ich dir berichten. Also du hattest ein neues Video auf deinem Kanal, in dem du angekündigt hast, dass es einen neuen HP-Synchroteil von dir gibt, für den du allerdings extra einen komplett neuen Kanal eröffnet hast. Du hast angekündigt, dass du die Gelegenheit nutzen möchtest, um Werbung dafür zu machen und erklärt, dass du bereits einmal versucht hast, Flyer darüber in einem Einkaufszentrum auszuteilen und dass das nichts gebracht hat. Zufällig befand ich mich gerade in einem Einkaufszentrum und sah eine Frau mit langen, schwarzen Haaren, die Flyer verteilte, deshalb hielt ich das Video an, um auf sie zuzugehen und einen Flyer von ihr zu nehmen. Dann realisierte ich, dass du das bist (du sahst allerdings so aus wie vor ungefähr 10 Jahren). Du warst auf das Design ganz stolz, weil er so aussah wie der Flyer von einer coolen Band, aber auf der Rückseite stand nur irgendwo ganz klein coldmirror und niemand behält einen Flyer von einer Band, die er nicht kennt… Außerdem standen eine Uhrzeit und ein Treffpunkt auf dem Flyer für die Leute, die das Video sehen wollen. Ich fragte dich, ob du schon bald losgehst, um rechtzeitig dort zu sein, aber deine Antwort war, dass du noch fast keine Flyer verteilt hattest und somit ja niemand kommen würde, wenn du jetzt schon aufhörst. Es klang so, als wären die Flyer der einzige Weg zu erfahren wie man deine neueste HP-Synchro sehen kann (du wolltest offensichtlich in dem Video auf dem Hauptkanal den neuen Synchroteil nicht verlinken, sondern nur Werbung dafür machen, dass du gerade Flyer verteilst). Ich wollte mich von dir verabschieden, um erstmal etwas zu essen und dann zum Treffpunkt zu gehen, aber du hast plötzlich eingesehen, dass das mit den Flyern eh nicht besonders effektiv ist und hast das Einkaufszentrum deshalb mit mir verlassen. Ich wollte unter einem Vorwand verschwinden, weil es eben komisch gewesen wäre, dich vor dem Treffen überallhin zu verfolgen. Das war jetzt etwas übertrieben formuliert, ich wollte dich auf jeden Fall nicht nerven. Bevor ich etwas Derartiges sagen konnte, erreichten wir jedoch einen Garten, der meinen Freunden gehört und es stellte sich heraus, dass sich dort unsere ganzen gemeinsamen Bekannten/Freunde befanden. Ich weiß, wir haben keine gemeinsamen Bekannten, wenn man davon absieht, dass Kwink vielleicht irgendwann einen Kommentar von mir beantwortet hat, dort waren eben einfach Leute, die man aus deinen alten Videos kennt und ein paar Freunde von mir, die anscheinend mit all diesen Leuten und dir richtig gut befreundet waren. Die haben dann gar nicht verstanden warum ich Anstalten mache zu gehen, weil ihnen nicht bewusst war, dass ich dich und deine Freunde eigentlich nicht kenne. Ich bin dann jedenfalls doch dort geblieben und es war auch für alle Beteiligten lustig. Du bist zumindest lachend durch den Garten gelaufen und hattest plötzlich ganz bunte Haare. Die anderen haben noch länger dort gechillt, wir sind dann zu zweit weiter zum Treffpunkt gegangen. Das war einfach nur eine normale Wohnung und dort waren auch keine Fans von dir, weil ich wohl die einzige war, die einen Flyer bekommen hat und interessiert an der Veranstaltung war. Ich weiß nicht genau was dann passierte, es hatte jedenfalls nichts mehr mit einem neuen Synchroteil zu tun. Am Ende hörte man plötzlich Musik, die suggerierte, dass du gleich auf einen alten Bekannten treffen wirst, aber du hast nur eine Tür geöffnet, hinter der sich jemand befand, den du noch nie gesehen hattest. Daraufhin hast du die nächste Tür geöffnet, hinter der Süßi gerade ein paar Dosen am Kopf balancierte. Das war ziemlich unerwartet, da wir dachten, dass er noch im Garten bei den anderen ist. Und ich bin aufgewacht als eine Dose heruntergefallen ist. Falls du das wirklich alles gelesen hast, möchte ich dich nur bitten, nie so verworrene Werbung für eine neue Synchro zu machen und ich kann es nicht lassen, dir noch einen Link zu einem Video von mir zu schicken (https://www.youtube.com/watch?v=vDjzdQKinT8).
Danke für so viel Geduld
LadyShihita
Ja, das war der Traum schon. Also eigentlich hatte ich im Traum auch zwischendurch einen Anruf in Abwesenheit von meiner Oma, dieses überaus wichtige Detail musste leider ich wegkürzen, damit die Nachricht nicht zu lang wird. Vielleicht hätte es den Text aber doch aufgewertet. Wahrscheinlich war der Traum auch für mich deutlich unterhaltsamer als in aufgeschriebner Form. Ihr habt ja alle gar nicht Kaddis Gesichtsausdrücke gesehen undso!
with a lovely greet
L.Shihit
Freitag, 4. Dezember 2015
Meine Internetgeschichte Teil 1
Ich habe dieses Jahr einen total hübschen Adventskalender. Es handelt sich um einen Fair Trade Adventskalender, der eigentlich billiger als die meisten Adventskalender ist, obwohl er leckere Schokolade enthält und wie bereits erwähnt ein sehr hübsches Motiv aufweist. Ich bin ganz begeistert und freue mich jeden Tag, dass ich heute wieder ein Türchen öffnen darf. Die Schokolade ist übrigens nicht so gut, wie man vermuten würde, wenn man hört, dass es ein Fair Trade Adventskalender mit guter Schokolade ist, sondern eben besser als die Schokolade in billigen derartigen Kalendern, etwa so gut wie beim Adventskalender von Milka, den ich früher immer bekommen habe. Mir ist es übrigens wichtig, kein Türchen zu öffenen bevor der richtige Tag dafür gekommen ist. Ich verstehe gar nicht, warum man das anders machen würde. Mein Freund öffnet meistens erst zu Weihnachten alle Türchen, das ist zwar etwas besser, aber auch noch irgendwie komisch. Adventskalender sind eben dazu gedacht, jeden Tag einmal geöffnet zu werden, damit man sich jeden Tag ein bisschen freuen kann.
21.4.2014
Hey!
Gerade könnte ich zum Beispiel einen Blogpost über eine LAN-Party schreiben. Oder über meinen überaus spannenden und abwechslungsreichen Alltag. Oder über einen Mädelsabend, der jetzt zwar schon etwas länger zurückliegt, aber... Bis jetzt habe ich doch jeden Mädelsabend hier festgehalten, an dem ich beteiligt war... Aus irgendwelchen Gründen hatte ich aber Lust, über ein ganz anderes Thema zu schreiben. Ich möchte mich daran zurückerinnern, wie ich das Internet früher verwendet habe und wie ich jetzt verwende. Dazu beginne ich erst einmal mit der Zeit, als ich noch keinen Internetzugang zu Hause hatte.
Wie ihr euch vielleicht denken könnt, beginnt dieser Post also in einer Zeit, an die ich nicht mehr so viele Erinnerungen habe. Ich war 4 Jahre alt, als ich und mein Bruder uns gemeinsam unseren ersten Computer teilten. Ich wusste auch damals schon, dass ihn unser Vater für uns gebaut hat, mir war aber nicht bewusst, dass es sich für damalige Verhältnisse um einen wirklich guten Rechner handelte. Wenn ich mich damit beschäftigte, spielte ich entweder mit diversen Tierchen, die über unseren Desktop wandern konnten oder ein Spiel über Pferde, in dem nur wenige Farben außer rosa verwendet wurden. Mein Vater hatte jedenfalls vor uns Internet, aber ich kann mich wohl nicht wirklich daran erinnern. Zumindest hat mich mein Bruder mal ganz begeistert gefragt, ob ich mich denn noch daran erinnern kann, als das Internet noch Geräusche gemacht hat. Ich bin aber wohl entweder tatsächlich zu jung für eine derartige Erinnerung oder habe mich damals nicht wirklich dafür interessiert. Mir konnte auch kein Video, in dem man die entsprechenden Geräusche hört, helfen, um mich wieder daran zu erinnern. Ich weiß aber noch, dass mein Vater mir einmal erklärt hat, was für Probleme durch das Internet auftreten können und was passieren kann, wenn man nicht weiß, wie man damit umgeht. Ich konnte mir natürlich nicht wirklich vorstellen, was ein Virus sein soll und konnte nur schwer einschätzen, wie schlimm es wäre, soetwas aus Versehen herunterzuladen. Er beruhigte mich aber wieder, indem er hinzufügte, dass er bei unserem Computer einfach ein Kabel weggelassen hat und wir deswegen gar keine derartigen Probleme haben können. Es klang also so, als wäre es viel einfacher, das Kabel nicht zu haben und ich glaube ich wusste auch, dass mein Vater auf seinem Rechner ja Internet hatte, falls ich das aus irgendwelchen Gründen einmal brauchen sollte. Deswegen verstehe ich nicht wirklich, warum ich mich beim besten Willen nicht an irgendwelche Modemgeräusche erinnern kann... Manchmal bin ich mir auch nicht sicher, ob ich mich doch daran erinnere, aber ich denke das liegt eher daran, dass ich weiß, dass ich mich daran erinnern müsste und mein Bruder mir ja auch schon vor ein paar Jahren entsprechende Geräusche gezeigt hat, wodurch ich mich natürlich daran erinnere, die schon einmal gehört zu haben, wenn ich sie jetzt noch einmal abspiele. Also spätestens, als ich 5 Jahre alt war, hatten wir einen Rechner mit Internetzugang zu Hause (auf das Alter komme ich, weil mein Vater sofort Windows 2000 installiert hat, als es herausgekommen ist und zu dem Zeitpunkt ganz sicher schon Internet hatte) und damals hatte ich noch nicht besonders großes Interesse daran. Das hatte ich zwar auch nicht wirklich an meinem Pferdespiel, aber ich war trotzdem traurig, als die CD eines Tages den Geist aufgab.
Einige Jahre später hatte ich einen eigenen Computer und auch "eigenes Internet". Ich war erstaunlich brav, denn mein Vater wollte, dass ich erst einmal seriöse Seiten kennenlerne und ich hielt mich tatsächlich anfangs nur auf Websites auf, die er als vertrauenswürdig bezeichnete. Der erste Account, den ich anlegen durfte, war wohl auf www.diddl.de. Wie ich gerade feststelle, ist die Seite inzwischen zwar ganz anders aufgebaut und man kann wohl auch keine Accounts mehr anlegen, aber interessanterweise gibt es noch immer die gleichen Spiele wie damals. Ich bin in dem Spiel mit der Jonglierballrutsche noch genauso gut bzw. schlecht wie damals. Aber es gab doch früher auch irgendwelche Multiplayerspiele und einen Chat und... Ich behaupte einfach einmal, dass es besser war. Man konnte sich vor allem auch mit Diddl unterhalten und ich war dann immer enttäuscht, dass er komplexere Fragen nicht versteht, sondern immer nur Bestandteile meiner Frage wiederholt. Ich wusste zwar, wie man Google bedient, aber ich denke es hat noch etwas gedauert, bis ich regelmäßig eine Suchmaschine bedient habe. Was sollte man denn im Internet großartig suchen? Am witzigsten war es damals noch, die Namen von Klassenkollegen zu googeln und dann zu lachen, falls sich das durch Bilder von gleichnamigen Personen ergibt. Hihi, schau mal was da für Bilder kommen, wenn ich Lukas eingebe! Interessanterweise habe ich jetzt sogar tatsächlich eine Bildersuche gestartet und muss feststellen, dass da natürlich noch immer Bilder dabei sind, über die wir damals wohl gelacht hätten. Und eine nackte Frau. Wenn ich noch etwas weiter scrolle bestimmt auch eine zweite (oder ein nackter Mann), aber ich kann euch sagen, dass es sich dafür nicht wirklich lohnt, "Lukas" zu googeln. Wenn man alleine zu Hause sitzt und damit niemand anderen aufziehen kann, der in der Nähe sitzt, dann ist das Ganze nicht wirklich unterhaltsam. Das war aber auch schon damals so... Und richtig ärgern konnte man damit auch niemanden, da die Suchergebnisse für den eigenen Namen wohl auch nicht besser waren und selbst, wenn sie das wären, ist das ja nun wirklich nichts, auf das man stolz sein könnte. Ich habe schon lange nicht mehr nach meinem Vornamen gesucht und ich glaube, dass meine persönlichen Suchtreffer besser geworden sind. Aber es ist schwer, das zu beurteilen und wenn ich meinen vollen Namen suche sieht man noch immer kein Bild von mir (oder zumindest wäre mir gerade keines aufgefallen).
Nach und nach wurde Google dann doch nützlicher und ich stellte schnell fest, dass man im Internet alles klein schreibt. Zumindest war es vollkommen egal, ob ich diddl oder Diddl schreibe, wenn ich www.diddl.de aufrufen wollte und auch Google machte keinen Unterschied ob man nach elisabeth oder Elisabeth suchte. Die genaue Reihenfolge kann ich nicht mehr wiedergeben, aber natürlich blieb es nicht lange bei einer Website, mit der ich mich beschäftigen wollte. Bei 2-3 Websites fragte ich noch brav, ob ich mir einen Account erstellen darf, bis mein Vater feststellte, dass ich schon ganz gut darin war, Werbung zu erkennen und einzustufen, auf welchen Seiten man sich lieber nicht registrieren sollte. Das war dann auch die Zeit, in der ich durch eine Freundin anfing, regelmäßig meine E-Mails zu checken. Leider schickte mir niemand E-Mails. Also wirklich niemand. Ich überprüfte also jeden Tag meinen Posteingang und war jeden Tag wieder enttäuscht, das mir niemand geschrieben hatte. Bald darauf hatte ich msn und fing an, diverse Browsergames zu spielen, aber ich hörte nicht auf, an meinem E-Mailproblem zu arbeiten. Die besagte Freundin fing an, mir E-Mails zu schreiben, wodurch die Angelegenheit für uns beide weniger frustrierend wurde. Das reichte mir aber nicht, ich genoss es sehr, virtuelle Post zu bekommen und ab und zu leiteten mir Verwandte auch witzige E-Mails weiter, die sie von jemandem bekommen hatten. Um das weiter anzukurbeln, wollte ich selbst witzige E-Mails verschicken, die ich mir natürlich selbst ausdachte. Meistens verschickte ich aber keine Texte, sondern Bilder. Das war auch eine Zeit, in der ich die Bildersuche dazu nutzte, möglichst viele niedliche Bilder zu gewinnen. Ich entschied mich einfach für einen Begriff, der mich interessierte und speicherte dann alle Bilder, die ich dazu fand, die zu meiner Suchanfrage gepasst hatten. Tut mir übrigens leid, dass ich hier gewissermaßen so viele Themen auf einmal anschneiden muss, über die ich noch ausführlicher schreiben möchte, aber ich muss ja irgendwie betonen, was in etwa alles gleichzeitig passiert ist oder was wann war. Also ich war damals wahrscheinlich etwa 11, habe alles klein geschrieben und nach Bildern von Feen gesucht und dann 25 Bilder von Feen gespeichert und dann überlegt, ob es jemanden geben könnte, der sich über eine E-Mail mit 25 Bildern von Feen freuen würde. Aber keine Sorge, ich habe keine 25 Bilder von Feen verschickt. Nein, ich musste mir eingestehen, dass ich damit wohl kaum mit witzigen E-Mails mithalten könnte und suchte deshalb bewusst nach witzigen Bildern, wobei ich ein Bild nicht wirklich witzig finden musste, um es auch zu verschicken. Allerdings verschickte ich meistens tatsächlich 25 Bilder auf einmal oder mehr. Eben alle zusammenpassenden Bilder, die ich gerade hatte. Wenn jemand Interesse an witzigen Bildern hat, dann wird er doch wohl nichts dagegen haben, meine ganze Sammlung geschickt zu bekommen. Gut, oft wollte ich bewusst nicht alles schicken, um noch Reserven für zukünftige E-Mails zu haben. Nach einer Weile beschwerte sich die Mutter der Freundin bei mir, dass ich deren Computer dadurch jedes Mal eine Weile lang lahmlege. Da wurde mir erst klar, dass ich auf die Größe meiner E-Mails achten sollte (und ich wusste auch, dass große E-Mails nicht alle Funktionen eines Computers blockieren). Ich ging also dazu über, nur 3 Bilder zu verschicken und legte irgendwann nicht mehr so viel Wert darauf, wie viele E-Mails ich bekomme. Ich fand zumindest andere Arten, mich mit dem Internet zu beschäftigen, wodurch die Bedeutung von E-Mails geringer wurde. Die besagte Freundin und deren Mutter erinnern mich auch nochmal daran, dass es zu der Zeit noch so wahnsinnig viele Leute gab, die dachten, Groß- und Kleinschreibung wäre im Internet relevant. Ich war ja damals noch überzeugt davon, dass man derartiges im Internet gar nicht verwendet, wodurch es für mich besonders schlimm war, wenn jemand einen Begriff googeln wollte und zum Beispiel gerade aus irgendeinem Grund überhaupt keine Internetverbindung hatte und dann dachte, das Problem ließe sich beheben, indem man das Wort richtig schreibt. Gut, das ist wohl einfach ein schreckliches Verhalten, das man immer schrecklich finden darf. Also besonders schlimm finde ich es eben, wenn man nur kurz lesen können müsste, um festzustellen, was das eigentliche Problem ist (oder um zumindest festzustellen, dass es damit nichts zu tun haben kann), aber behauptet, dass es ganz sicher an einem Tippfehler liegt... An der Stelle möchte ich noch 2 kurze Anekdoten aus der Zeit erzählen, während der ich unbedingt mehr E-Mails haben wollte. Ich schickte also meinem Vater eine nette E-Mail am Valentinstag (vermutlich war das endlich eine Gelegenheit, ein romantisches Bild oder ein Bild von einer Blume zu verwerten, das ich schon länger gespeichert hatte) und dachte, dass das doch eine gute Gelegenheit wäre, eine E-Mail zu verschicken. Ich bekam allerdings keine Antwort darauf. Niemand schickte mir eine E-Mail mit einer Blume im Anhang, die ihm persönlich sehr gut gefällt. Ich hätte ja auch gerne Bilder gespeichert, die mir andere Leute per Mail schicken, wenn sie mir gut gefallen hätten, aber mir schickte niemand seine Lieblingsbilder. Ich hätte mich ja auch über Bilder von Elfen gefreut. Und ich hätte mich über alle Arten von Mails gefreut, selbst, wenn mir jemand gar keinen Anhang geschickt hätte und nur wenig Text verfasst hätte. Mein Vater ging allerdings nicht einmal durch ein kurzes "Danke!" auf meine Valentinstagsmail ein. Bei anderen Mails hätte ich das wohl auch nicht so schlimm gefunden, aber speziell in diesem Fall war ich mir schon sehr sicher, eine Antwort zu erhalten. Als mein Vater abends nach Hause kam, hatte er stattdessen einige Blumen dabei, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Mein Vater sagte, dass er gedacht hätte, das wäre meine Art, ihn daran zu erinnern, dass ich mich freuen würde, wenn er mir Blumen mitbringt. Die Erklärung, dass ich eigentlich nur eine E-Mail haben wollte, war wohl nicht gerade das, womit er gerechnet hatte.
