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Dienstag, 17. November 2015

Unsortiertes Zeug... (Ende der Astrophysikwoche)

Hey!
Langsam muss ich mir wirklich angewöhnen, täglich etwas zu posten, mir bleibt nämlich nicht mehr viel Zeit... Wahrscheinlich kommen dann in den letzten paar Tagen, die am Schluss noch übrig sind jeden Tag 5 alte Blogposts... An dieser Stelle muss ich jetzt mal erwähnen, dass Elina inzwischen einen bekannten Beauty und Lifestyle Blog führt. Ja, der Blog ist wirklich sogar noch bekannter als meiner, sie bekommt sogar Produkte von Firmen zum Testen geschickt. Eigentlich habe ich sie nach der Astrophysikwoche nie wieder gesehen, aber da wir uns auf Facebook geadded hatten, habe ich die Sache mit dem Blog mitbekommen. Falls es euch interessiert:
http://missblueeyesblog.blogspot.co.at

27.2.2012

Ich schreib' jetzt einfach mal drauf los. Findet ihr es auch faszinierend, wenn jemand euch etwas erklärt und dabei zeichnet und danach fällt jemandem auf, dass das Endergebniss aussieht wie Saurons Auge? Meiner Meinung nach sollte man solche Zeichnungen einrahmen und im Museum aufhängen. Wenn das keine moderne Kunst ist, dann weiß ich's auch nicht...
Die Kunstwerke, die im Laufe der Woche entstanden sind, wurden sorgfältig aufbewahrt. Soweit ich gehört habe, wurden sie mittlerweile von einem speziellen Service abgeholt, der sie zusammen mit anderen Kunstwerken an einen besseren Ort gebracht hat. Mit anderen Worten: Wir haben sie weggeschmissen. Eiskalt. Ich habe deswegen noch immer ein schlechtes Gewissen und kann oft nachts nicht einschlafen (es könnte auch unter Umständen an anderen Faktoren liegen, wenn ich nachts nicht einschlafen kann, aber das halte ich für unwahrscheinlich).
Am Freitag waren wirklich alle gestresst. Wir wussten garnicht, was wir als erstes erledigen sollten. Wir hatten soooo viel zu tun...
Als wir also alle Tetris spielten und uns mit Facebook beschäftigten, kam irgendjemand rein und sagte, dass wir alle stinken würden. Ich glaube die genaue Formulierung war "Ich muss dann nochmal raus, die Luft hier drinnen ist so schlecht". Auf jeden Fall war klar, dass es an der Zeit war, mal wieder zu lüften. Die Sonne spiegelte sich in manchen Laptopbildschirmen und schränkte die Sicht stark ein. Viele von uns verzweifelten beinahe oder unterbrachen ihre Tätigkeit, da sie überfordert waren mit der Situation. Doch dann kam ein paar Leuten eine glorreiche Idee: Sie spielten weiter Tetris und verließen sich dabei voll und ganz auf ihren Jagdinstinkt. Dies funktionierte relativ gut, da die Fenster schon bald wieder geschlossen wurden und die Vorhänge zugezogen wurden, damit es nicht mehr spiegelte.
Eine weitere schwierige Mission, die wir Freitag Vormittag auf uns nahmen, war es herauszufinden wie Elina auf tumblr heißt. Ich war nicht ganz aktiv an der Suche nach dem Account beteiligt, aber die Jungs waren ziemlich beschäftigt damit. Alle 5 Minuten riefen sie den Namen eines möglichen Accounts, doch so sehr sie sich auch anstrengten, sie fanden ihn nicht. Nach einer Weile hatten sie Elinas Twitter Account und einen ehemaligen tumblr Account, den sie nicht mehr verwendet. Dennoch gaben sie nicht auf und suchten voller Motivation immer weiter. Ich glaube irgendwann nach einer Ewigkeit hat Elina doch noch verraten wie sie auf Tumblr heißt, aber ich bin mir nicht sicher.
Zuerst wollte Hannah ohne Jacke zum Mittagessen gehen. Es war ziemlich windig, aber sie meinte, dass sie keine Jacke brauchen würde. Nach kurzer Zeit wurde ihr kalt, aber sie schien noch immer überzeugt zu sein, dass dies nichts ausmachte. Sie sagte: "Es geht schon, mir ist nicht kalt" und dabei sah sie so aus als würde sie gleich erfrieren. Es überraschte mich, wie schnell die Temperaturen negative Auswirkungen auf ihr Gehirn hatten. Sie begann wirres, zusammenhangloses Zeug zu reden. Sie meinte, ohne Jacke herumzulaufen würde sie viel frischer machen. Aber damit nicht genug... Schließlich verlautbarte sie, der kalte Wind konserviere sie regelrecht und erhalte somit ihre Jugend. Ich konnte sie dann doch noch davon überzeugen, ihre Jacke anzuziehen und dann war sie wieder normal.
Nach dem Mittagessen hatten wir wie immer eine Pause... Mit dem Unterschied, dass wir diesmal nicht auf unsere Zimmer gehen konnten. Deshalb unternahmen wir gemeinsam etwas. Anfangs machten wir ein paar Fotos auf denen wir Sternbilder nachstellten. Dann sprach die Prinzessin zu uns (seit ein paar Tagen nannten wir Michelle Prinzessin): "Folgt mir, meine Untertanen! Kommt mit!" und begann auf ein paar Felsen herumzuklettern. Das Volk folgte ihr. Als wir alle gemeinsam auf einem Fleck herumstanden und eine recht gute Aussicht hatten, überlegten wir, ob es etwas episches gab, das wir rufen konnten. Wir entschieden uns schließlich dafür, einfach hallo zu den weißen Pferden zu sagen und ihnen zu winken. Zuerst dachte ich, dass wir das einfach so taten, aber da waren tatsächlich weiße Pferde. Es sind nunmal nicht alle Menschen so verrückt wie ich...