Außerdem schickte ich meiner Tante, die eigentlich meine Cousine ist, aber von uns immer als Tante bezeichnet wurde, weil sie so alt wie meine Mutter ist, wodurch es besser passt, sie als Tante zu bezeichnen, anscheinend sogar E-Mails, durch die sie sich Sorgen um mich machte. Ich weiß nicht konkret, ob bei den Sachen, die ich verschickt habe, noch mehr dabei war, das in die Richtung ging, aber offensichtlich verschickte ich auch ein Bild mit zwei Vögeln und einer sagt zum anderen "Die menscheln schon wieder". Ich war wohl etwas jung, um solche Bilder zu verschicken, wobei ich mein genaues Alter ja nicht mehr weiß. Jedenfalls war das Bild wohl in einer E-Mail mit ganz vielen anderen witzigen Bildern, die ich vermutlich durch so komplexe Suchanfragen wie "lustig" gefunden hatte und wie gesagt ging es mir bei den Bildern nicht darum, sie persönlich sehr witzig zu finden. Ich dachte nur, dass es jemanden geben könnte, der das witzig finden könnte. Außerdem wusste ich gar nicht, dass ich das Bild verschickt hatte, ich wusste auch nicht mehr, dass ich ein derartiges Bild gespeichert hatte, als mich meine Mutter darauf ansprach. Meine Mutter sagte dazu nur, dass sie vermutet, dass sie sich keine Sorgen machen muss und dass ich soetwas wohl mitschicke, weil ich weiß, dass Erwachsene es lustig finden. Ich kann mich auch daran erinnern, einmal einen Witz verschickt zu haben, der irgendetwas mit Sex zu tun hatte, aber ich weiß es nicht mehr genau. Ich weiß allerdings noch genau woher ich ihn hatte und das hängt mit einer Website zusammen, die noch noch gar nicht erwähnt habe.
Ich habe allgemein noch kaum damit angefangen, überhaupt konkreter von irgendwelchen Websites zu erzählen, die ich so besucht habe und ich denke, da gibt es noch einiges, das ich schreiben könnte. Zumindest war es nicht so, dass ich so lange E-Mails mit Bildern verschickt habe, die niemand haben wollte, bis ich auf die Idee gekommen bin Videos hochzuladen, die niemand sehen will. In Teil 2 (oder vielleicht manches erst in Teil 3, je nachdem, wie viel es da noch zu sagen gibt) erfahrt ihr dann wie der Name LadyShihita entstanden ist, auf was für Seiten ich mich anfangs herumgetrieben habe, in wie vielen Foren ich aktiv war, wie sich meine Art, das Internet zu verwenden verändert hat und auch sonst alles, das mir beim Schreiben zufällig einfällt, falls ich beschließe, es aufzuschreiben.
with a lovely greet
L.Shihit
PS: Vielleicht erwähne ich ja auch, wie meine Verabschiedung entstanden ist
21.4.2014
Hey!
Gerade könnte ich zum Beispiel einen Blogpost über eine LAN-Party schreiben. Oder über meinen überaus spannenden und abwechslungsreichen Alltag. Oder über einen Mädelsabend, der jetzt zwar schon etwas länger zurückliegt, aber... Bis jetzt habe ich doch jeden Mädelsabend hier festgehalten, an dem ich beteiligt war... Aus irgendwelchen Gründen hatte ich aber Lust, über ein ganz anderes Thema zu schreiben. Ich möchte mich daran zurückerinnern, wie ich das Internet früher verwendet habe und wie ich jetzt verwende. Dazu beginne ich erst einmal mit der Zeit, als ich noch keinen Internetzugang zu Hause hatte.
Wie ihr euch vielleicht denken könnt, beginnt dieser Post also in einer Zeit, an die ich nicht mehr so viele Erinnerungen habe. Ich war 4 Jahre alt, als ich und mein Bruder uns gemeinsam unseren ersten Computer teilten. Ich wusste auch damals schon, dass ihn unser Vater für uns gebaut hat, mir war aber nicht bewusst, dass es sich für damalige Verhältnisse um einen wirklich guten Rechner handelte. Wenn ich mich damit beschäftigte, spielte ich entweder mit diversen Tierchen, die über unseren Desktop wandern konnten oder ein Spiel über Pferde, in dem nur wenige Farben außer rosa verwendet wurden. Mein Vater hatte jedenfalls vor uns Internet, aber ich kann mich wohl nicht wirklich daran erinnern. Zumindest hat mich mein Bruder mal ganz begeistert gefragt, ob ich mich denn noch daran erinnern kann, als das Internet noch Geräusche gemacht hat. Ich bin aber wohl entweder tatsächlich zu jung für eine derartige Erinnerung oder habe mich damals nicht wirklich dafür interessiert. Mir konnte auch kein Video, in dem man die entsprechenden Geräusche hört, helfen, um mich wieder daran zu erinnern. Ich weiß aber noch, dass mein Vater mir einmal erklärt hat, was für Probleme durch das Internet auftreten können und was passieren kann, wenn man nicht weiß, wie man damit umgeht. Ich konnte mir natürlich nicht wirklich vorstellen, was ein Virus sein soll und konnte nur schwer einschätzen, wie schlimm es wäre, soetwas aus Versehen herunterzuladen. Er beruhigte mich aber wieder, indem er hinzufügte, dass er bei unserem Computer einfach ein Kabel weggelassen hat und wir deswegen gar keine derartigen Probleme haben können. Es klang also so, als wäre es viel einfacher, das Kabel nicht zu haben und ich glaube ich wusste auch, dass mein Vater auf seinem Rechner ja Internet hatte, falls ich das aus irgendwelchen Gründen einmal brauchen sollte. Deswegen verstehe ich nicht wirklich, warum ich mich beim besten Willen nicht an irgendwelche Modemgeräusche erinnern kann... Manchmal bin ich mir auch nicht sicher, ob ich mich doch daran erinnere, aber ich denke das liegt eher daran, dass ich weiß, dass ich mich daran erinnern müsste und mein Bruder mir ja auch schon vor ein paar Jahren entsprechende Geräusche gezeigt hat, wodurch ich mich natürlich daran erinnere, die schon einmal gehört zu haben, wenn ich sie jetzt noch einmal abspiele. Also spätestens, als ich 5 Jahre alt war, hatten wir einen Rechner mit Internetzugang zu Hause (auf das Alter komme ich, weil mein Vater sofort Windows 2000 installiert hat, als es herausgekommen ist und zu dem Zeitpunkt ganz sicher schon Internet hatte) und damals hatte ich noch nicht besonders großes Interesse daran. Das hatte ich zwar auch nicht wirklich an meinem Pferdespiel, aber ich war trotzdem traurig, als die CD eines Tages den Geist aufgab.
Einige Jahre später hatte ich einen eigenen Computer und auch "eigenes Internet". Ich war erstaunlich brav, denn mein Vater wollte, dass ich erst einmal seriöse Seiten kennenlerne und ich hielt mich tatsächlich anfangs nur auf Websites auf, die er als vertrauenswürdig bezeichnete. Der erste Account, den ich anlegen durfte, war wohl auf www.diddl.de. Wie ich gerade feststelle, ist die Seite inzwischen zwar ganz anders aufgebaut und man kann wohl auch keine Accounts mehr anlegen, aber interessanterweise gibt es noch immer die gleichen Spiele wie damals. Ich bin in dem Spiel mit der Jonglierballrutsche noch genauso gut bzw. schlecht wie damals. Aber es gab doch früher auch irgendwelche Multiplayerspiele und einen Chat und... Ich behaupte einfach einmal, dass es besser war. Man konnte sich vor allem auch mit Diddl unterhalten und ich war dann immer enttäuscht, dass er komplexere Fragen nicht versteht, sondern immer nur Bestandteile meiner Frage wiederholt. Ich wusste zwar, wie man Google bedient, aber ich denke es hat noch etwas gedauert, bis ich regelmäßig eine Suchmaschine bedient habe. Was sollte man denn im Internet großartig suchen? Am witzigsten war es damals noch, die Namen von Klassenkollegen zu googeln und dann zu lachen, falls sich das durch Bilder von gleichnamigen Personen ergibt. Hihi, schau mal was da für Bilder kommen, wenn ich Lukas eingebe! Interessanterweise habe ich jetzt sogar tatsächlich eine Bildersuche gestartet und muss feststellen, dass da natürlich noch immer Bilder dabei sind, über die wir damals wohl gelacht hätten. Und eine nackte Frau. Wenn ich noch etwas weiter scrolle bestimmt auch eine zweite (oder ein nackter Mann), aber ich kann euch sagen, dass es sich dafür nicht wirklich lohnt, "Lukas" zu googeln. Wenn man alleine zu Hause sitzt und damit niemand anderen aufziehen kann, der in der Nähe sitzt, dann ist das Ganze nicht wirklich unterhaltsam. Das war aber auch schon damals so... Und richtig ärgern konnte man damit auch niemanden, da die Suchergebnisse für den eigenen Namen wohl auch nicht besser waren und selbst, wenn sie das wären, ist das ja nun wirklich nichts, auf das man stolz sein könnte. Ich habe schon lange nicht mehr nach meinem Vornamen gesucht und ich glaube, dass meine persönlichen Suchtreffer besser geworden sind. Aber es ist schwer, das zu beurteilen und wenn ich meinen vollen Namen suche sieht man noch immer kein Bild von mir (oder zumindest wäre mir gerade keines aufgefallen).
Nach und nach wurde Google dann doch nützlicher und ich stellte schnell fest, dass man im Internet alles klein schreibt. Zumindest war es vollkommen egal, ob ich diddl oder Diddl schreibe, wenn ich www.diddl.de aufrufen wollte und auch Google machte keinen Unterschied ob man nach elisabeth oder Elisabeth suchte. Die genaue Reihenfolge kann ich nicht mehr wiedergeben, aber natürlich blieb es nicht lange bei einer Website, mit der ich mich beschäftigen wollte. Bei 2-3 Websites fragte ich noch brav, ob ich mir einen Account erstellen darf, bis mein Vater feststellte, dass ich schon ganz gut darin war, Werbung zu erkennen und einzustufen, auf welchen Seiten man sich lieber nicht registrieren sollte. Das war dann auch die Zeit, in der ich durch eine Freundin anfing, regelmäßig meine E-Mails zu checken. Leider schickte mir niemand E-Mails. Also wirklich niemand. Ich überprüfte also jeden Tag meinen Posteingang und war jeden Tag wieder enttäuscht, das mir niemand geschrieben hatte. Bald darauf hatte ich msn und fing an, diverse Browsergames zu spielen, aber ich hörte nicht auf, an meinem E-Mailproblem zu arbeiten. Die besagte Freundin fing an, mir E-Mails zu schreiben, wodurch die Angelegenheit für uns beide weniger frustrierend wurde. Das reichte mir aber nicht, ich genoss es sehr, virtuelle Post zu bekommen und ab und zu leiteten mir Verwandte auch witzige E-Mails weiter, die sie von jemandem bekommen hatten. Um das weiter anzukurbeln, wollte ich selbst witzige E-Mails verschicken, die ich mir natürlich selbst ausdachte. Meistens verschickte ich aber keine Texte, sondern Bilder. Das war auch eine Zeit, in der ich die Bildersuche dazu nutzte, möglichst viele niedliche Bilder zu gewinnen. Ich entschied mich einfach für einen Begriff, der mich interessierte und speicherte dann alle Bilder, die ich dazu fand, die zu meiner Suchanfrage gepasst hatten. Tut mir übrigens leid, dass ich hier gewissermaßen so viele Themen auf einmal anschneiden muss, über die ich noch ausführlicher schreiben möchte, aber ich muss ja irgendwie betonen, was in etwa alles gleichzeitig passiert ist oder was wann war. Also ich war damals wahrscheinlich etwa 11, habe alles klein geschrieben und nach Bildern von Feen gesucht und dann 25 Bilder von Feen gespeichert und dann überlegt, ob es jemanden geben könnte, der sich über eine E-Mail mit 25 Bildern von Feen freuen würde. Aber keine Sorge, ich habe keine 25 Bilder von Feen verschickt. Nein, ich musste mir eingestehen, dass ich damit wohl kaum mit witzigen E-Mails mithalten könnte und suchte deshalb bewusst nach witzigen Bildern, wobei ich ein Bild nicht wirklich witzig finden musste, um es auch zu verschicken. Allerdings verschickte ich meistens tatsächlich 25 Bilder auf einmal oder mehr. Eben alle zusammenpassenden Bilder, die ich gerade hatte. Wenn jemand Interesse an witzigen Bildern hat, dann wird er doch wohl nichts dagegen haben, meine ganze Sammlung geschickt zu bekommen. Gut, oft wollte ich bewusst nicht alles schicken, um noch Reserven für zukünftige E-Mails zu haben. Nach einer Weile beschwerte sich die Mutter der Freundin bei mir, dass ich deren Computer dadurch jedes Mal eine Weile lang lahmlege. Da wurde mir erst klar, dass ich auf die Größe meiner E-Mails achten sollte (und ich wusste auch, dass große E-Mails nicht alle Funktionen eines Computers blockieren). Ich ging also dazu über, nur 3 Bilder zu verschicken und legte irgendwann nicht mehr so viel Wert darauf, wie viele E-Mails ich bekomme. Ich fand zumindest andere Arten, mich mit dem Internet zu beschäftigen, wodurch die Bedeutung von E-Mails geringer wurde. Die besagte Freundin und deren Mutter erinnern mich auch nochmal daran, dass es zu der Zeit noch so wahnsinnig viele Leute gab, die dachten, Groß- und Kleinschreibung wäre im Internet relevant. Ich war ja damals noch überzeugt davon, dass man derartiges im Internet gar nicht verwendet, wodurch es für mich besonders schlimm war, wenn jemand einen Begriff googeln wollte und zum Beispiel gerade aus irgendeinem Grund überhaupt keine Internetverbindung hatte und dann dachte, das Problem ließe sich beheben, indem man das Wort richtig schreibt. Gut, das ist wohl einfach ein schreckliches Verhalten, das man immer schrecklich finden darf. Also besonders schlimm finde ich es eben, wenn man nur kurz lesen können müsste, um festzustellen, was das eigentliche Problem ist (oder um zumindest festzustellen, dass es damit nichts zu tun haben kann), aber behauptet, dass es ganz sicher an einem Tippfehler liegt... An der Stelle möchte ich noch 2 kurze Anekdoten aus der Zeit erzählen, während der ich unbedingt mehr E-Mails haben wollte. Ich schickte also meinem Vater eine nette E-Mail am Valentinstag (vermutlich war das endlich eine Gelegenheit, ein romantisches Bild oder ein Bild von einer Blume zu verwerten, das ich schon länger gespeichert hatte) und dachte, dass das doch eine gute Gelegenheit wäre, eine E-Mail zu verschicken. Ich bekam allerdings keine Antwort darauf. Niemand schickte mir eine E-Mail mit einer Blume im Anhang, die ihm persönlich sehr gut gefällt. Ich hätte ja auch gerne Bilder gespeichert, die mir andere Leute per Mail schicken, wenn sie mir gut gefallen hätten, aber mir schickte niemand seine Lieblingsbilder. Ich hätte mich ja auch über Bilder von Elfen gefreut. Und ich hätte mich über alle Arten von Mails gefreut, selbst, wenn mir jemand gar keinen Anhang geschickt hätte und nur wenig Text verfasst hätte. Mein Vater ging allerdings nicht einmal durch ein kurzes "Danke!" auf meine Valentinstagsmail ein. Bei anderen Mails hätte ich das wohl auch nicht so schlimm gefunden, aber speziell in diesem Fall war ich mir schon sehr sicher, eine Antwort zu erhalten. Als mein Vater abends nach Hause kam, hatte er stattdessen einige Blumen dabei, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Mein Vater sagte, dass er gedacht hätte, das wäre meine Art, ihn daran zu erinnern, dass ich mich freuen würde, wenn er mir Blumen mitbringt. Die Erklärung, dass ich eigentlich nur eine E-Mail haben wollte, war wohl nicht gerade das, womit er gerechnet hatte.
Außerdem schickte ich meiner Tante, die eigentlich meine Cousine ist, aber von uns immer als Tante bezeichnet wurde, weil sie so alt wie meine Mutter ist, wodurch es besser passt, sie als Tante zu bezeichnen, anscheinend sogar E-Mails, durch die sie sich Sorgen um mich machte. Ich weiß nicht konkret, ob bei den Sachen, die ich verschickt habe, noch mehr dabei war, das in die Richtung ging, aber offensichtlich verschickte ich auch ein Bild mit zwei Vögeln und einer sagt zum anderen "Die menscheln schon wieder". Ich war wohl etwas jung, um solche Bilder zu verschicken, wobei ich mein genaues Alter ja nicht mehr weiß. Jedenfalls war das Bild wohl in einer E-Mail mit ganz vielen anderen witzigen Bildern, die ich vermutlich durch so komplexe Suchanfragen wie "lustig" gefunden hatte und wie gesagt ging es mir bei den Bildern nicht darum, sie persönlich sehr witzig zu finden. Ich dachte nur, dass es jemanden geben könnte, der das witzig finden könnte. Außerdem wusste ich gar nicht, dass ich das Bild verschickt hatte, ich wusste auch nicht mehr, dass ich ein derartiges Bild gespeichert hatte, als mich meine Mutter darauf ansprach. Meine Mutter sagte dazu nur, dass sie vermutet, dass sie sich keine Sorgen machen muss und dass ich soetwas wohl mitschicke, weil ich weiß, dass Erwachsene es lustig finden. Ich kann mich auch daran erinnern, einmal einen Witz verschickt zu haben, der irgendetwas mit Sex zu tun hatte, aber ich weiß es nicht mehr genau. Ich weiß allerdings noch genau woher ich ihn hatte und das hängt mit einer Website zusammen, die noch noch gar nicht erwähnt habe.
Ich habe allgemein noch kaum damit angefangen, überhaupt konkreter von irgendwelchen Websites zu erzählen, die ich so besucht habe und ich denke, da gibt es noch einiges, das ich schreiben könnte. Zumindest war es nicht so, dass ich so lange E-Mails mit Bildern verschickt habe, die niemand haben wollte, bis ich auf die Idee gekommen bin Videos hochzuladen, die niemand sehen will. In Teil 2 (oder vielleicht manches erst in Teil 3, je nachdem, wie viel es da noch zu sagen gibt) erfahrt ihr dann wie der Name LadyShihita entstanden ist, auf was für Seiten ich mich anfangs herumgetrieben habe, in wie vielen Foren ich aktiv war, wie sich meine Art, das Internet zu verwenden verändert hat und auch sonst alles, das mir beim Schreiben zufällig einfällt, falls ich beschließe, es aufzuschreiben.
with a lovely greet
L.Shihit
PS: Vielleicht erwähne ich ja auch, wie meine Verabschiedung entstanden ist
Dienstag, 1. Dezember 2015
Gurkengläser!?
Langsam habe ich ja das Gefühl, dass mir der Elisabeth-Fanclub bald Drohbriefe schreiben wird, in denen es darum geht, warum ich nicht endlich wieder beschreibe, was für tolle Sachen Elisabeth gemacht hat. Deshalb erzähle ich an dieser Stelle, dass Elisabeth Samstagnacht damit beschäftigt war, das Kreuzworträtsel in der Presse zu lösen und leider nicht besonders gut darin war. Sie ist ja bekannt dafür, wie gut sie das Kreuzworträtsel im Standard lösen kann, aber die Presse baut das Rätsel wohl völlig anders auf. Ich habe sie jahrelang angebettelt, mich in ihr Geheimnis einzuweihen, aber am Samstag hat Elisabeth endlich verraten, dass Kreuzworträtsel einfach übungssache sind und sie deshalb so gut darin ist, das Kreuzworträtsel im Standard zu meistern. Ich möchte übrigens nächste Woche auf das Nightwishkonzert gehen. Also ich war ja schon bei einem Nightwishkonzert und da ich das ziemlich cool in Erinnerung habe will ich eben wieder dabei sein. Ich frage gleich mal Jotschi, ob er sich jetzt schon seine Karte besorgt hat... Wir sind außerdem endlich bei 2014 angelangt und zum Glück habe ich 2015 kaum etwas gepostet.
18.1.2014
Hey!
Ihr habt vermutlich schon mitbekommen, dass ich durchaus gerne Texte verfasse. Allerdings dürfte nicht so offensichtlich sein, dass ich das normalerweise nicht nur für meinen Blog mache. Manchmal schreibe ich auch Texte, die überhaupt nicht hierhin passen würden. Es gibt aber auch Texte, die theoretisch gar nicht so schlecht passen würden, aber trotzdem nicht von mir gepostet werden. Keine Angst, ich vernachlässige diese Texte nicht oder sage ihnen, dass sie einfach zu schlecht für meinen Blog sind. Nein, ich schreibe nur oft eben auch etwas für andere Zwecke und merke nachträglich, dass sie unter Umständen auch auf meinen Blog passen würden. Ich hätte jedenfalls auch keine Scheu davor, sie zur Not doppelt zu verwenden, anstatt sie zum Beispiel für Bücher, die ich nie veröffentlichen werde, aufzuheben. Worauf ich hinauswill ist eben, dass ich jetzt zum ersten Mal so einen Text tatsächlich auf meinen Blog poste und das vielleicht auch wieder tun werde, wenn ich das Gefühl habe, dass es passt. Im Grunde ist diese Information für euch vermutlich irrelevant, aber das ist ja nicht mein Problem. Wie dem auch sei... Den folgenden Absatz habe ich zwar schon vor einigen Monaten verfasst, aber ich denke, dass sein Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist, ihr könnt ihn also ohne Bedenken genießen.
Jeder kennt das Gefühl, wenn man versucht, eine Flasche oder eine Dose zu öffnen und es einfach nicht schafft. Schon seit ich ein Kind bin habe ich gefragt, was ich machen würde, wenn ich nicht einfach meinen Vater fragen könnte, ob er es für mich öffnet. Wenn ich alleine wäre. Wenn es um etwas zu essen gehen würde. Wenn es das Einzige wäre, das ich gerade zu essen habe. Im Laufe der Jahre bin ich natürlich immer besser darin geworden, Flaschen und Derartiges zu öffnen. Es passiert eigentlich auch immer wieder, dass ich Flaschen auf Anhieb öffnen kann, wenn es jemand anderer nicht schafft. Ich habe das nicht bewusst trainiert, ich bin einfach von alleine so gut darin geworden, dass es so gut wie nie vorkommt, dass ich Hilfe dabei brauche, ein Gurkenglas oder Ähnliches zu öffnen. Wie die meisten Menschen eben. Aber ich habe noch immer irgendwie den Gedanken im Hinterkopf, dass ich es einmal nicht schaffen könnte. Und dass es traurig wäre, niemanden zu haben, der einem dabei hilft. Dass man dadurch verzweifelt sein könnte, dass es ein Zeichen sein könnte, an dem man merkt, dass man einsam ist. Wie ihr euch vermutlich denken könnt, habe ich vor etwa einer Woche versucht, mir nur schnell nach einem anstrengenden Tag etwas zu essen zu machen. Also ich wollte es eben nicht machen, sondern mir nur ein Fertiggericht von Uncle Bence warm machen. Das war auch das erste Mal für mich, dass ich etwas Derartiges gegessen habe, das nicht selbstgemacht war. Also es war ein Glas mit einem süß-sauren chinesischen Gericht. Ich habe es natürlich nicht gleich geschafft, es zu öffnen. Das liegt aber auch daran, dass ich direkt davor Handcreme verwendet habe, weil Aceton in großen Mengen doch nicht gerade gut für die Haut ist, wodurch meine Hände sehr trocken waren. Jedenfalls habe ich dann versucht, die Creme wieder abzuwaschen, um endlich das Glas öffnen zu können. Es funktionierte natürlich nicht. Und auch nicht beim nächsten und beim übernächsten Versuch. Ich hätte mir auch einfach etwas anderes kochen können oder den Reis einfach so essen können (ich liebe Reis finde überhaupt nicht, dass man dazu etwas anderes essen muss), aber es war mir wichtig, nicht einfach so aufzugeben. Ich habe also den Zustand meiner Hände ignoriert und immer wieder und wieder versucht, das Glas zu öffnen. Ich habe eigentlich nicht erwartet, es noch zu schaffen, aber das Glas war schließlich doch so freundlich, sich von seinem Deckel zu trennen. Wenn jemand anderer in der Nähe gewesen wäre, dann hätte ich bestimmt schon längst gefragt. Jetzt weiß ich also, was einsame Menschen machen, die es einfach nicht schaffen, ein Glas zu öffnen und deshalb schon ganz verzweifelt sind. Sie schaffen es einfach. Interessanterweise habe ich mich danach überhaupt nicht einsam gefühlt. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich es geschafft habe. Vielleicht heißt das, dass ich alles schaffen kann, wenn ich es lange genug versuche. Vermutlich nicht. Vielleicht werde ich mich erst dann einsam fühlen, wenn ich durch mein Alter häufig nicht mehr genügend Kraft habe, um Gurkengläser und Flaschen selbst zu öffnen. Vielleicht ist es dann deprimierend, weil man es jahrelang konnte und plötzlich geht es nicht mehr.
with a lovely greet
L.Shihit
18.1.2014
Hey!
Ihr habt vermutlich schon mitbekommen, dass ich durchaus gerne Texte verfasse. Allerdings dürfte nicht so offensichtlich sein, dass ich das normalerweise nicht nur für meinen Blog mache. Manchmal schreibe ich auch Texte, die überhaupt nicht hierhin passen würden. Es gibt aber auch Texte, die theoretisch gar nicht so schlecht passen würden, aber trotzdem nicht von mir gepostet werden. Keine Angst, ich vernachlässige diese Texte nicht oder sage ihnen, dass sie einfach zu schlecht für meinen Blog sind. Nein, ich schreibe nur oft eben auch etwas für andere Zwecke und merke nachträglich, dass sie unter Umständen auch auf meinen Blog passen würden. Ich hätte jedenfalls auch keine Scheu davor, sie zur Not doppelt zu verwenden, anstatt sie zum Beispiel für Bücher, die ich nie veröffentlichen werde, aufzuheben. Worauf ich hinauswill ist eben, dass ich jetzt zum ersten Mal so einen Text tatsächlich auf meinen Blog poste und das vielleicht auch wieder tun werde, wenn ich das Gefühl habe, dass es passt. Im Grunde ist diese Information für euch vermutlich irrelevant, aber das ist ja nicht mein Problem. Wie dem auch sei... Den folgenden Absatz habe ich zwar schon vor einigen Monaten verfasst, aber ich denke, dass sein Haltbarkeitsdatum noch nicht überschritten ist, ihr könnt ihn also ohne Bedenken genießen.
Jeder kennt das Gefühl, wenn man versucht, eine Flasche oder eine Dose zu öffnen und es einfach nicht schafft. Schon seit ich ein Kind bin habe ich gefragt, was ich machen würde, wenn ich nicht einfach meinen Vater fragen könnte, ob er es für mich öffnet. Wenn ich alleine wäre. Wenn es um etwas zu essen gehen würde. Wenn es das Einzige wäre, das ich gerade zu essen habe. Im Laufe der Jahre bin ich natürlich immer besser darin geworden, Flaschen und Derartiges zu öffnen. Es passiert eigentlich auch immer wieder, dass ich Flaschen auf Anhieb öffnen kann, wenn es jemand anderer nicht schafft. Ich habe das nicht bewusst trainiert, ich bin einfach von alleine so gut darin geworden, dass es so gut wie nie vorkommt, dass ich Hilfe dabei brauche, ein Gurkenglas oder Ähnliches zu öffnen. Wie die meisten Menschen eben. Aber ich habe noch immer irgendwie den Gedanken im Hinterkopf, dass ich es einmal nicht schaffen könnte. Und dass es traurig wäre, niemanden zu haben, der einem dabei hilft. Dass man dadurch verzweifelt sein könnte, dass es ein Zeichen sein könnte, an dem man merkt, dass man einsam ist. Wie ihr euch vermutlich denken könnt, habe ich vor etwa einer Woche versucht, mir nur schnell nach einem anstrengenden Tag etwas zu essen zu machen. Also ich wollte es eben nicht machen, sondern mir nur ein Fertiggericht von Uncle Bence warm machen. Das war auch das erste Mal für mich, dass ich etwas Derartiges gegessen habe, das nicht selbstgemacht war. Also es war ein Glas mit einem süß-sauren chinesischen Gericht. Ich habe es natürlich nicht gleich geschafft, es zu öffnen. Das liegt aber auch daran, dass ich direkt davor Handcreme verwendet habe, weil Aceton in großen Mengen doch nicht gerade gut für die Haut ist, wodurch meine Hände sehr trocken waren. Jedenfalls habe ich dann versucht, die Creme wieder abzuwaschen, um endlich das Glas öffnen zu können. Es funktionierte natürlich nicht. Und auch nicht beim nächsten und beim übernächsten Versuch. Ich hätte mir auch einfach etwas anderes kochen können oder den Reis einfach so essen können (ich liebe Reis finde überhaupt nicht, dass man dazu etwas anderes essen muss), aber es war mir wichtig, nicht einfach so aufzugeben. Ich habe also den Zustand meiner Hände ignoriert und immer wieder und wieder versucht, das Glas zu öffnen. Ich habe eigentlich nicht erwartet, es noch zu schaffen, aber das Glas war schließlich doch so freundlich, sich von seinem Deckel zu trennen. Wenn jemand anderer in der Nähe gewesen wäre, dann hätte ich bestimmt schon längst gefragt. Jetzt weiß ich also, was einsame Menschen machen, die es einfach nicht schaffen, ein Glas zu öffnen und deshalb schon ganz verzweifelt sind. Sie schaffen es einfach. Interessanterweise habe ich mich danach überhaupt nicht einsam gefühlt. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich es geschafft habe. Vielleicht heißt das, dass ich alles schaffen kann, wenn ich es lange genug versuche. Vermutlich nicht. Vielleicht werde ich mich erst dann einsam fühlen, wenn ich durch mein Alter häufig nicht mehr genügend Kraft habe, um Gurkengläser und Flaschen selbst zu öffnen. Vielleicht ist es dann deprimierend, weil man es jahrelang konnte und plötzlich geht es nicht mehr.
with a lovely greet
L.Shihit
Samstag, 28. November 2015
Die Reise - Ende
Ich habe den folgenden Post noch nicht gelesen, aber irgendwie fehlt jetzt gefühlt noch einiges von der Reise. Ich bin gespannt, ob wirklich alles vorkommt, es könnte eben sein, dass ich wirklich einen ganzen Tag weggelassen habe oderso. Okay, das ist wirklich einfach alles am Schluss passiert. Cool. Schade, dass ich noch immer keinen Blogpost darüber geschrieben habe, wie es ist, das Ende von Büchern zu lesen, ich glaube die meisten Ereignisse, die darin vorkommen würden, liegen jetzt schon zu lange zurück, um sie authentisch schildern zu können. Naja, wahrscheinlich würde es schon noch gehen. Also vielleicht mache ich das mal, das wäre wirklich ein gutes Thema für einen Blogpost.
17.8.2013
Hey!
Am nächsten Tag waren wir wieder am Strand. Dort kämpften wir gegen heftige Wellen, da der Wind immer stärker wurde. Ihr kennt mich vermutlich gut genug, um hier gedanklich ein paar weitere Übertreibungen einfügen zu können, durch die eine Geschichte entsteht, bei der ich fast gestorben wäre. Jedenfalls musste ich das Wasser schließlich wirklich verlassen und es lag wirklich daran, dass mir die Wellen zu hoch waren. Vorher hatte ich aber einige Zeit drinnen verbracht und mit Kathy auch ein paar Einheimische beobachtet, die Volleyball spielten und von denen einer wirklich extrem beobachtenswert war. Ich glaube nicht, dass er besonders gut spielte, aber ich weiß es nicht, weil ich darauf gar nicht geachtet habe. Da war ich wohl zu sehr von seinem Lächeln abgelenkt. Ich muss gleich los, um Risiko zu spielen und das obwohl nebenbei 2 Leute mit mir chatten, deshalb könnte es sein, dass ich mich etwas kürzer fasse als ich es eigentlich möchte. Aber sonst vollende ich diese Blogpostreihe nie und das wäre schade, weil ich eigentlich nicht vor habe etwas anderes zu posten bis sie vollendet ist und ich habe gerade sehr viel, dass ich gerne posten würde... Etwas weiter strandabwärts trafen wir auf ein paar Österreicher, mit denen wir uns allerdings nicht unterhielten, weil sie irgendwie so agierten, als hätten sie sich ein Buch über Klischees gekauft und es als Anleitung für ein gelungenes Leben aufgefasst. Dann war ich eben am Strand und habe gelesen. Ich und TuschTusch kämpften ziemlich intensiv mit unserem Schirm, da er sich nie dort befand, wo er sein sollte und immer wieder weg flog. Kathy verließ den Strand schließlich, nahm den Schlüssel mit und versprach, uns jederzeit aufzumachen. Als TuschTusch und ich versuchten, Einlass anzufordern, wurde uns die Tür natürlich nicht geöffnet. Schließlich stellte sich heraus, dass Kathy uns nicht gehört hatte, weil sie unter der Dusche gewesen war. An diesem Tag leerte ich schließlich die Flasche Passoa. Ich möchte diesen Moment jetzt auch noch nutzen, um euch etwas ziemlich ekelhaftes zu erzählen, das ich wohl lieber verdrängen sollte. Wir hatten nämlich die ganze Woche keinen Geschirrspüler, kein Geschirrspülmittel und auch keinen Schwamm zur Verfügung, um das Geschirr zu waschen. Im Prinzip versuchten wir also, mit Hilfe von Wasser und unseren Händen zumindest so viel Dreck von den Tellern zu entfernen, bis sie optisch sauber wirkten. Das Wasser roch übrigens auch nicht gerade gut... Wir versuchten immerhin, möglicht oft andere Teller zu verwenden und irgendwie schaffte ich es jedes Mal wieder, erst nach dem Essen darüber nachzudenken, wie unhygienisch die Teller eigentlich waren... Vor allem möchte ich eigentlich nicht bedenken, dass wir womöglich nicht die ersten Urlauber waren, die diese Teller auf derartige Art und Weise benutzt haben...