Wir folgten noch eine Zeit lang der Prinzessin, doch egal was sie sagte, es reagierte niemand so richtig darauf. Wir waren nicht direkt ungehorsam, aber wir sprachen nicht mit ihr und gaben ihr keine Antworten auf Fragen. Nachdem sie uns noch einige nette Plätze gezeigt hatte und die meisten beschlossen, wieder nach drinnen zu gehen, fragte sie zum Beispiel, ob jemand Lust darauf hätte, noch einmal nach draußen zu gehen. Obwohl wir sie zuerst ignorierten, gingen ich und Hannah nochmal mit ihr nach draußen, um wiedermal die Gegend zu erkunden. Da es in Drosendorf außer dem Schloss nicht viel zu sehen gibt, waren wir bald wieder zurück.
Dann war es schon an der Zeit für die Abschluss-präsentationen. Ich kann nicht auf alles eingehen, das passiert ist, aber ein bisschen was möchte ich schon erzählen. Dazu brauche ich jetzt aber erstmal eine Rückblende auf das Frühstück.
*Rückblende*
Beim Frühstück war David nicht da. Wie immer. Die ganze Woche über war er kein einziges Mal beim Frühstück. Ich weiß nicht genau wie lange die Jungs am Donnerstag Abend wach waren, aber Matthias und Sebi erzählten, dass David vermutlich absolut fertig sein würde. Niemand konnte sich vorstellen, dass er heute Nachmittag auch nur annähernd fit sein könnte. Nach einer Weile kamen sie zu dem Schluss, dass es vermutlich die beste Idee wäre, ihm während der Präsentation eine Sonnenbrille aufzusetzen, damit es nicht so auffällt, wenn er einschläft. Bis spätestens 9 Uhr mussten wir die Zimmer räumen und um 8.55 wachte David auf (den Koffer hatte er natürlich noch nicht gepackt).
*Ende der Rückblende*
Ich war am Nachmittag wirklich überrascht, denn David sah ziemlich wach aus (ohne Sonnenbrille!). Die Präsentation der Funky Wizards begann ganz normal und wirkte sogar ziemlich professionell. David hatte -wie die anderen aus seiner Gruppe- ein paar Zettel in der Hand und wirkte beinahe fit. Als er aber dann irgendwann anfing zu sprechen... ähm... sagen wir mal es war ziemlich amüsant. Andauernd brachte er alle Anwesenden zum lachen und im Laufe der Zeit merkte er, dass alles, was er sagte, bereits in der Präsentation vorgekommen war. Und dann stellte er fest, dass in der Powerpointpräsentation eigentlich nur noch aus einer weiteren Folie bestand und dass er wirklich gerade nur wiederholte was die anderen bereits gesagt hatten. Also verkündete er nach kurzer Zeit, dass sie eigentlich schon fertig wären.
Hmmm... Was ist mir noch besonders aufgefallen bei den Präsentationen? Die meisten haben es übertrieben und einen Tick zu lange gebraucht... Aber das Glossar war zum Beispiel cool. Das wurde ganz kurz und informativ präsentiert. Michelle und Elina machten etwas über die Fehler in Science Fiction Filmen und das war auch toll. Nunja, ich kann wirklich nicht auf jede einzelne Präsentation eingehen...
Ich und Hannah hatten uns vorher keinerlei Gedanken darüber gemacht, was wir bei unserer Präsentation sagen wollten. Wir hatten beschlossen, dass es ausreichte, sich mit dem Thema auszukennen. Schließlich schlug Hannah 5 Minuten vor der Präsentation vor, dass wir abwechseld über die Folien reden könnten (wie die meisten anderen Gruppen). Als wir vorne standen, stritten wir uns nochmal kurz darüber, wer von uns beiden die Einführung machen sollte. Nach einer kurzen Debatte begann ich einfach laut zu sprechen und machte somit den Anfang. Ursprünglich wollte ich Hannah die Einführung machen lassen, doch dann fiel mir eine Folie ein, die ich unbedingt machen wollte. Vermutlich habe ich Hannah ziemlich verwirrt, da ich von einer Sekunde auf die andere unbegründet meine Meinung geändert habe, aber Menschen aus meinem Umfeld müssen mit so etwas rechnen. Ich bin oft so ^^
Kurz vorm Ende der Präsentation stand ich dann vorm Hertzsprung-Russel-Diagramm und ich wusste beim besten Willen nicht mehr, was wir darüber sagen wollten. Das einzige, das mir einfiel, war, dass wir den Merkspruch für die Reihenfolge der Buchstaben, die die Spektraltypen angeben, NICHT sagen wollten. Vermutlich habt ihr jetzt keine Ahnung wovon ich rede, aber alles, dass ihr momentan dazu wissen müsst ist folgendes:
Offenbar benutzen Astronomen furchtbar gerne komische Merksprüche.
Das einzige, das wir im Vorhinein beschlossen hatten, war, dass wir eben diesen Satz nicht verwenden würden. Es gab ja schließlich genug anderes zum Hertzprung-Russel-Diagramm zu sagen. Gut, dann fiel mir so dieses und jenes ein, aber ich verdrehte die Sachen teilweise und Hannah musste mir ein bisschen helfen. Irgendwie schaffte ich das dann auch noch. Meine Eltern meinten ihnen sei nicht aufgefallen, dass wir unorganisierter gewesen wären als die anderen. Finde ich faszinierend :roll:

Sonntag, 1. November 2015

Die Prinzessin und der Kochlehrling

Hey!
Das ist mit Abstand der bunteste Post, den ich jemals verfasst habe und vermutlich auch der bunteste, den ich jemals verfassen werde. Also ich weiß es natürlich noch nicht, ich habe schließlich keine Vorurteile gegenüber farbigen Blogposts. Ich halte es nur für unwahrscheinlich, dass ich in nächster Zeit mal für einen Blogpost so viele Schriftfarben verwenden werde. Ich weiß übrigens nicht mehr, wie die folgende Geschichte Verlaufen ist und bin sehr gespannt. Gut, ich bin immer noch der Meinung, dass die Warnung am Anfang angebracht ist. Sollte das einmal nicht mehr der Fall sein, bedeutet das wohl, dass meine Gedanken inzwischen völlig verdorben sind.

23.2.2012 

Achtung! Folgender Text ist sehr absurd und verstörend. Für Schäden, die durch das Lesen dieser Geschichte ausgelöst werden, wird nicht gehaftet!


Auch wenn dies unmöglich erscheint: Es gibt viele noch absurdere Ideen, die wir hatten und nicht in die Geschichte eingebaut haben. Während die Geschichte geschrieben wurde gab es hitzige Diskussionen und diverse Insider, sodass manchmal einfach ein Satz eingebaut wurde, der zwar zu dem passt, über das geredet wurde, aber nicht zur Geschichte. Ich habe die verschiedenen Autoren jeweils mit anderer Schriftfarbe dargestellt. Ihr werdet zwischendurch glauben, dass mir ein paar Fehler unterlaufen wären, weil ein und die selbe Person sich widerspricht. Das ist kein Fehler, die Leute widersprechen sich wirklich selbst.