Am vorletzten Tag bekamen wir neue Nachbarn. Sie sprachen sogar Deutsch, aber wir hatten keine Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen. Wir waren viel zu abgelenkt von den neuen Touristen unter uns, da wir diese vom Balkon aus ideal beobachten konnten. Wir konnten auch zuhören, wie sie auf peinliche Art und Weise zu schrecklicher Musik tanzten. Dabei schafften sie es trotzdem irgendwie, cool zu wirken. Unsere Beobachtungen fanden natürlich erst relativ spät statt, da wir schon vor 8 beim Bus sein mussten, um an einem organisierten Ausflug teilzunehmen. Habe ich den schon erwähnt? Wir hatten jedenfalls eine deutsche Führung durch das Achillion -ein Schloss, dass Sissi errichten ließ, weil ihr die Insel gefiel und sie immerhin auch ein paar Mal dort war. Danach fuhren wir in die Hauptstadt und ließen uns auch dort einige Sehenswürdigkeiten zeigen. Es war ganz witzig, den Worten der Führerin zu lauschen, da sie zwar wirklich gut deutsch sprach, aber ziemlich niedliche Fehler machte und außerdem dazu tendierte, zwischendurch Sätze zu sagen, die durch ihre Vortragensweise unpassend wirkten. Sie schilderte zum Beispiel historische Fakten, machte eine Pause und sagte schließlich "Da war die Sissi dann sehr traurig!". Ihre Art zu erzählen lockerte die Führung manchmal auf, machte es aber auch phasenweise schwierig ihr zu folgen... Wenn ich das hier direkt danach geschrieben hätte, könnte ich natürlich mit vielen konkreten Beispielen aufzeigen, wie gut sie deutsch sprechen konnte, aber ich hoffe in dem Fall einfach auf eure Vorstellungskraft. Nachdem auch noch ein paar Souvenirs in unsere Taschen (und ein paar Scheine aus unseren Taschen) gewandert waren, kehrten wir zum Bus zurück und machten uns auf den Weg nach Hause. Natürlich schenkten uns die Pensionisten im Bus wieder kaum Beachtung, da ich sie anscheinend bei der Hinfahrt verärgert hatte. Und das nur, weil ich direkt nachdem eine Frau begonnen hatte, etwas zu erzählen, dass sich vor 20 Jahren ereignet hat, gesagt habe, dass man daran doch richtig merkt, wie alt man ist, wenn man schon sagen kann, dass etwas vor 10 Jahren war. Also wir sind uns nicht mehr einig, wie die genaue Formulierung war, ich bin mir jedenfalls sicher, dass es eigentlich nett formuliert war, weil ich es nicht böse gemeint habe, aber Kathy ist da anderer Meinung... Ich habe zumindest das Gefühl, dass sie meine Formulierung jedes Mal, wenn sie es jemandem erzählt weiter verändert und gemeiner macht. Bald erzählt sie vermutlich, dass ich den Leuten ins Gesicht gesagt habe, dass sie extrem alt sind und bald sterben werden... Jedenfalls schauten uns die anderen Leute im Bus aus mir unerklärlichen Gründen ziemlich böse an. Also falls es sich gerade nicht vermeiden ließ, in unsere Richtug zu schauen.
Einige Stunden später hatten wir Hunger und gingen deshalb einkaufen. Mit Kulleraugen schaute ich auf die Tiefkühlpizza, weil wir schon am Anfang der Woche spaßhalber gesagt hatten, dass wir Pizza kochen wollen, obwohl es in unserer Küche natürlich keine dazu geeigneten Geräte gab. Schließlich behauptete ich, es wäre mir überhaupt nicht wichtig, eine Pizza zu machen, wobei ich so erbärmlich log, dass die anderen daraufhin resignierten und sagten, dass wir es probieren könnten, eine Pizza in der Pfanne zu machen, da es mir ja offensichtlich sehr wichtig war. Jetzt kann ich stolz folgendes präsentieren:
Rezept für Pizza im Kochtopf für 3-4 Personen
2 Tiefkühlpizzen mit wenig Belag
1 Zwiebel
1 Dose Mais
1 Dose Champingions
1 Packung Philadelphia (Natur)
1 Glas Oliven
+ was auch immer ihr auf eine Pizza legen würdet
Zuerst beginnt ihr, eine halbgefrorene Pizza in mundgerechte Stücke zu zerreißen. Das geht ziemlich gut und auf diese Art und Weise kann jemand anderer inzwischen das Messer und das Brett benutzen, um andere Zutaten zu zerkleinern (kommt darauf an, was genau ihr auf eure Pizza legen würdet). Ihr habt natürlich nur ein Messer/Brett, das wirklich geeignet dazu ist, verwendet zu werden... Nach kurzer Zeit stellt ihr fest, dass es unmöglich sein wird, die Pizza in einer Pfanne zuzubereiten und ihr greift deshalb zu einem Topf. Ihr braucht sogar einen großen Topf, aber zum Glück habt ihr ja keinen anderen Topf zur Auswahl. Jedenfalls gebt ihr die Pizzastückchen hinein und rührt immer wieder um, bis die Pizza ganz aufgetaut ist. Je nach Lust und Laune fügt ihr nach und nach andere Zutaten hinzu. Spontan verwetet ihr auch ein kleines Stückchen Käse, das ihr im Kühlschrank gefunden habt, weil es ja nicht schaden kann. Ihr zögert etwas, bevor ihr den Philadelphia hinzufügt und probiert aus, was passiert, wenn man erstmal nur die halbe Packung dazumischt. Es scheint nicht gefährlich zu sein und so entschließt ihr euch dazu, die ganze Packung zu verwerten. Einfach umrühren, bis alle Zutaten warm sind und ihr das Gefühl habt, das es fertig ist. Dann mit Oliven servieren (Weißbrot und Tsatsiki kann man natürlich auch dazu essen).
Nach dem Essen machten wir noch ein paar Experimente mit Feta. Wir hatten nämlich eine Packung Feta im Supermarkt gekauft, die ziemlich stark nach Schaf roch... Und ich rede nicht von den guten Teilen eines Schafs sondern eher von den Stoffwechselendprodukten... Er schmeckte schon auch nach Feta, hatte allerdings einen gräßlichen Nachgeschmack. Deshalb versuchten wir, die Flüssigkeit, von der er umgeben war, durch Wasser zu ersetzen und warteten ein paar Stunden. Daraufhin war der Fetageschmack völlig verschwunden. Unsere Eltern hatten uns zwar beigebracht, dass man mit Essen nicht spielt, aber da wir es ohnehin nicht geschafft hätten, den Feta zu essen, spielten wir damit. Nach einer Weile entstand etwas, das uns irgendwie an Erbrochenes erinnerte. Das könnte auch daran liegen, dass wir mit ein paar Hilfmitteln die Farbe angepasst haben... Es war jedenfalls witzig, weil wir bei allen Lebensmitteln, die wir noch nicht aufgegessen hatten behaupteten, dass wir sie morgen beim Frühstück essen würden. Danach wagten wir noch einen Spaziergang am Strand. Dort trafen wir auf Gleichaltrige, die gerade dabei waren, einen Freund im Sand zu vergraben. Sie verpassten ihm auch Brüste und jemand steckte ihm eine Flasche zwischen die Beine. Vorsichtig nahmen wir also nun auch Kontakt zu Einheimischen auf und machten mit ihnen gemeinsam ein paar alberne Fotos. Danach verabschiedeten wir uns, um weiter unten am Strand ein Pärchen zu stören. Bald beschlossen wir, dass es doch besser wäre, die beiden wieder alleine zu lassen. Dann gingen wir ein Stückchen zurück und hörten uns gemeinsam ein paar Serienintros an. Ich habe da eine kleine Sammlung am Handy, die sich immer wieder als nützlich erweist.
Am Tag unserer Abreise passierte nicht mehr viel erzählenswertes. Das witzigste war die Speisekarte beim Mittagessen, weil es einen deutschen Teil gab, der ziemlich inkorrekt war. Wir holten uns einen Kugelschreiber, nahmen jede Seite extra aus der extra für sie vorgesehenen Folie heraus und versuchten zu retten, was noch zu retten war. Wir bemühten uns wirklich sehr und waren dann sehr überrascht, dass wir für unsere Verdienste nicht bezahlt wurden. Im Gegenteil: Wir mussten sogar noch eine Rechnung begleichen! Danach waren wir am Flughafen, dann im Flugzeug und dann im Auto und dann zu Hause.
Wenn man auch die Seiten, die ich im Flugzeug gelesen habe mitrechnet, laß ich übrigens nur die ersten 640 Seiten von "Tochter des Feuers" von Elizabeth Haydon, aber das war definitiv das beste Buch, das ich auf meiner Maturareise gelesen habe, obwohl es der dritte Teil einer Trilogie ist, deren Anfang ich nicht kenne... Ich finde ja, dass es schonmal ein gutes Zeichen ist, wenn auf den ersten paar Seiten Landkarten abgedruckt werden. Der Rest des Werkes war natürlich kein Atlas, sondern ein Fantasybuch. Ich habe durch dieses und ein anderes Buch in letzter Zeit gemerkt, wie sehr ich es vermisst habe, Fantasy zu lesen... Das erinnert mich an meine Kindheit/Jugend. Okay, es klingt dumm, wenn eine 18-jährige nostalgisch von ihrer Jugend redet, aber ich meine eben diese Phase, die man nicht mehr unbedingt mit dem Wort Kindheit verbinden würde, die aber doch schon einige Jahre her ist... Damals habe ich mir jedenfalls viel öfter Zeit zum Lesen genommen. Der einzige Kritikpunkt, den ich an diesem Buch eventuell habe, ist dass ich befürchte, dass einige Dinge wiederholt werden, die in den anderen Teilen schon vorgekommen sind, was mich natürlich genervt hätte, wenn ich die anderen Teile schon gekannt hätte. Man hat jedenfalls das Gefühl, dass es der Autorin wirklich wichtig war, eine stimmige Welt zu erschaffen. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Geschichte irgendwie in die Länge gezogen wurde (was bei knapp 1000 Seiten ja leicht passieren kann). Ehrlich gesagt habe ich die letzten 50 Seiten noch immer nicht gelesen, aber darüber werde ich vielleicht nochmal einen anderen Post schreiben. Also nicht über den Inhalt der Seiten, sondern darüber, das Ende von Büchern zu lesen...
with a lovely greet
L.Shihit
PS: I DID IT!!!!!!
PPS: Verzeiht mir das PS, aber ich habe es wirklich lange hinausgezögert, diesen Post zu schreiben und bin jetzt sehr froh, endlich die Möglichkeit zu haben, von wichtigeren Dingen zu berichten.
17.8.2013
Hey!
Am nächsten Tag waren wir wieder am Strand. Dort kämpften wir gegen heftige Wellen, da der Wind immer stärker wurde. Ihr kennt mich vermutlich gut genug, um hier gedanklich ein paar weitere Übertreibungen einfügen zu können, durch die eine Geschichte entsteht, bei der ich fast gestorben wäre. Jedenfalls musste ich das Wasser schließlich wirklich verlassen und es lag wirklich daran, dass mir die Wellen zu hoch waren. Vorher hatte ich aber einige Zeit drinnen verbracht und mit Kathy auch ein paar Einheimische beobachtet, die Volleyball spielten und von denen einer wirklich extrem beobachtenswert war. Ich glaube nicht, dass er besonders gut spielte, aber ich weiß es nicht, weil ich darauf gar nicht geachtet habe. Da war ich wohl zu sehr von seinem Lächeln abgelenkt. Ich muss gleich los, um Risiko zu spielen und das obwohl nebenbei 2 Leute mit mir chatten, deshalb könnte es sein, dass ich mich etwas kürzer fasse als ich es eigentlich möchte. Aber sonst vollende ich diese Blogpostreihe nie und das wäre schade, weil ich eigentlich nicht vor habe etwas anderes zu posten bis sie vollendet ist und ich habe gerade sehr viel, dass ich gerne posten würde... Etwas weiter strandabwärts trafen wir auf ein paar Österreicher, mit denen wir uns allerdings nicht unterhielten, weil sie irgendwie so agierten, als hätten sie sich ein Buch über Klischees gekauft und es als Anleitung für ein gelungenes Leben aufgefasst. Dann war ich eben am Strand und habe gelesen. Ich und TuschTusch kämpften ziemlich intensiv mit unserem Schirm, da er sich nie dort befand, wo er sein sollte und immer wieder weg flog. Kathy verließ den Strand schließlich, nahm den Schlüssel mit und versprach, uns jederzeit aufzumachen. Als TuschTusch und ich versuchten, Einlass anzufordern, wurde uns die Tür natürlich nicht geöffnet. Schließlich stellte sich heraus, dass Kathy uns nicht gehört hatte, weil sie unter der Dusche gewesen war. An diesem Tag leerte ich schließlich die Flasche Passoa. Ich möchte diesen Moment jetzt auch noch nutzen, um euch etwas ziemlich ekelhaftes zu erzählen, das ich wohl lieber verdrängen sollte. Wir hatten nämlich die ganze Woche keinen Geschirrspüler, kein Geschirrspülmittel und auch keinen Schwamm zur Verfügung, um das Geschirr zu waschen. Im Prinzip versuchten wir also, mit Hilfe von Wasser und unseren Händen zumindest so viel Dreck von den Tellern zu entfernen, bis sie optisch sauber wirkten. Das Wasser roch übrigens auch nicht gerade gut... Wir versuchten immerhin, möglicht oft andere Teller zu verwenden und irgendwie schaffte ich es jedes Mal wieder, erst nach dem Essen darüber nachzudenken, wie unhygienisch die Teller eigentlich waren... Vor allem möchte ich eigentlich nicht bedenken, dass wir womöglich nicht die ersten Urlauber waren, die diese Teller auf derartige Art und Weise benutzt haben...
Am vorletzten Tag bekamen wir neue Nachbarn. Sie sprachen sogar Deutsch, aber wir hatten keine Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen. Wir waren viel zu abgelenkt von den neuen Touristen unter uns, da wir diese vom Balkon aus ideal beobachten konnten. Wir konnten auch zuhören, wie sie auf peinliche Art und Weise zu schrecklicher Musik tanzten. Dabei schafften sie es trotzdem irgendwie, cool zu wirken. Unsere Beobachtungen fanden natürlich erst relativ spät statt, da wir schon vor 8 beim Bus sein mussten, um an einem organisierten Ausflug teilzunehmen. Habe ich den schon erwähnt? Wir hatten jedenfalls eine deutsche Führung durch das Achillion -ein Schloss, dass Sissi errichten ließ, weil ihr die Insel gefiel und sie immerhin auch ein paar Mal dort war. Danach fuhren wir in die Hauptstadt und ließen uns auch dort einige Sehenswürdigkeiten zeigen. Es war ganz witzig, den Worten der Führerin zu lauschen, da sie zwar wirklich gut deutsch sprach, aber ziemlich niedliche Fehler machte und außerdem dazu tendierte, zwischendurch Sätze zu sagen, die durch ihre Vortragensweise unpassend wirkten. Sie schilderte zum Beispiel historische Fakten, machte eine Pause und sagte schließlich "Da war die Sissi dann sehr traurig!". Ihre Art zu erzählen lockerte die Führung manchmal auf, machte es aber auch phasenweise schwierig ihr zu folgen... Wenn ich das hier direkt danach geschrieben hätte, könnte ich natürlich mit vielen konkreten Beispielen aufzeigen, wie gut sie deutsch sprechen konnte, aber ich hoffe in dem Fall einfach auf eure Vorstellungskraft. Nachdem auch noch ein paar Souvenirs in unsere Taschen (und ein paar Scheine aus unseren Taschen) gewandert waren, kehrten wir zum Bus zurück und machten uns auf den Weg nach Hause. Natürlich schenkten uns die Pensionisten im Bus wieder kaum Beachtung, da ich sie anscheinend bei der Hinfahrt verärgert hatte. Und das nur, weil ich direkt nachdem eine Frau begonnen hatte, etwas zu erzählen, dass sich vor 20 Jahren ereignet hat, gesagt habe, dass man daran doch richtig merkt, wie alt man ist, wenn man schon sagen kann, dass etwas vor 10 Jahren war. Also wir sind uns nicht mehr einig, wie die genaue Formulierung war, ich bin mir jedenfalls sicher, dass es eigentlich nett formuliert war, weil ich es nicht böse gemeint habe, aber Kathy ist da anderer Meinung... Ich habe zumindest das Gefühl, dass sie meine Formulierung jedes Mal, wenn sie es jemandem erzählt weiter verändert und gemeiner macht. Bald erzählt sie vermutlich, dass ich den Leuten ins Gesicht gesagt habe, dass sie extrem alt sind und bald sterben werden... Jedenfalls schauten uns die anderen Leute im Bus aus mir unerklärlichen Gründen ziemlich böse an. Also falls es sich gerade nicht vermeiden ließ, in unsere Richtug zu schauen.
Einige Stunden später hatten wir Hunger und gingen deshalb einkaufen. Mit Kulleraugen schaute ich auf die Tiefkühlpizza, weil wir schon am Anfang der Woche spaßhalber gesagt hatten, dass wir Pizza kochen wollen, obwohl es in unserer Küche natürlich keine dazu geeigneten Geräte gab. Schließlich behauptete ich, es wäre mir überhaupt nicht wichtig, eine Pizza zu machen, wobei ich so erbärmlich log, dass die anderen daraufhin resignierten und sagten, dass wir es probieren könnten, eine Pizza in der Pfanne zu machen, da es mir ja offensichtlich sehr wichtig war. Jetzt kann ich stolz folgendes präsentieren:
Rezept für Pizza im Kochtopf für 3-4 Personen
2 Tiefkühlpizzen mit wenig Belag
1 Zwiebel
1 Dose Mais
1 Dose Champingions
1 Packung Philadelphia (Natur)
1 Glas Oliven
+ was auch immer ihr auf eine Pizza legen würdet
Zuerst beginnt ihr, eine halbgefrorene Pizza in mundgerechte Stücke zu zerreißen. Das geht ziemlich gut und auf diese Art und Weise kann jemand anderer inzwischen das Messer und das Brett benutzen, um andere Zutaten zu zerkleinern (kommt darauf an, was genau ihr auf eure Pizza legen würdet). Ihr habt natürlich nur ein Messer/Brett, das wirklich geeignet dazu ist, verwendet zu werden... Nach kurzer Zeit stellt ihr fest, dass es unmöglich sein wird, die Pizza in einer Pfanne zuzubereiten und ihr greift deshalb zu einem Topf. Ihr braucht sogar einen großen Topf, aber zum Glück habt ihr ja keinen anderen Topf zur Auswahl. Jedenfalls gebt ihr die Pizzastückchen hinein und rührt immer wieder um, bis die Pizza ganz aufgetaut ist. Je nach Lust und Laune fügt ihr nach und nach andere Zutaten hinzu. Spontan verwetet ihr auch ein kleines Stückchen Käse, das ihr im Kühlschrank gefunden habt, weil es ja nicht schaden kann. Ihr zögert etwas, bevor ihr den Philadelphia hinzufügt und probiert aus, was passiert, wenn man erstmal nur die halbe Packung dazumischt. Es scheint nicht gefährlich zu sein und so entschließt ihr euch dazu, die ganze Packung zu verwerten. Einfach umrühren, bis alle Zutaten warm sind und ihr das Gefühl habt, das es fertig ist. Dann mit Oliven servieren (Weißbrot und Tsatsiki kann man natürlich auch dazu essen).
Nach dem Essen machten wir noch ein paar Experimente mit Feta. Wir hatten nämlich eine Packung Feta im Supermarkt gekauft, die ziemlich stark nach Schaf roch... Und ich rede nicht von den guten Teilen eines Schafs sondern eher von den Stoffwechselendprodukten... Er schmeckte schon auch nach Feta, hatte allerdings einen gräßlichen Nachgeschmack. Deshalb versuchten wir, die Flüssigkeit, von der er umgeben war, durch Wasser zu ersetzen und warteten ein paar Stunden. Daraufhin war der Fetageschmack völlig verschwunden. Unsere Eltern hatten uns zwar beigebracht, dass man mit Essen nicht spielt, aber da wir es ohnehin nicht geschafft hätten, den Feta zu essen, spielten wir damit. Nach einer Weile entstand etwas, das uns irgendwie an Erbrochenes erinnerte. Das könnte auch daran liegen, dass wir mit ein paar Hilfmitteln die Farbe angepasst haben... Es war jedenfalls witzig, weil wir bei allen Lebensmitteln, die wir noch nicht aufgegessen hatten behaupteten, dass wir sie morgen beim Frühstück essen würden. Danach wagten wir noch einen Spaziergang am Strand. Dort trafen wir auf Gleichaltrige, die gerade dabei waren, einen Freund im Sand zu vergraben. Sie verpassten ihm auch Brüste und jemand steckte ihm eine Flasche zwischen die Beine. Vorsichtig nahmen wir also nun auch Kontakt zu Einheimischen auf und machten mit ihnen gemeinsam ein paar alberne Fotos. Danach verabschiedeten wir uns, um weiter unten am Strand ein Pärchen zu stören. Bald beschlossen wir, dass es doch besser wäre, die beiden wieder alleine zu lassen. Dann gingen wir ein Stückchen zurück und hörten uns gemeinsam ein paar Serienintros an. Ich habe da eine kleine Sammlung am Handy, die sich immer wieder als nützlich erweist.
Am Tag unserer Abreise passierte nicht mehr viel erzählenswertes. Das witzigste war die Speisekarte beim Mittagessen, weil es einen deutschen Teil gab, der ziemlich inkorrekt war. Wir holten uns einen Kugelschreiber, nahmen jede Seite extra aus der extra für sie vorgesehenen Folie heraus und versuchten zu retten, was noch zu retten war. Wir bemühten uns wirklich sehr und waren dann sehr überrascht, dass wir für unsere Verdienste nicht bezahlt wurden. Im Gegenteil: Wir mussten sogar noch eine Rechnung begleichen! Danach waren wir am Flughafen, dann im Flugzeug und dann im Auto und dann zu Hause.
Wenn man auch die Seiten, die ich im Flugzeug gelesen habe mitrechnet, laß ich übrigens nur die ersten 640 Seiten von "Tochter des Feuers" von Elizabeth Haydon, aber das war definitiv das beste Buch, das ich auf meiner Maturareise gelesen habe, obwohl es der dritte Teil einer Trilogie ist, deren Anfang ich nicht kenne... Ich finde ja, dass es schonmal ein gutes Zeichen ist, wenn auf den ersten paar Seiten Landkarten abgedruckt werden. Der Rest des Werkes war natürlich kein Atlas, sondern ein Fantasybuch. Ich habe durch dieses und ein anderes Buch in letzter Zeit gemerkt, wie sehr ich es vermisst habe, Fantasy zu lesen... Das erinnert mich an meine Kindheit/Jugend. Okay, es klingt dumm, wenn eine 18-jährige nostalgisch von ihrer Jugend redet, aber ich meine eben diese Phase, die man nicht mehr unbedingt mit dem Wort Kindheit verbinden würde, die aber doch schon einige Jahre her ist... Damals habe ich mir jedenfalls viel öfter Zeit zum Lesen genommen. Der einzige Kritikpunkt, den ich an diesem Buch eventuell habe, ist dass ich befürchte, dass einige Dinge wiederholt werden, die in den anderen Teilen schon vorgekommen sind, was mich natürlich genervt hätte, wenn ich die anderen Teile schon gekannt hätte. Man hat jedenfalls das Gefühl, dass es der Autorin wirklich wichtig war, eine stimmige Welt zu erschaffen. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die Geschichte irgendwie in die Länge gezogen wurde (was bei knapp 1000 Seiten ja leicht passieren kann). Ehrlich gesagt habe ich die letzten 50 Seiten noch immer nicht gelesen, aber darüber werde ich vielleicht nochmal einen anderen Post schreiben. Also nicht über den Inhalt der Seiten, sondern darüber, das Ende von Büchern zu lesen...
with a lovely greet
L.Shihit
PS: I DID IT!!!!!!
PPS: Verzeiht mir das PS, aber ich habe es wirklich lange hinausgezögert, diesen Post zu schreiben und bin jetzt sehr froh, endlich die Möglichkeit zu haben, von wichtigeren Dingen zu berichten.
Freitag, 27. November 2015
Die Reise - Ich schreibe endlich weiter
Ich sage euch, es ist schon anstrengend, einen Blog zu führen. Wenn man nur einmal im Monat etwas postet, dauert es einfach so lange, bis man eine Blogpostreihe abschließen kann. In letzter Zeit habe ich mir einfach total viel Zeit für diverse Tätigkeiten genommen, ich denke ich weiß ungefähr, wie es wäre, ein Vollzeit-Youtuber zu sein, der nebenbei auch einen Blog betreibt. Nur dass ich dabei ein richtig schlechtes Gewissen habe, weil ich Unisachen machen muss.
29.7.2013
Hey!
Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Auto voller gleichaltriger Jungs plötzlich ohne erkenntlichen Grund hupt und weiter fährt? Also ich nehme an, dass das Auto nicht von selbst gehupt hat, aber man kann ja nie wissen. Die Leute im Auto winkten und lächelten und waren kurz danach schon zu weit weg, um sie weiterhin zu beobachten... TuschTusch und ich dachten kurz darüber nach, ob das vielleicht ein Flirtversuch gewesen sein könnte, doch wir einigten uns darauf, dass die Personen im Auto gerne hupen, wodurch sie dann natürlich auch lächeln und winken. Zurück bei Kathy stellten wir fest, dass sie wieder laufen konnte. In weiterer Folge entstanden einige Fotos, die Laien vielleicht als albern bezeichnen würden. Ich würde eher sagen, dass es sich hierbei um eine abstrakte Ausdrucksform handelt, die nicht nur heftige Gefühle zum Vorschein bringt, sondern auch Tranzendenz oder Politik beschreibt. Wenn man sie auf die richtige Weise betrachtet, können diese Bilder das Leben komplett verändern. Dann haben wir übrigens das Spiel des Lebens gespielt, weil Kathy eine Demoversion davon am Laptop hatte. Also man konnte alle Funktionen verwenden, aber das Spiel nur 3 mal öffnen (vielleicht war es auch eine andere Anzahl, aber das ist ja jetzt irrelevant). Jedenfalls habe ich dann gesehen, dass sie auch eine derartige Demoversion von World of Goo hat, sodass ich angefangen habe, aufgeregt herumzuhüpfen und ihr zu sagen, dass sie das ausprobieren soll. Bisher kannte ich das Spiel nur von meinem Bruder, der mich damals auch ein paar Level spielen hat lassen... Anfangs haben wir immer abwechselnd ein Level gespielt, aber irgendwie war das dann doch nicht so unterhaltsam. Im Endeffekt hat nur noch Kathy gespielt und ich habe eben immer wieder zwischendurch neugierig nachgeschaut, wie das nächste Level aussieht. Ihr hat das Spiel gefallen und ich habe mich eben gefreut, dass es ihrem Geschmack entspricht. Habe ich mal erwähnt, dass Kathy eigentlich mehr und vor allem besser spielt als ich? Also sie spielt normalerweise eher auf diesen Websites voller Minispielchen... Und sie würde eben gerne Runes of Magic mit mir spielen, aber langsam weiche ich vom Thema ab. Zwischendurch haben wir uns auch irgendwann eine alte Session angehört. Also manchmal versuchen wir zu dritt über Skype gemeinsam ein ganzes Musical durchzusingen und das ist meistens ziemlich unterhaltsam. Irgendwann ist World of Goo abgestürzt und da die Anzahl der erlaubten Öffnungen (Vorschläge für alternative Forumulierungen werden gerne in den Kommentaren entgegengenommen) bereits aufgebraucht war, mussten wir dann etwas anderes machen. Endlich kann ich also zu dem Ereignis übergehen, das in meinen Notizen "Nacht der Nächte" genannt wird. In jener Nacht beschlossen wir, am Strand zu übernachten. TuschTusch wollte uns natürlich nicht begleiten. Wir suchten uns also 2 Sonnenliegen und redeten über Gott und die Welt. Also eigentlich nicht über Gott. Vermutlich auch recht wenig über die Welt. Ihr wisst schon, das sagt man so, wenn man nicht mehr so genau weiß worüber und es wirklich viele verschiedene Themen waren. Es waren auch andere Jugendliche am Strand, doch es wäre ja abwegig gewesen, mit diesen zu kommunizieren. Stattdessen verschanzten wir uns möglichst weit entfernt von allen Gruppen von Jugendlichen, die uns eventuell ansprechen könnten. Wir betrachteten also die Sterne, bis irgendwann 2 Hunde auftauchten. Wir beschäftigten uns eine Weile mit ihnen, doch schließlich hatten sie Wichtigeres zu tun und verschwanden. Dann wurde mir kalt, sodass mich Kathy im Sand eingrub. Das hilft wirklich! Sobald ich mich bewegte, wurde allerdings ein Teil von mir freigelegt, sodass mir wieder kalt war. Darüber beschwerte ich mich immer lautstark, doch meistens zeigte sich Kathy unbeeindruckt davon. Wahrscheinlich wollte sie, dass ich erfriere... Als sie nach gefühlten 6 Stunden schließlich wieder neuen Sand über mir verteilte, hatte sie eine Idee. Aus irgendwelchen Gründen wirkte es unglaublich originell, als sie anfing, mir mitten in der Nacht größere Oberweite aus Sand zu bauen. Zusätzlich verlieh sie mir auch typisch männliche Merkmale. Ich würde die Aktion ja dadurch rechtfertigen, dass so viel Alkohol im Spiel war oder dass wir erst 13 sind, aber leider stimmt beides offensichtlich nicht... Die Hunde tauchten wieder auf und zeigten sich unbeeindruckt von meiner veränderten äußeren Erscheinung. Beinahe demonstrativ trampelten sie auf mir herum und legten dabei große Teile meines Körpers wieder frei. Schließlich konnte ich meine Männlichkeit nicht mehr ertragen und zerstörte auch das restliche Sandkonstukt. Ich erhob mich also und schüttelte den Sand aus meiner Kleidung. Wir beschlossen, uns dem Hunderudel endgültig anzuschließen. Natürlich mussten wir uns dazu dem Alphatier unterordnen, aber das war kein Problem. In weiterer Folge zeigten uns die anderen Rudelmitglieder das Revier und wir erledigten wichtiges Zeug. So als Gruppe undso. Leider ist es schon länger her, deswegen kann ich nicht mehr alles detailgetreu wiedergeben... Jedenfalls beschlossen wir dann, unsere coolen neuen Freunde doch wieder zu verlassen und kehrten um 5h morgens in unsere Unterkunft zurück. Es dämmerte übrigens noch nicht.
with a lovely greet
L.Shihit
29.7.2013
Hey!
Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Auto voller gleichaltriger Jungs plötzlich ohne erkenntlichen Grund hupt und weiter fährt? Also ich nehme an, dass das Auto nicht von selbst gehupt hat, aber man kann ja nie wissen. Die Leute im Auto winkten und lächelten und waren kurz danach schon zu weit weg, um sie weiterhin zu beobachten... TuschTusch und ich dachten kurz darüber nach, ob das vielleicht ein Flirtversuch gewesen sein könnte, doch wir einigten uns darauf, dass die Personen im Auto gerne hupen, wodurch sie dann natürlich auch lächeln und winken. Zurück bei Kathy stellten wir fest, dass sie wieder laufen konnte. In weiterer Folge entstanden einige Fotos, die Laien vielleicht als albern bezeichnen würden. Ich würde eher sagen, dass es sich hierbei um eine abstrakte Ausdrucksform handelt, die nicht nur heftige Gefühle zum Vorschein bringt, sondern auch Tranzendenz oder Politik beschreibt. Wenn man sie auf die richtige Weise betrachtet, können diese Bilder das Leben komplett verändern. Dann haben wir übrigens das Spiel des Lebens gespielt, weil Kathy eine Demoversion davon am Laptop hatte. Also man konnte alle Funktionen verwenden, aber das Spiel nur 3 mal öffnen (vielleicht war es auch eine andere Anzahl, aber das ist ja jetzt irrelevant). Jedenfalls habe ich dann gesehen, dass sie auch eine derartige Demoversion von World of Goo hat, sodass ich angefangen habe, aufgeregt herumzuhüpfen und ihr zu sagen, dass sie das ausprobieren soll. Bisher kannte ich das Spiel nur von meinem Bruder, der mich damals auch ein paar Level spielen hat lassen... Anfangs haben wir immer abwechselnd ein Level gespielt, aber irgendwie war das dann doch nicht so unterhaltsam. Im Endeffekt hat nur noch Kathy gespielt und ich habe eben immer wieder zwischendurch neugierig nachgeschaut, wie das nächste Level aussieht. Ihr hat das Spiel gefallen und ich habe mich eben gefreut, dass es ihrem Geschmack entspricht. Habe ich mal erwähnt, dass Kathy eigentlich mehr und vor allem besser spielt als ich? Also sie spielt normalerweise eher auf diesen Websites voller Minispielchen... Und sie würde eben gerne Runes of Magic mit mir spielen, aber langsam weiche ich vom Thema ab. Zwischendurch haben wir uns auch irgendwann eine alte Session angehört. Also manchmal versuchen wir zu dritt über Skype gemeinsam ein ganzes Musical durchzusingen und das ist meistens ziemlich unterhaltsam. Irgendwann ist World of Goo abgestürzt und da die Anzahl der erlaubten Öffnungen (Vorschläge für alternative Forumulierungen werden gerne in den Kommentaren entgegengenommen) bereits aufgebraucht war, mussten wir dann etwas anderes machen. Endlich kann ich also zu dem Ereignis übergehen, das in meinen Notizen "Nacht der Nächte" genannt wird. In jener Nacht beschlossen wir, am Strand zu übernachten. TuschTusch wollte uns natürlich nicht begleiten. Wir suchten uns also 2 Sonnenliegen und redeten über Gott und die Welt. Also eigentlich nicht über Gott. Vermutlich auch recht wenig über die Welt. Ihr wisst schon, das sagt man so, wenn man nicht mehr so genau weiß worüber und es wirklich viele verschiedene Themen waren. Es waren auch andere Jugendliche am Strand, doch es wäre ja abwegig gewesen, mit diesen zu kommunizieren. Stattdessen verschanzten wir uns möglichst weit entfernt von allen Gruppen von Jugendlichen, die uns eventuell ansprechen könnten. Wir betrachteten also die Sterne, bis irgendwann 2 Hunde auftauchten. Wir beschäftigten uns eine Weile mit ihnen, doch schließlich hatten sie Wichtigeres zu tun und verschwanden. Dann wurde mir kalt, sodass mich Kathy im Sand eingrub. Das hilft wirklich! Sobald ich mich bewegte, wurde allerdings ein Teil von mir freigelegt, sodass mir wieder kalt war. Darüber beschwerte ich mich immer lautstark, doch meistens zeigte sich Kathy unbeeindruckt davon. Wahrscheinlich wollte sie, dass ich erfriere... Als sie nach gefühlten 6 Stunden schließlich wieder neuen Sand über mir verteilte, hatte sie eine Idee. Aus irgendwelchen Gründen wirkte es unglaublich originell, als sie anfing, mir mitten in der Nacht größere Oberweite aus Sand zu bauen. Zusätzlich verlieh sie mir auch typisch männliche Merkmale. Ich würde die Aktion ja dadurch rechtfertigen, dass so viel Alkohol im Spiel war oder dass wir erst 13 sind, aber leider stimmt beides offensichtlich nicht... Die Hunde tauchten wieder auf und zeigten sich unbeeindruckt von meiner veränderten äußeren Erscheinung. Beinahe demonstrativ trampelten sie auf mir herum und legten dabei große Teile meines Körpers wieder frei. Schließlich konnte ich meine Männlichkeit nicht mehr ertragen und zerstörte auch das restliche Sandkonstukt. Ich erhob mich also und schüttelte den Sand aus meiner Kleidung. Wir beschlossen, uns dem Hunderudel endgültig anzuschließen. Natürlich mussten wir uns dazu dem Alphatier unterordnen, aber das war kein Problem. In weiterer Folge zeigten uns die anderen Rudelmitglieder das Revier und wir erledigten wichtiges Zeug. So als Gruppe undso. Leider ist es schon länger her, deswegen kann ich nicht mehr alles detailgetreu wiedergeben... Jedenfalls beschlossen wir dann, unsere coolen neuen Freunde doch wieder zu verlassen und kehrten um 5h morgens in unsere Unterkunft zurück. Es dämmerte übrigens noch nicht.
with a lovely greet
L.Shihit
Die Reise -Party?