Es war einmal vor langer Zeit in Drosendorf eine Prinzessin von wunderschöner Gestalt und Anmut. Von außen führte sie ein glückliches Leben, aber in Wirklichkeit war sie traumatisiert von der Gewalttätigkeit ihres Vaters. Ihr einziger Trost war die Mutter und die stirbt dann eines qualvollen Todes. Der Judenkönig erstach sie. Deshalb war die Prinzessin Antisemitistin. Da ihr immer so langweilig war, erfand sie ständig neue Wörter bis sie keiner mehr verstand. Eines Tages spielte sie im Garten und brach Blumen, die sie kurzerhand dem vorbeieilenden Kochlehrling schenkte, der ihr Cola brachte. Doch die Cola war keine Cola-Cola sondern sein Spitzname für seinen Penis. Doch auch seine Cola spritzte als er sie ihr gab. Aber noch war es nicht so weit. Sie fing an zu weinen und rannte weg, weit weg. Plötzlich brach sie zusammen.Sie wachte auf, weil ihre Handgelenke unerträglich schmerzten, Blut tropfte von diesen auf den kalten Steinboden unter ihren Füßen. Zu viele Autoren verderben die Geschichte. Deshalb kam eine Ente vorbei und die Prinzessin verliebte sich in den Kochlehrling. Allerdings sperrte ihr Vater sie grundlos in den Turm. Das war ein Problem. Sie wollte einen Tunnel graben, da sie dumm war und nicht wusste, dass dies nicht funktionieren würde. Doch dann kam der Zauberlehrling, der ihr ein Wurmloch grub durch das sie sich so was ähnliches wie beamte und für Liebesdienste vertuschte er das ungleiche Verhältnis. Dann kam die Böse Stiefmutter und verbrannte alle Bilder der Prinzessin wegen der Schande, aber als sie erwachsen war heiratete sie den Kochjungen, der in Wirklichkeit ihr Bruder war.

Samstag, 31. Oktober 2015

große Missionen

Hey!
In letzter Zeit habe ich absolut keine Lust, Protokolle zu schreiben. Ich muss allerdings einige Protokolle schreiben und das ist ziemlich mühsam. Wenn es nur kurze Protokolle wären, dann hätte ich ja kein Problem damit, aber es ist eher so, dass wir gefühlt im Labor gar nichts machen und dann 10 Seiten lange Protokolle schreiben müssen. Darauf habe ich absolut keine Lust. Ich fände es irgendwie besser, wenn mein Studium mehr so aufgebaut wäre, wie die (Hoch-)Begabtenwoche in Drosendorf. Also wenn ich mich wirklich den ganzen Tag mit Chemie beschäftigen würde, aber dabei eben auch genauer über die Themen recherchieren könnte, die mich stärker interessieren und wenn ich keine Veranstaltungen besuchen müsste, die mir vollkommen unnötig vorkommen. Also ich denke, dass ich mehr lernen könnte, wenn ich nicht immer so auf Prüfungen fixiert wäre und absolut überflüssige Protokolle schreiben müsste. Okay, ich höre schon auf mich zu beschweren, mein Studium ist eh halbwegs sinnvoll aufgebaut. Ich bin nur mit dem Praktikum unzufrieden, das ich derzeit absolviere, weil man wie gesagt kaum praktisch arbeitet und danach teilweise sehr lange Protokolle schreiben muss. Der folgende Post ist jedenfalls meiner bescheidenen Meinung nach ziemlich gut gelungen. Eigentlich finde ich ja die ganze Blogpostreihe gut, die mit meiner Astrophysikwoche zu tun hat, wenn ich ehrlich bin. Wie ihr bemerkt haben dürftet, habe ich überhaupt keine Hemmungen, mich selbst zu loben.