Irgendwie wollte ich heute noch wissen, wie es weiter geht bzw. mehr weiterbringen. Wäre ja auch gut, wenn ich fertig werde, bevor blog.de geschlossen wird bzw. wenn ich an einem stressigen Tag keine Zeit habe, muss ich nicht unbedingt etwas neues posten. Klingt doch gut. Mir fällt gerade auf, dass ich mich in den Posts damals wirklich bemüht habe, Elisabeth doch noch irgendwie einzubinden, dabei war sie gar nicht mit mir auf Maturareise.
29.6.2013
Hey!
An diesem Morgen wurde ich besonders sanft und liebevoll geweckt. Das erste, das ich wahrnahm, war folgendes:
http://www.youtube.com/watch?v=0L_iOnLNt9M
Benommen öffnete ich meine Augen und versuchte mein Handy zu finden. Ich legte einfach auf und bemerkte nur zufällig, dass auf dem Display "Julia ?" stand. Kurz danach hörte ich Kathys Klingelton, denn Juju wollte ihr zum Geburtstag gratulieren. Und so konnte ich durch einen Zufall das Rätsel lösen, das mich schon seit Wochen beschäftigt hatte. Ist ja auch hochkomplex, sich zu merken, dass Juju in Wirklichkeit auch Julia heißt und ich somit noch mehr Julias kenne und es doch möglich ist, dass ich eine Julia eingespeichert habe, die weder die eine Julia noch die andere Julia ist... Aber gut, wieder zurück zur Geschichte. Ich fühlte mich sehr geehrt davon, dass Juju mich vor Kathy angerufen hatte. Böse Zungen behaupten ja, dass sie eigentlich gar nicht mit mir sprechen wollte, aber ich bin überzeugt davon, dass es ihr wichtiger war, mich zu kontaktieren, als Kathy zu gratulieren. Dann verbrachten wir viel Zeit damit, alberne Fotos zu machen und zu chillen. Kathy hatte immerhin keine Probleme mehr damit, innerhalb unserer Unterkunft hin und her zu humpeln. Teilweise hatten wir auch alle unsere Bücher in der Hand, aber niemand beschäftigte sich wirklich ernsthaft damit. Zum Beispiel konnte ich dadurch einwerfen, dass man es wirklich zu etwas gebracht hat, wenn man die größte Ziegelbrennerei der ganzen Stadt hat. Dadurch kann man quasi ein Promi werden. Vielleicht war das auch nur damals so, als es Ägypten noch gab... Anscheinend hatte ich an dem Tag zu wenig Zeit für wirklich sinnvolle Notizen. Aber um alles zu verwerten, dass ich als wichtig genug erachtet habe, um notiert zu werden: Kathy am Arsch. Ohren. Muss ich das genauer erläutern? Bitte fangt nur an, den nächsten Satz zu lesen, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr genug Zeit haben werdet, ihn auch zu Ende zu lesen. Wir waren gemeinsam im Bett und haben uns dort über die Konsistenz unserer Ohren unterhalten. Hmm... Ich gebe zu, dass der Satz wird nicht unbedingt besser wird, wenn man ihn ganz liest. Lasst euch einfach nicht davon irritieren. Angeblich hat TuschTusch total komische feste Ohren, aber meiner Meinung nach fühlen sie sich genauso normal an wie die von mir und Kathy. Habt ihr denn schwammige oder feste Ohren?
Nachdem wir fertig damit waren, irgendetwas nicht näher definierbares zu machen, wandten wir uns doch noch unseren Büchern zu. Schon seit Tagen stand fest, dass wir uns abends etwas zu essen bestellen würden. Wir hatten allerdings alle die Taktik, nicht als erster vorzuschlagen, etwas zu bestellen, weil wir nicht anrufen wollten. Irgendwann äußerte ich schließlich doch, dass ich etwas zu essen haben möchte. Wisst ihr, was ich an dieser Geschichte hasse? Sie ist selbst dann übertrieben, wenn ich kein bisschen übertreibe. Dabei übertreibe ich so gerne... Aber ihr würdet sogar denken, dass ich einfach wieder übertrieben habe, wenn ich deutlich untertreiben würde. Zumindest brachte ich die anderen dazu, offen zu äußern, dass sie nicht anrufen wollen. Es ging auch irgendwie ums Prinzip. Niemand wollte der Idiot sein, der nachgibt. Ursprünglich hatte Kathy die Ausrede, dass sie nicht so gut Englisch kann wie ich. Ich hätte das ja gerne abgestritten, aber mein Maturazeugnis hätte mich unglaubwürdig gemacht. Also schlug ich vor, fertig ausformulierte Sätze auf unseren Bestellzettel zu schreiben. Natürlich wollte noch immer niemand anrufen. Kathys neue Ausrede war, dass sie ihr Buch vorher noch fertig lesen wollte. Sie versprach, danach wirklich anzurufen. Deshalb begann sie, so langsam wie sie konnte laut aus ihrem Buch vorzulesen. Ich versuchte, es ihr aus der Hand zu reißen und bot ihr auf sehr aufdringliche Art und Weise an, es vorzulesen, doch es war aussichtslos. Wir warteten also weiter darauf, bis jemand nachgab. Nach einer halben Stunde war dann doch ich diejenige, der es zu blöd wurde. Ich versuchte, von dem Festnetzanschluss im Zimmer aus anzurufen, doch es funktionierte nicht. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich vielleicht etwas falsch gemacht hatte. Kathy sagte mir, dass ich nach dem Wählvorgang einfach nur warten müsse und dass es dann funktionieren würde. Es funktionierte natürlich nicht. Also es machte einfach nie irgendwelche Geräusche. Wir überlegten, ob wir uns bei der Rezeption beschweren sollten, aber dann hätte es ja noch länger gedauert, bis wir endlich etwas zu essen bekommen hätten. Nach einer ausführlichen Beratungsphase beschlossen ich und TuschTusch, zu dem Restaurant zu gehen, bei dem wir bestellt hätten, um vor Ort etwas zu bestellen. Der Kellner fragte uns, ob es uns lieber war, das Essen zu unserem Zimmer geliefert zu bekommen oder ob wir lieber warten wollten, bis es fertig war. Obwohl er sich mit anderen Touristen fließend auf Deutsch unterhalten konnte, sprachen wir automatisch immer Englisch. Im Ausland rede ich meistens mit allen Menschen Englisch, die nicht mit mir dorthin gereist sind... Er bestand darauf, dass wir uns in der Wartezeit in Ruhe hinsetzen und schenkte uns eine Flasche Wasser, weil es wirklich sehr heiß war. Das Essen war übrigens sehr gut. Danach öffneten wir die Flasche Passoa, die ich mit TuschTusch heimlich gekauft hatte. Leider stellte sich heraus, dass das Passoa zwar mir und TuschTusch schmeckte, aber Kathy nicht wirklich etwas damit anfangen konnte. Eine Flasche Rum wäre ihr lieber gewesen... Rum wäre eben unpraktisch gewesen, weil man auf jeden Fall immer genug zum dazutrinken braucht und es war schon so mühsam genug, unsere Einkäufe in der Hitze nach oben zu schleppen. Also wenn wir gewusst hätten, dass wir Rum kaufen sollen, hätten wir das natürlich auch gemacht, aber was soll's. Dann machten wir auf Kathys Wunsch hin noch eine kleine Wasserschlacht. Wir haben zwar nicht gerade eine tolle, wilde Party veranstaltet, aber es war noch ein netter Abend. Wir versuchten, möglichst viele Lieder über bestimmte Themen zu finden oder in denen bestimmte Wörter vorkommen. Meistens hörten wir bei 10 auf, aber das war je nach Thema unterschiedlich. Wie viel fällt euch denn über den Mond ein? Außerdem beschäftigten wir uns mit 5-Wort-Geschichten, die auch relativ unterhaltsam waren. Falls ihr Fragen zu 5-Wort-Geschichten habt, dann solltet ihr euch an die Elisabeth wenden. Die schreibt sehr gerne 5-Wort-Geschichten und kennt sich damit wunderbar aus. Ich hätte natürlich auch selbst erklären können, was das ist, aber darauf habe ich keine Lust. Wahrscheinlich hätte ich deutlich kürzer gebraucht, wenn ich es einfach gleich selbst erklärt hätte, aber das könnte ja jeder.
Den nächsten Tag verbrachten wir in der Hauptstadt. Dabei machten wir sehr viele Fotos -obwohl wir uns aus Versehen im uninteressanteren Teil der Stadt befanden- und bemühten uns, die griechische Wirtschaft anzukurbeln. Wir wollten irgendwo frühstücken also setzten wir uns einfach irgendwo hin und warteten ab, was passieren würde. Im Lokal unserer Wahl gab es nichts zu essen. Wir wurden nur gefragt, ob unser Getränk heiß oder kalt sein soll und ob wir Zucker dazu wollen oder nicht. Erst nachdem ich mit Zucker bestellt hatte, wurde mir klar, dass es sich wahrscheinlich um Kaffee handeln würde. TuschTusch realisierte das erst, als wir unsere Getränke erhielten. Als ich der Kellnerin 20 Cent zu viel gab, wollte sie mich sofort auf meinen Fehler aufmerksam machen. Ich erklärte ihr, dass es sich nicht um ein Irrtum handelte und sie war offensichtlich sehr überrascht. Ich habe noch nie gesehen, wie sich jemand über einen ähnlichen Geldbetrag so gefreut hat. Vermutlich ist in der Gegend Trinkgeld nicht üblich -obwohl im Reiseführer steht, dass man mindestens 50 Cent Trinkgeld geben sollte- aber wir waren überzeugt davon, durch diese edle Spende etwas Wesentliches bewirkt zu haben. Danach retteten wir noch eine Bäckerin vor ihrem Ruin und schließlich kauften wir noch Krimskrams und Souvenirs. Wahrscheinlich haben wir sogar 2 Bäckerinnen gerettet, weil sich die Kellnerin dank meinen 20 Cent wieder genug Geld hat, um mehr einzukaufen. Ich bin stolz auf mich. Mein Handy bezeichnete ich mittlerweile gedanklich als Zeitmessgerät. Das ist zwar viel länger als Handy, aber es beschreibt die einzige Funktion, die ich doch noch ab und zu genutzt habe. Oje, an dem Tag ist ja noch mehr passiert! Endlich hätte ich mal etwas zu erzählen! Aber ich bin müde und muss morgen früh aufstehen und dann bin ich eine Woche lang nicht da. Deshalb ist es wohl besser, wenn ich das so abschicke. Na gut, dann machen wir das so. Ich bin ja schließlich vernünftig.
with a lovely greet
L.Shihit
PS: Ich habe gerade die letzten Posts zum ersten Mal nochmal durchgelesen und möchte mich dafür entschuldigen, wie unfertig sie sind. Ich war gestresst... Tut mir wirklich leid, da waren teilweise noch halbe Sätze, die ich eigentlich löschen wollte und überall stehen unzusammenhängende Wörter, die ich eigentlich löschen hätte sollen...
29.6.2013
Hey!
An diesem Morgen wurde ich besonders sanft und liebevoll geweckt. Das erste, das ich wahrnahm, war folgendes:
http://www.youtube.com/watch?v=0L_iOnLNt9M
Benommen öffnete ich meine Augen und versuchte mein Handy zu finden. Ich legte einfach auf und bemerkte nur zufällig, dass auf dem Display "Julia ?" stand. Kurz danach hörte ich Kathys Klingelton, denn Juju wollte ihr zum Geburtstag gratulieren. Und so konnte ich durch einen Zufall das Rätsel lösen, das mich schon seit Wochen beschäftigt hatte. Ist ja auch hochkomplex, sich zu merken, dass Juju in Wirklichkeit auch Julia heißt und ich somit noch mehr Julias kenne und es doch möglich ist, dass ich eine Julia eingespeichert habe, die weder die eine Julia noch die andere Julia ist... Aber gut, wieder zurück zur Geschichte. Ich fühlte mich sehr geehrt davon, dass Juju mich vor Kathy angerufen hatte. Böse Zungen behaupten ja, dass sie eigentlich gar nicht mit mir sprechen wollte, aber ich bin überzeugt davon, dass es ihr wichtiger war, mich zu kontaktieren, als Kathy zu gratulieren. Dann verbrachten wir viel Zeit damit, alberne Fotos zu machen und zu chillen. Kathy hatte immerhin keine Probleme mehr damit, innerhalb unserer Unterkunft hin und her zu humpeln. Teilweise hatten wir auch alle unsere Bücher in der Hand, aber niemand beschäftigte sich wirklich ernsthaft damit. Zum Beispiel konnte ich dadurch einwerfen, dass man es wirklich zu etwas gebracht hat, wenn man die größte Ziegelbrennerei der ganzen Stadt hat. Dadurch kann man quasi ein Promi werden. Vielleicht war das auch nur damals so, als es Ägypten noch gab... Anscheinend hatte ich an dem Tag zu wenig Zeit für wirklich sinnvolle Notizen. Aber um alles zu verwerten, dass ich als wichtig genug erachtet habe, um notiert zu werden: Kathy am Arsch. Ohren. Muss ich das genauer erläutern? Bitte fangt nur an, den nächsten Satz zu lesen, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr genug Zeit haben werdet, ihn auch zu Ende zu lesen. Wir waren gemeinsam im Bett und haben uns dort über die Konsistenz unserer Ohren unterhalten. Hmm... Ich gebe zu, dass der Satz wird nicht unbedingt besser wird, wenn man ihn ganz liest. Lasst euch einfach nicht davon irritieren. Angeblich hat TuschTusch total komische feste Ohren, aber meiner Meinung nach fühlen sie sich genauso normal an wie die von mir und Kathy. Habt ihr denn schwammige oder feste Ohren?
Nachdem wir fertig damit waren, irgendetwas nicht näher definierbares zu machen, wandten wir uns doch noch unseren Büchern zu. Schon seit Tagen stand fest, dass wir uns abends etwas zu essen bestellen würden. Wir hatten allerdings alle die Taktik, nicht als erster vorzuschlagen, etwas zu bestellen, weil wir nicht anrufen wollten. Irgendwann äußerte ich schließlich doch, dass ich etwas zu essen haben möchte. Wisst ihr, was ich an dieser Geschichte hasse? Sie ist selbst dann übertrieben, wenn ich kein bisschen übertreibe. Dabei übertreibe ich so gerne... Aber ihr würdet sogar denken, dass ich einfach wieder übertrieben habe, wenn ich deutlich untertreiben würde. Zumindest brachte ich die anderen dazu, offen zu äußern, dass sie nicht anrufen wollen. Es ging auch irgendwie ums Prinzip. Niemand wollte der Idiot sein, der nachgibt. Ursprünglich hatte Kathy die Ausrede, dass sie nicht so gut Englisch kann wie ich. Ich hätte das ja gerne abgestritten, aber mein Maturazeugnis hätte mich unglaubwürdig gemacht. Also schlug ich vor, fertig ausformulierte Sätze auf unseren Bestellzettel zu schreiben. Natürlich wollte noch immer niemand anrufen. Kathys neue Ausrede war, dass sie ihr Buch vorher noch fertig lesen wollte. Sie versprach, danach wirklich anzurufen. Deshalb begann sie, so langsam wie sie konnte laut aus ihrem Buch vorzulesen. Ich versuchte, es ihr aus der Hand zu reißen und bot ihr auf sehr aufdringliche Art und Weise an, es vorzulesen, doch es war aussichtslos. Wir warteten also weiter darauf, bis jemand nachgab. Nach einer halben Stunde war dann doch ich diejenige, der es zu blöd wurde. Ich versuchte, von dem Festnetzanschluss im Zimmer aus anzurufen, doch es funktionierte nicht. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich vielleicht etwas falsch gemacht hatte. Kathy sagte mir, dass ich nach dem Wählvorgang einfach nur warten müsse und dass es dann funktionieren würde. Es funktionierte natürlich nicht. Also es machte einfach nie irgendwelche Geräusche. Wir überlegten, ob wir uns bei der Rezeption beschweren sollten, aber dann hätte es ja noch länger gedauert, bis wir endlich etwas zu essen bekommen hätten. Nach einer ausführlichen Beratungsphase beschlossen ich und TuschTusch, zu dem Restaurant zu gehen, bei dem wir bestellt hätten, um vor Ort etwas zu bestellen. Der Kellner fragte uns, ob es uns lieber war, das Essen zu unserem Zimmer geliefert zu bekommen oder ob wir lieber warten wollten, bis es fertig war. Obwohl er sich mit anderen Touristen fließend auf Deutsch unterhalten konnte, sprachen wir automatisch immer Englisch. Im Ausland rede ich meistens mit allen Menschen Englisch, die nicht mit mir dorthin gereist sind... Er bestand darauf, dass wir uns in der Wartezeit in Ruhe hinsetzen und schenkte uns eine Flasche Wasser, weil es wirklich sehr heiß war. Das Essen war übrigens sehr gut. Danach öffneten wir die Flasche Passoa, die ich mit TuschTusch heimlich gekauft hatte. Leider stellte sich heraus, dass das Passoa zwar mir und TuschTusch schmeckte, aber Kathy nicht wirklich etwas damit anfangen konnte. Eine Flasche Rum wäre ihr lieber gewesen... Rum wäre eben unpraktisch gewesen, weil man auf jeden Fall immer genug zum dazutrinken braucht und es war schon so mühsam genug, unsere Einkäufe in der Hitze nach oben zu schleppen. Also wenn wir gewusst hätten, dass wir Rum kaufen sollen, hätten wir das natürlich auch gemacht, aber was soll's. Dann machten wir auf Kathys Wunsch hin noch eine kleine Wasserschlacht. Wir haben zwar nicht gerade eine tolle, wilde Party veranstaltet, aber es war noch ein netter Abend. Wir versuchten, möglichst viele Lieder über bestimmte Themen zu finden oder in denen bestimmte Wörter vorkommen. Meistens hörten wir bei 10 auf, aber das war je nach Thema unterschiedlich. Wie viel fällt euch denn über den Mond ein? Außerdem beschäftigten wir uns mit 5-Wort-Geschichten, die auch relativ unterhaltsam waren. Falls ihr Fragen zu 5-Wort-Geschichten habt, dann solltet ihr euch an die Elisabeth wenden. Die schreibt sehr gerne 5-Wort-Geschichten und kennt sich damit wunderbar aus. Ich hätte natürlich auch selbst erklären können, was das ist, aber darauf habe ich keine Lust. Wahrscheinlich hätte ich deutlich kürzer gebraucht, wenn ich es einfach gleich selbst erklärt hätte, aber das könnte ja jeder.
Den nächsten Tag verbrachten wir in der Hauptstadt. Dabei machten wir sehr viele Fotos -obwohl wir uns aus Versehen im uninteressanteren Teil der Stadt befanden- und bemühten uns, die griechische Wirtschaft anzukurbeln. Wir wollten irgendwo frühstücken also setzten wir uns einfach irgendwo hin und warteten ab, was passieren würde. Im Lokal unserer Wahl gab es nichts zu essen. Wir wurden nur gefragt, ob unser Getränk heiß oder kalt sein soll und ob wir Zucker dazu wollen oder nicht. Erst nachdem ich mit Zucker bestellt hatte, wurde mir klar, dass es sich wahrscheinlich um Kaffee handeln würde. TuschTusch realisierte das erst, als wir unsere Getränke erhielten. Als ich der Kellnerin 20 Cent zu viel gab, wollte sie mich sofort auf meinen Fehler aufmerksam machen. Ich erklärte ihr, dass es sich nicht um ein Irrtum handelte und sie war offensichtlich sehr überrascht. Ich habe noch nie gesehen, wie sich jemand über einen ähnlichen Geldbetrag so gefreut hat. Vermutlich ist in der Gegend Trinkgeld nicht üblich -obwohl im Reiseführer steht, dass man mindestens 50 Cent Trinkgeld geben sollte- aber wir waren überzeugt davon, durch diese edle Spende etwas Wesentliches bewirkt zu haben. Danach retteten wir noch eine Bäckerin vor ihrem Ruin und schließlich kauften wir noch Krimskrams und Souvenirs. Wahrscheinlich haben wir sogar 2 Bäckerinnen gerettet, weil sich die Kellnerin dank meinen 20 Cent wieder genug Geld hat, um mehr einzukaufen. Ich bin stolz auf mich. Mein Handy bezeichnete ich mittlerweile gedanklich als Zeitmessgerät. Das ist zwar viel länger als Handy, aber es beschreibt die einzige Funktion, die ich doch noch ab und zu genutzt habe. Oje, an dem Tag ist ja noch mehr passiert! Endlich hätte ich mal etwas zu erzählen! Aber ich bin müde und muss morgen früh aufstehen und dann bin ich eine Woche lang nicht da. Deshalb ist es wohl besser, wenn ich das so abschicke. Na gut, dann machen wir das so. Ich bin ja schließlich vernünftig.
with a lovely greet
L.Shihit
PS: Ich habe gerade die letzten Posts zum ersten Mal nochmal durchgelesen und möchte mich dafür entschuldigen, wie unfertig sie sind. Ich war gestresst... Tut mir wirklich leid, da waren teilweise noch halbe Sätze, die ich eigentlich löschen wollte und überall stehen unzusammenhängende Wörter, die ich eigentlich löschen hätte sollen...
Die Reise - Als es Ägypten noch gab
Langsam ist es Zeit, etwas zu essen, aber ich weiß nicht so genau, was ich mir machen möchte. Diese Woche habe ich bis jetzt total coole Sachen gegessen. Gestern habe ich zum Beispiel getrocknete Tomaten mit Paprika und Feta im Backrohr zubereitet. Das ist zwar kein typisches Essen, aber es schmeckt total gut und ich hatte diese Sachen eben noch zu Hause, weil es vorgestern und vorvorgestern einen total leckeren Couscous-Salat gab. Also mit getrockneten Tomaten meine ich diese in Öl einglegten Tomaten, die finde ich allgemein lecker und alleine isst man eben auch eine Weile lang an einem Glas. Oh, ich habe euch ja noch gar nicht erzählt, dass ich momentan alleine wohne. Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich cool, alleine zu wohnen, weil man zum Beispiel jederzeit Videos drehen kann oder sich komisch verhalten kann ohne dass jemand es sieht. Meine Mitbewohnerin hätte mich sonst womöglich davon abgehalten, selbstgemachte Farbe an meiner Wand anzubringen. Trotzdem hoffe ich, dass sie bald wieder da ist, ich mag sie und würde gerne mal wieder mit ihr plaudern. Ich gehöre jedenfalls nicht zu den Menschen, die sich nach einer Weile einsam fühlen. Also irgendwann bestimmt, aber nicht, wenn ich eben eine Weile irgendwo alleine wohne. Beim Verfassen des folgenden Posts dachte ich übrigens an der Stelle
"Ist ja nicht so, als wäre ich schon fast fertig mit meinem Post...", dass ich gleich fertig bin und aufhöre zu schreiben.
27.6.2013
Hey!
Irgendwie hatte ich während der Woche total große Lust, alles auf meinem Blog festzuhalten und jetzt ist meine Motivation kaum noch vorhanden... Ich sollte jetzt wirklich was weiterbringen! Dann darf ich auch wieder weiterlesen oder weiterspielen! Fragt nicht was, das werde ich auch schon noch erzählen, wenn es an der Zeit ist. Eigentlich sollte ich ja zuerst ganz anderes erledigen, aber darauf habe ich erst recht keine Lust. Also gut, am zweiten Tag ging ich mit TuschTusch zum Strand. Da ich in den letzten 3 Jahren so gut wie keine Sonnencreme verwendet habe und trotzdem nie einen Sonnenbrand hatte, beschloss ich, dass das überhaupt nicht notwendig ist. Zur Sicherheit cremte ich mir doch Gesicht, Nacken und Rücken/Schultern ein. Der Sand war sehr heiß, was dazu führte, dass ich die letzten paar Schritte zum Wasser auf sehr elegante Art und Weise zurücklegte. Man könnte daraus einen vollkommen neuartigen, äußerst grazilen Tanz ableiten. Das Wasser hatte eine sehr angenehme Temperatur. Nach einer Weile hörte ich etwas. Es war ein verzweifeltes Wimmern. Auf dem Liegestuhl lag eines der drei Bücher, die ich für die Reise eingepackt hatte. Es war alleine der Hitze ausgesetzt und fühlte sich einsam. Natürlich eilte ich sofort zu ihm. Ich widmete ihm meine vollkommene Aufmerksamkeit, sodass es mir im Laufe des Nachmittags freiwillig seinen Inhalt übermittelte. Mein Kopf war im Schatten und meine Füße in der Sonne. So wie jeden Sommer, weil ich das gerne so mache. Nach einer Weile fühlten sich meine Beine so an, als würde ich sie rösten. Ich ignorierte das Gefühl, da ich -wie gesagt- mit dem Buch beschäftigt war. Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, führte mein Verhalten dazu, dass meine Beine bald vollkommen rot waren. Ich habe übrigens "Totenflut" von Bent Ohle gelesen. Das ist ein Thriller. War ganz nett, aber nichts besonderes. Habe auch nichts besonderes erwartet... Das klingt gerade viel zu negativ... Das Buch ist gut, aber ich würde es eben nicht extra weiterempfehlen. Ich verbinde mit bestimmten Arten von Büchern unterschliedliche Gefühle und man muss für das Buch eben in der Stimmung sein, einen Thriller zu lesen und darauf habe ich eben nicht besonders oft Lust.
Zurück zur eigentlichen Geschichte. Da ich bald nicht mehr aufstehen konnte, ohne Schmerzen zu haben, da meine Knie besonders mitgenommen waren, stellten wir fest, dass sich auch TuschTusch im Laufe der Woche eine Verletzung zuziehen würde. Sollte dies nicht von alleine geschehen, müssten wir sie wohl vom Balkon schmeißen oder ähnliches. Das Schicksal wollte es so. Kathy erzählte uns äußerst interessante Sachen, die ihr aufgefallen waren. Da sie sich meistens nur an einer einzigen Stelle aufhielt, berichtete sie uns von allen Objekten, die sie von dort aus sehen konnte. Zum Beispiel redete sie von Details, die ihr auf den Gemälden aufgefallen waren. Sie hatte sich mittlerweile mit einer Gelse angefreundet und sie "Freddie" genannt. Leider kann ich nicht alles hier festhalten, das sie entdeckt hat, obwohl es natürlich... sehr interessent war. Für das Abendessen schnitten wir Zucchini, Paprika, Käse, Tomaten und Melanzani klein und brieten alles gemeinsam in einer Pfanne. Wir hatten nur Salz zur Verfügung, um das Essen zu würzen, aber zumindest in dem Fall machte das nicht viel. Dazu gab es die restlichen Nudeln vom Vorabend und Brot. Ich glaube im Laufe der Woche gab es keine Mahlzeit, zu der wir kein Brot aßen (und nur wenige ohne Tsatsiki). Danach gab es noch Eis. In der Nachbarschaft hörten wir ein "Hohoho!", was uns zu der Schlussfolgerung führte, dass auch der Weihnachtsmann in Griechenland Urlaub machte. Kurz zwischendurch war ich auch bei Germany's Next Topmodel und Kathy interviewte mich, aber ich kann ja nicht alles detailliert aufschreiben, das passiert ist. An diesem Abend saßen wir sehr lange gemeinsam am Balkon und philosophierten über alles Mögliche. Zwischendurch schwärmten wir immer wieder von der Umgebung. Zum Beispiel betonten wir, wie schön das Meer ist und schließlich erwähnte ich auch die Schwalben lobend. Kathy erwiderte: "Das Meer... der Sonnenuntergang... Liebespaare am Strand... und dann auch noch die Schwalben! Die scheißen alles voll..."
Dann spielten wir "Pflicht, Wahl oder Wahrheit?", aber da wir alle nur "Wahrheit" wählten, spielten wir bald "Wahrheit oder Wahrheit?". Hierbei war es besonders wichtig, nicht sofort Fragen zu stellen, sondern davor "Wahrheit oder Wahrheit?" zu fragen und abzuwarten, wofür sich der andere entschied. Meistens war es Wahrheit, aber manchmal auch Wahrheit. Zwischendurch hätten wir gerne normale Gespräche geführt, aber wir einigten uns darauf, dass es besser war, das Spiel nicht zu unterbrechen. Also wenn jemand eine Frage, die gerade gestellt wurde, auch beantworten oder darüber reden wollte, mussten wir denjenigen darauf hinweisen, dass er warten soll, bis er etwas gefragt wird. Irgendwann lockerten wir diese Gesprächsregeln wieder auf, da es nicht sehr nett ist, immer wieder zu betonen, dass es niemanden interessiert wie jemand anderer die Frage beantworten würde. Wir haben noch stundenlang geredet und in der Nacht dann noch länger geschlafen.
Ursprünglich hatten wir den festen Vorsatz, am nächsten Morgen nach Korfu zu fahren. Also in die Hauptstadt. Allerdings war es schon relativ spät, als wir aufwachten, sodass es sich nicht mehr richtig gelohnt hätte. Dadurch versuchte ich hauptsächlich, mich um meinen Sonnenbrand zu kümmern und zu lesen. TuschTusch wollte auch nicht alleine zum Strand gehen und deshalb verbrachten wir die Zeit gemeinsam drinnen und beschäftigten uns mit unseren Büchern. Auf die Frage hin, in welcher Zeit Kathys Buch spielt, antwortete sie, dass sich die Handlung damals ereigne als es Ägypten noch gab. Wir verstanden natürlich, was sie damit ausdrücken wollte, aber "als es Ägypten noch gab" wurde zu einem Running Gag. Wow ich habe es endlich geschafft den Titel zu erklären! Ist ja nicht so, als wäre ich schon fast fertig mit meinem Post...
Ich habe in meinen Notizen meistens recht detailiert aufgeschrieben, was wir gegessen haben, also sollte ich das hier auch noch erwähnen (sonst hätte ich die Notizen ja umsonst gemacht!). Also es gab "morgens" Eierspeise/Rührei/wie-auch-immer-ihr-das-nennt und abends das restliche Gemüse vom Vorabend mit Speck und Zaziki. Für ein griechisches Abendessen verwendet man übrigens Speck aus Ungarn. Mittagessen hatten wir eigentlich nie, weil wir unser Frühstück meistens mittags verzehrten. So gesehen gab es vielleicht auch kein Frühstück... Aber wir nannten es Frühstück also war es Frühstück. Am Ende der Mahlzeit aßen wir alle noch relativ viel Weißbrot, was dazu führte, dass wir behaupteten, hier bei Wasser und Brot leben zu müssen. Als ich anfing, Brotkrümel zu essen, waren sich die anderen einig, dass ich wohl kurz vorm Verhungern bin. Allerdings esse ich gerne Brotkrümel und das mache ich unabhängig davon, ob ich satt bin oder nicht! Das glaubten sie mir natürlich nicht wirklich. Im Verlauf der restlichen Woche wurden alle entstehenden Brotkrümel als mein Futter bezeichnet und jeder, der Brotkrümel entsorgte, wurde deshalb ermahnt. Durch unsere aussichtslose Lage in Hinsicht auf die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, sprachen wir über Kanibalismus. Nachdem wir uns einig waren, wer im Notfall zuerst geschlachtet werden würde, schauten Kathy und TuschTusch Black Butler, während ich mich einem Buch zuwandte. Ich hätte ja anfangs auch mitgeschaut, aber ich kannte die Folgen bereits und langeweilte mich dadurch schnell. Ich weiß nicht mehr wann, aber im Laufe des Tages buchten wir auch einen geführten Tagesausflug und waren einkaufen. Viel wichtiger ist, dass ich auch mit noch einem Buch fertig wurde und dass es viel schwieriger ist, über dieses Buch zu sprechen. Also in der Form habe ich soetwas noch nicht gelesen... "Wunder und Legenden aus meinem Land im Krieg" von Richard Morgiève. Irgendwie habe ich ja den Verdacht, dass da sehr viel bei der Übersetzung verlorengegangen ist. Gerade in der ersten Hälfte kommen ungewohnt viele vulgäre Wörter vor und falls ihr euch durch soetwas iritieren lasst, solltet ihr das Buch auf keinen Fall lesen. Ich dachte mir beim Lesen, dass es bestimmt Bücher gibt, in denen es nur um Sex geht, in denen seltener "ficken" vorkommt. Ich würde aber deswegen nicht sagen, dass es ein primitives Buch ist oderso... Also ehrlich gesagt bin ich mir einfach nicht sicher, was ich davon halte. Die Satzzeichensetzung war mir zum Beispiel sehr unsympathisch, weil es zuerst so wirkte, als würde der Autor einfach keine Beistriche verwenden und dann hat er doch welche angebracht, aber nur in bestimmten Situationen. Also in Aufzählungen nicht, aber sonst eigentlich schon. Nur eben nicht immer. Einfach gruselig... Ich habe jetzt einfach irgendwo aufgeschlagen, um das anhand eines Beispiels zu zeigen: "Er liebt den Duft von Kaffee er denkt dass der Kaffee den er trinkt Menschenleben kostet, sein Genuss kostet Blut und außerdem hat er Blut ejakuliert."
Wahrscheinlich sollte ich erstmal festhalten, worum es geht. Also der Protagonist ist am Anfang noch ein Säugling und wird von Prostituierten und einem Zuhälter großgezogen. Das ganze spielt -wie der Titel vermuten lässt- im Krieg. Im Laufe der Geschichte merkt man, das alle, egal auf welcher Seite sie kämpfen und welcher Gruppierung sie sich zugehörig fühlen, mit den gleichen Prostituierten schlafen. Es geht eben auch darum wie es so ist, in schwierigen Situationen zu überleben und einfach um das Leben in der Zeit. Wenn der Protagonist endlich ein Alter erreicht, in dem er vernünftig herumlaufen kann, wird das Buch in etwa so wie das, was ich erwartet habe, als ich das Cover und den Titel gesehen habe. Es fällt mir schwer das zu beschreiben... So süß und verträumt, surreal. Natürlich trotzdem schreckliche Dinge, die um Krieg nunmal geschehen, aber betrachtet durch einen schützenden Schleier. Wisst ihr was ich meine? Nein? Damit kann ich leben. Es passiert auf jeden Fall meistens nichts nennenswertes; stattdessen werden eher Situationen auf möglichst authentische Art und Weise festgehalten. Teilweise kommen in dem Buch schon Sätze vor, die zum Nachdenken anregen und in denen viel drinnen steckt, aber andere Passagen fand ich einfach nur gewöhnungsbedürftig. Ich glaube das ist eine höhere Form von Kunst, für die ich kein ausreichendes Verständnis habe... Ihr solltet mal die erste Seite lesen, ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob das genial oder merkwürdig ist. Okay, ich tippe das jetzt mal den Anfang ab, weil das besser als jede mühsame Umschreibung ist.