23.2.2012

Zuerst erschien es so, als sollte es heute (Donnerstag) ein recht ereignisloser Tag werden. Doch dann beim Mittagessen geschah es: Wir hatten nichts mehr zu trinken. Unsere Kehlen waren ausgedörrt und der Durst war unerträglich. Doch etwas zu trinken erhält man nur, wenn man aufsteht, rausgeht und den Kellner danach fragt. Ihr seht also, wir hatten ein gravierendes Problem. Im ersten Moment wollte niemand zugeben, dass er noch Durst hatte. So schrecklich konnte der Durst gar nicht sein, dass wir bereit gewesen wären, derartige Risiken und Gefahren auf uns zu nehmen... Oder etwa doch? Die Luft war unheimlich trocken und uns allen wurde gerade bewusst, wie lang es schon her war, dass wir zuletzt etwas getrunken hatten. Schließlich musste sich Hannah eingestehen, dass sie Durst hatte und fragte deshalb vorsichtig: "Hat zufällig jemand Lust, etwas zu trinken hohlen zu gehen?". Natürlich hatte niemand Lust darauf. Deshalb wurde es zu einer Art Mutprobe für Hannah. Elina sagte "Traust du dich etwa nicht zu gehen? Ist doch nichts dabei!", doch in Wahrheit wussten wir alle, dass es sich nicht um eine kleine, alltägliche Tätigkeit handelte. Es war ein äußerst schwieriges Unterfangen. Tapfer stand Hannah also auf und ging hinaus. Bald traf sie auf den Kellner und als sie ihn erblickte gefror ihr das Blut in den Adern. Ihr Herz schlug immer schneller und sie hatte Panik. Sie wollte gerade wieder umkehren, als er einen Schritt näher kam. Sie konnte nicht mehr klar denken. Eigentlich wollte sie weglaufen, aber sie konnte sich nicht mehr bewegen. Brutal riss er ihr den Saftkrug aus der Hand. Perplex starrte sie auf ihre Hand. Kurze Zeit später brachte er ihr den Krug voll wieder zurück. Wie von selbst bewegten sich ihre Beine und sie kam wieder zu uns zurück. Wir waren insgeheim sehr stolz auf sie.
Am Nachmittag gingen wir heute nochmal um das Schloss herum. Das war sehr interessant, denn diesmal war es heller und wir konnten erkennen, in wie viel Schlamm wir das letzte Mal geirrt waren. Wir erkundeten diesmal etwas andere Regionen und schließlich kamen wir zu einer überwucherten Brücke, die vermutlich früher notwendig gewesen war, um den Burggraben zu überbrücken (darin ist natürlich jetzt kein Wasser mehr). Wir waren uns unten nicht sicher, ob man darauf gehen konnte oder ob sie vollkommen zugewuchert war. Also gingen wir näher ran und stellten fest, dass sie zwar zu gut 2/3 von Büschen und Bäumen bedeckt war, aber dass rechts davon ein netter kleiner Trampelpfad war. Ich ging also mal davon aus, dass die Brücke durchaus dazu gedacht war, sie zu überqueren. Im Laufe des Weges wurde sie aber immer verwucherter und weiter zugewachsen. Ich dachte, dass man den Weg vermutlich schon längere Zeit lang nicht mehr benutzt hatte und ging weiter. Hannah folgte mir kommentarlos. Doch schon wenige Meter später hatte ich das Gefühl mich im tropischem Regenwald oderso zu befinden. Es war einfach nur mühsam weiterzugehen und ich fragte mich immer wieder selbst, wie ich den Weg gemeistert hatte. Aber ich ging weiter. Ich hatte einfach keine Lust drauf, wieder zurückzugehen. Ich wollte die ganze Zeit über zumindest noch nachsehen, ob sich nicht doch noch etwas wie ein Weg zwischen dem ganzen Gestrüpp ergeben würde. Es war schrecklich, doch ich war irgendwie süchtig danach, weiterzugehen. Der Boden war vereist, doch das war mir egal. Ich musste oft beinahe kriechen, aber irgendwie kam ich immer weiter. Mittlerweile folgte uns auch Michelle. Ich hatte zwar einen Vorteil durch meine Größe, aber ich war auch diejenige, die voranging und deshalb hatte ich es vermutlich sogar schwerer als die anderen. Ab einem gewissen Zeitpunkt war es mir egal, ob ich die Bäume und Büsche um mich herum beschädigte. Ich bahnte mir irgendwie einen Weg durch die Wildnis. Schließlich konnte ich am Ende des Weges ein paar Stufen aus Holz sehen und eine verschlossene Tür. Das motivierte mich ungemein. Endlich erreichte ich die Tür und... sie ging nicht auf. Wirklich nicht. Hannah und Michelle probierten es auch. Sie ging einfach nicht auf. Michelle war so frustiert dass sie von der Brücke sprang. Ich und Hannah gingen einfach wieder zurück.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