"Es war das Jahr der Riesenratte sie machte sich daran den ganzen Tierkreis das ganze Universum zu verschlingen. Kaum im Kalender aufgetaucht war sie der Regen und der Sonnenschein. Sie war Kanonen Medaillen Särge lag überall im Hinterhalt. Sie würde uns alle drankriegen, mit Mengenrabatt, dass uns Hören und Sehen verging. Die Klügsten hatten das seit Urzeiten kapiert aber sie waren machtlos, die Riesenratte war ein Gott der sich wohl fühlte in seiner und keine Ewigkeit zu verkaufen hatte. Sie würde ihre Mutter fressen die alte Miss Europe. Und ihr Vater der Teufel war nicht etwa draufgegangen als er in seinen Schwefel ejakulierte, da kannst du dir sicher sein! Er konnte sich das Ende der Welt von seinem Freiplatz da oben anschauen. Ganz zum Schluss würden Ratte und Teufel eins sein und den Heiligen Geist brauchten sie nicht. Sie pissten ihm auf den Kopf mit ihren dicken Schwänzen. Sie würden auf die Ruinen pissen die Asche ficken und eine neue Rasse zeugen, die das Zepter übernahm. Hier nun die Eröffnungsszene: Hunderte Millionenen Elende in allen Sprachen Habenichtse wie Geldsäcke und dann der ganze Rest Kühe Hühner Äpfel Kreide Ufer Berge Tannen Begonien."
Im Laufe der Geschichte wird der Schreibstil entweder immer normaler oder ich habe mich am Ende zumindest schon daran gewöhnt. Keine Ahnung. Ich finde es auf jeden Fall schön, nicht für die fehlenden Beistriche im zitierten Textpassagen verantwortlich zu sein. Wahrscheinlich bin ich nicht dazu geeignet, Reviews über Bücher zu schreiben. Wenn euch Werke rund um den Krieg herum interessieren, würde ich eher Wolfgang Borchert empfehlen, weil ich seine Kurzgeschichten authentischer finde und ich das Gefühl habe, dass sie nicht so spezielle Einzelschicksale behandeln. Außerdem finde ich persönlich den Schreibstil ansprechender, aber das ist natürlich Geschmackssache. Also bei "Wunder und Legenden aus meinem Land im Krieg" unterscheide ich gedanklich immer ganz klar zwischen der ersten und der zweiten Hälfte, wobei ich mir auch nicht sicher bin, welche davon besser ist. Okay, langsam sollte ich zu einem Fazit kommen. Also... Eine nette Abwechslung, irgendwie interessant, stellenweise langweilig und wahrscheinlich einfach nicht ganz mein Fall. Ich muss jetzt los. Immer dieser Stress... Ich hätte in den letzten Tagen gar nicht lesen und spielen sollen, dann wäre sich alles ausgegangen, aber so wird es wohl knapp werden. Mit diesem Post bin ich zwar noch unzufrieden, aber ich schicke ihn jetzt ab, sonst wird das ja nie was.
with a lovely greet
L.Shihit
27.6.2013
Hey!
Irgendwie hatte ich während der Woche total große Lust, alles auf meinem Blog festzuhalten und jetzt ist meine Motivation kaum noch vorhanden... Ich sollte jetzt wirklich was weiterbringen! Dann darf ich auch wieder weiterlesen oder weiterspielen! Fragt nicht was, das werde ich auch schon noch erzählen, wenn es an der Zeit ist. Eigentlich sollte ich ja zuerst ganz anderes erledigen, aber darauf habe ich erst recht keine Lust. Also gut, am zweiten Tag ging ich mit TuschTusch zum Strand. Da ich in den letzten 3 Jahren so gut wie keine Sonnencreme verwendet habe und trotzdem nie einen Sonnenbrand hatte, beschloss ich, dass das überhaupt nicht notwendig ist. Zur Sicherheit cremte ich mir doch Gesicht, Nacken und Rücken/Schultern ein. Der Sand war sehr heiß, was dazu führte, dass ich die letzten paar Schritte zum Wasser auf sehr elegante Art und Weise zurücklegte. Man könnte daraus einen vollkommen neuartigen, äußerst grazilen Tanz ableiten. Das Wasser hatte eine sehr angenehme Temperatur. Nach einer Weile hörte ich etwas. Es war ein verzweifeltes Wimmern. Auf dem Liegestuhl lag eines der drei Bücher, die ich für die Reise eingepackt hatte. Es war alleine der Hitze ausgesetzt und fühlte sich einsam. Natürlich eilte ich sofort zu ihm. Ich widmete ihm meine vollkommene Aufmerksamkeit, sodass es mir im Laufe des Nachmittags freiwillig seinen Inhalt übermittelte. Mein Kopf war im Schatten und meine Füße in der Sonne. So wie jeden Sommer, weil ich das gerne so mache. Nach einer Weile fühlten sich meine Beine so an, als würde ich sie rösten. Ich ignorierte das Gefühl, da ich -wie gesagt- mit dem Buch beschäftigt war. Wie ihr euch wahrscheinlich schon denken könnt, führte mein Verhalten dazu, dass meine Beine bald vollkommen rot waren. Ich habe übrigens "Totenflut" von Bent Ohle gelesen. Das ist ein Thriller. War ganz nett, aber nichts besonderes. Habe auch nichts besonderes erwartet... Das klingt gerade viel zu negativ... Das Buch ist gut, aber ich würde es eben nicht extra weiterempfehlen. Ich verbinde mit bestimmten Arten von Büchern unterschliedliche Gefühle und man muss für das Buch eben in der Stimmung sein, einen Thriller zu lesen und darauf habe ich eben nicht besonders oft Lust.
Zurück zur eigentlichen Geschichte. Da ich bald nicht mehr aufstehen konnte, ohne Schmerzen zu haben, da meine Knie besonders mitgenommen waren, stellten wir fest, dass sich auch TuschTusch im Laufe der Woche eine Verletzung zuziehen würde. Sollte dies nicht von alleine geschehen, müssten wir sie wohl vom Balkon schmeißen oder ähnliches. Das Schicksal wollte es so. Kathy erzählte uns äußerst interessante Sachen, die ihr aufgefallen waren. Da sie sich meistens nur an einer einzigen Stelle aufhielt, berichtete sie uns von allen Objekten, die sie von dort aus sehen konnte. Zum Beispiel redete sie von Details, die ihr auf den Gemälden aufgefallen waren. Sie hatte sich mittlerweile mit einer Gelse angefreundet und sie "Freddie" genannt. Leider kann ich nicht alles hier festhalten, das sie entdeckt hat, obwohl es natürlich... sehr interessent war. Für das Abendessen schnitten wir Zucchini, Paprika, Käse, Tomaten und Melanzani klein und brieten alles gemeinsam in einer Pfanne. Wir hatten nur Salz zur Verfügung, um das Essen zu würzen, aber zumindest in dem Fall machte das nicht viel. Dazu gab es die restlichen Nudeln vom Vorabend und Brot. Ich glaube im Laufe der Woche gab es keine Mahlzeit, zu der wir kein Brot aßen (und nur wenige ohne Tsatsiki). Danach gab es noch Eis. In der Nachbarschaft hörten wir ein "Hohoho!", was uns zu der Schlussfolgerung führte, dass auch der Weihnachtsmann in Griechenland Urlaub machte. Kurz zwischendurch war ich auch bei Germany's Next Topmodel und Kathy interviewte mich, aber ich kann ja nicht alles detailliert aufschreiben, das passiert ist. An diesem Abend saßen wir sehr lange gemeinsam am Balkon und philosophierten über alles Mögliche. Zwischendurch schwärmten wir immer wieder von der Umgebung. Zum Beispiel betonten wir, wie schön das Meer ist und schließlich erwähnte ich auch die Schwalben lobend. Kathy erwiderte: "Das Meer... der Sonnenuntergang... Liebespaare am Strand... und dann auch noch die Schwalben! Die scheißen alles voll..."
Dann spielten wir "Pflicht, Wahl oder Wahrheit?", aber da wir alle nur "Wahrheit" wählten, spielten wir bald "Wahrheit oder Wahrheit?". Hierbei war es besonders wichtig, nicht sofort Fragen zu stellen, sondern davor "Wahrheit oder Wahrheit?" zu fragen und abzuwarten, wofür sich der andere entschied. Meistens war es Wahrheit, aber manchmal auch Wahrheit. Zwischendurch hätten wir gerne normale Gespräche geführt, aber wir einigten uns darauf, dass es besser war, das Spiel nicht zu unterbrechen. Also wenn jemand eine Frage, die gerade gestellt wurde, auch beantworten oder darüber reden wollte, mussten wir denjenigen darauf hinweisen, dass er warten soll, bis er etwas gefragt wird. Irgendwann lockerten wir diese Gesprächsregeln wieder auf, da es nicht sehr nett ist, immer wieder zu betonen, dass es niemanden interessiert wie jemand anderer die Frage beantworten würde. Wir haben noch stundenlang geredet und in der Nacht dann noch länger geschlafen.
Ursprünglich hatten wir den festen Vorsatz, am nächsten Morgen nach Korfu zu fahren. Also in die Hauptstadt. Allerdings war es schon relativ spät, als wir aufwachten, sodass es sich nicht mehr richtig gelohnt hätte. Dadurch versuchte ich hauptsächlich, mich um meinen Sonnenbrand zu kümmern und zu lesen. TuschTusch wollte auch nicht alleine zum Strand gehen und deshalb verbrachten wir die Zeit gemeinsam drinnen und beschäftigten uns mit unseren Büchern. Auf die Frage hin, in welcher Zeit Kathys Buch spielt, antwortete sie, dass sich die Handlung damals ereigne als es Ägypten noch gab. Wir verstanden natürlich, was sie damit ausdrücken wollte, aber "als es Ägypten noch gab" wurde zu einem Running Gag. Wow ich habe es endlich geschafft den Titel zu erklären! Ist ja nicht so, als wäre ich schon fast fertig mit meinem Post...
Ich habe in meinen Notizen meistens recht detailiert aufgeschrieben, was wir gegessen haben, also sollte ich das hier auch noch erwähnen (sonst hätte ich die Notizen ja umsonst gemacht!). Also es gab "morgens" Eierspeise/Rührei/wie-auch-immer-ihr-das-nennt und abends das restliche Gemüse vom Vorabend mit Speck und Zaziki. Für ein griechisches Abendessen verwendet man übrigens Speck aus Ungarn. Mittagessen hatten wir eigentlich nie, weil wir unser Frühstück meistens mittags verzehrten. So gesehen gab es vielleicht auch kein Frühstück... Aber wir nannten es Frühstück also war es Frühstück. Am Ende der Mahlzeit aßen wir alle noch relativ viel Weißbrot, was dazu führte, dass wir behaupteten, hier bei Wasser und Brot leben zu müssen. Als ich anfing, Brotkrümel zu essen, waren sich die anderen einig, dass ich wohl kurz vorm Verhungern bin. Allerdings esse ich gerne Brotkrümel und das mache ich unabhängig davon, ob ich satt bin oder nicht! Das glaubten sie mir natürlich nicht wirklich. Im Verlauf der restlichen Woche wurden alle entstehenden Brotkrümel als mein Futter bezeichnet und jeder, der Brotkrümel entsorgte, wurde deshalb ermahnt. Durch unsere aussichtslose Lage in Hinsicht auf die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, sprachen wir über Kanibalismus. Nachdem wir uns einig waren, wer im Notfall zuerst geschlachtet werden würde, schauten Kathy und TuschTusch Black Butler, während ich mich einem Buch zuwandte. Ich hätte ja anfangs auch mitgeschaut, aber ich kannte die Folgen bereits und langeweilte mich dadurch schnell. Ich weiß nicht mehr wann, aber im Laufe des Tages buchten wir auch einen geführten Tagesausflug und waren einkaufen. Viel wichtiger ist, dass ich auch mit noch einem Buch fertig wurde und dass es viel schwieriger ist, über dieses Buch zu sprechen. Also in der Form habe ich soetwas noch nicht gelesen... "Wunder und Legenden aus meinem Land im Krieg" von Richard Morgiève. Irgendwie habe ich ja den Verdacht, dass da sehr viel bei der Übersetzung verlorengegangen ist. Gerade in der ersten Hälfte kommen ungewohnt viele vulgäre Wörter vor und falls ihr euch durch soetwas iritieren lasst, solltet ihr das Buch auf keinen Fall lesen. Ich dachte mir beim Lesen, dass es bestimmt Bücher gibt, in denen es nur um Sex geht, in denen seltener "ficken" vorkommt. Ich würde aber deswegen nicht sagen, dass es ein primitives Buch ist oderso... Also ehrlich gesagt bin ich mir einfach nicht sicher, was ich davon halte. Die Satzzeichensetzung war mir zum Beispiel sehr unsympathisch, weil es zuerst so wirkte, als würde der Autor einfach keine Beistriche verwenden und dann hat er doch welche angebracht, aber nur in bestimmten Situationen. Also in Aufzählungen nicht, aber sonst eigentlich schon. Nur eben nicht immer. Einfach gruselig... Ich habe jetzt einfach irgendwo aufgeschlagen, um das anhand eines Beispiels zu zeigen: "Er liebt den Duft von Kaffee er denkt dass der Kaffee den er trinkt Menschenleben kostet, sein Genuss kostet Blut und außerdem hat er Blut ejakuliert."
Wahrscheinlich sollte ich erstmal festhalten, worum es geht. Also der Protagonist ist am Anfang noch ein Säugling und wird von Prostituierten und einem Zuhälter großgezogen. Das ganze spielt -wie der Titel vermuten lässt- im Krieg. Im Laufe der Geschichte merkt man, das alle, egal auf welcher Seite sie kämpfen und welcher Gruppierung sie sich zugehörig fühlen, mit den gleichen Prostituierten schlafen. Es geht eben auch darum wie es so ist, in schwierigen Situationen zu überleben und einfach um das Leben in der Zeit. Wenn der Protagonist endlich ein Alter erreicht, in dem er vernünftig herumlaufen kann, wird das Buch in etwa so wie das, was ich erwartet habe, als ich das Cover und den Titel gesehen habe. Es fällt mir schwer das zu beschreiben... So süß und verträumt, surreal. Natürlich trotzdem schreckliche Dinge, die um Krieg nunmal geschehen, aber betrachtet durch einen schützenden Schleier. Wisst ihr was ich meine? Nein? Damit kann ich leben. Es passiert auf jeden Fall meistens nichts nennenswertes; stattdessen werden eher Situationen auf möglichst authentische Art und Weise festgehalten. Teilweise kommen in dem Buch schon Sätze vor, die zum Nachdenken anregen und in denen viel drinnen steckt, aber andere Passagen fand ich einfach nur gewöhnungsbedürftig. Ich glaube das ist eine höhere Form von Kunst, für die ich kein ausreichendes Verständnis habe... Ihr solltet mal die erste Seite lesen, ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob das genial oder merkwürdig ist. Okay, ich tippe das jetzt mal den Anfang ab, weil das besser als jede mühsame Umschreibung ist.
"Es war das Jahr der Riesenratte sie machte sich daran den ganzen Tierkreis das ganze Universum zu verschlingen. Kaum im Kalender aufgetaucht war sie der Regen und der Sonnenschein. Sie war Kanonen Medaillen Särge lag überall im Hinterhalt. Sie würde uns alle drankriegen, mit Mengenrabatt, dass uns Hören und Sehen verging. Die Klügsten hatten das seit Urzeiten kapiert aber sie waren machtlos, die Riesenratte war ein Gott der sich wohl fühlte in seiner und keine Ewigkeit zu verkaufen hatte. Sie würde ihre Mutter fressen die alte Miss Europe. Und ihr Vater der Teufel war nicht etwa draufgegangen als er in seinen Schwefel ejakulierte, da kannst du dir sicher sein! Er konnte sich das Ende der Welt von seinem Freiplatz da oben anschauen. Ganz zum Schluss würden Ratte und Teufel eins sein und den Heiligen Geist brauchten sie nicht. Sie pissten ihm auf den Kopf mit ihren dicken Schwänzen. Sie würden auf die Ruinen pissen die Asche ficken und eine neue Rasse zeugen, die das Zepter übernahm. Hier nun die Eröffnungsszene: Hunderte Millionenen Elende in allen Sprachen Habenichtse wie Geldsäcke und dann der ganze Rest Kühe Hühner Äpfel Kreide Ufer Berge Tannen Begonien."
Im Laufe der Geschichte wird der Schreibstil entweder immer normaler oder ich habe mich am Ende zumindest schon daran gewöhnt. Keine Ahnung. Ich finde es auf jeden Fall schön, nicht für die fehlenden Beistriche im zitierten Textpassagen verantwortlich zu sein. Wahrscheinlich bin ich nicht dazu geeignet, Reviews über Bücher zu schreiben. Wenn euch Werke rund um den Krieg herum interessieren, würde ich eher Wolfgang Borchert empfehlen, weil ich seine Kurzgeschichten authentischer finde und ich das Gefühl habe, dass sie nicht so spezielle Einzelschicksale behandeln. Außerdem finde ich persönlich den Schreibstil ansprechender, aber das ist natürlich Geschmackssache. Also bei "Wunder und Legenden aus meinem Land im Krieg" unterscheide ich gedanklich immer ganz klar zwischen der ersten und der zweiten Hälfte, wobei ich mir auch nicht sicher bin, welche davon besser ist. Okay, langsam sollte ich zu einem Fazit kommen. Also... Eine nette Abwechslung, irgendwie interessant, stellenweise langweilig und wahrscheinlich einfach nicht ganz mein Fall. Ich muss jetzt los. Immer dieser Stress... Ich hätte in den letzten Tagen gar nicht lesen und spielen sollen, dann wäre sich alles ausgegangen, aber so wird es wohl knapp werden. Mit diesem Post bin ich zwar noch unzufrieden, aber ich schicke ihn jetzt ab, sonst wird das ja nie was.
with a lovely greet
L.Shihit
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