der Todesstern

Hey!
Zu diesem Blogpost habe ich eigentlich nichts zu sagen. Ich habe gerade nur überhaupt keine Lust, ein Protokoll zu schreiben. Gerade sollte ich nämlich eigentlich ein Protokoll schreiben. Also ich habe schon seit einer Weile vor, es eigentlich erst am Montag zu schreiben, aber es wäre schon gut, das möglichst früh zu erledigen. Außerdem geht es leider sogar um 2 Protokolle. Ich habe wirklich keine Lust darauf, aber eigentlich würde es eh realtiv schnell gehen. Vielleicht bin ich einfache eine schlechte Wissenschaftlerin. Es wäre zumindest besser, wenn ich immer den Drang dazu hätte, die Erkenntnisse des Tages gleich niederzuschreiben. Naja, solange ich alles rechtzeitig abgebe ist es ja okay.

22.2.2012

Gut, wir sind also zeitlich gerade ungefähr beim Abendessen am Dienstag. Es hat lange gedauert, bis wir den Nachtisch eindeutig identifizieren konnten. Es kam schon der Verdacht auf, es würde sich um zerriebene Leichen handeln, aber schließlich einigten wir uns darauf, dass es sich um eine Art Griesbrei handelte. Den meisten hat es gut geschmeckt. Oh, apropos gut geschmeckt... die Krapfen nach dem Mittagessen waren gut. Wirklich gut. Aber auch sehr fettig. Der Kellner hat uns erklärt, das wären die besten Krapfen im Waldviertel. Jetzt könnte ich darüber philosophieren ob und wo ich schon im Waldviertel bessere Krapfen gegessen habe oder ob die Krapfen in anderen Regionen sowieso besser sind, aber ich möchte nicht zu sehr vom Thema abschweifen. Es ist also Dienstag Abend und unser Abendprogramm beginnt. Zur Feier des Tages (weil Faschingdienstag ist) gab es eher lockeres Programm.
Der Kursleiter schlug uns vor, ein paar DVDs anzuschauen oder Origamisterne zu basteln. Niemand hatte Lust darauf, sich Filme anzuschauen also fingen wir an, die Sterne zu falten. Dazu muss man zuerst 30 kleine Dingsbumse falten und diese dann zusammensetzen.
Im ersten Moment dachte ich, dass mir schon die einzelnen kleinen Dingsbumse zu kompliziert wären, aber die waren im Endeffekt ziemlich leicht. Dadurch, dass man so viele falten muss, kann man die Dingsbumse am Ende schon ziemlich schnell herstellen, aber ich hatte zwischendurch immer wieder keine Lust mehr darauf zu falten und deshalb habe ich etwas länger gebraucht. Im Hintergrund lief nun doch ein englischer Film, doch den hat sah sich niemand an. Es war eher eine Art Hintergrundgeräusch. Nach einer Weile begannen die männlichen Kursteilnehmer wieder damit, schlechte Witze zu erzählen. Sehr schlechte Witze. Das war ziemlich amüsant, weil sie immer wieder sagten: "Jetzt kommt ein richtig guter" oder "Aber meinen Lieblingswitz müsst ihr euch noch anhören" und trotzdem wurde kein einziger guter Witz erzählt. Ich konnte keinen Unterschied zwischen den Witzen, die sie selbst als schlechte Witze bezeichneten und den Witzen, die sie gut fanden, feststellen. Es lachte auch niemand über irgendwelche Witze (vielleicht gab es zwischendurch Ausnahmen). Anfangs fand ich es ziemlich beruhigend, den Origamistern zu falten und einige andere betonten auch, dass diese Tätigkeit entspannend sei. Nach und nach wurden aber alle mit den kleinen Dingsbumsen fertig und mussten anfangen, sie zusammenzusetzen. Von da an gab es keine Entspannung mehr. Manche entwickelten regelrechte Aggressionen und viele dachten darüber nach, aufzugeben. Doch aus irgendwelchen Gründen gab niemand auf. Tapfer steckten alle die Dingsbumse zusammen und gaben ihr Bestes. Zwischendurch kam immer wieder Verzweiflung auf, aber irgendwie machten alle immer weiter. Manche waren schon fertig, als andere erst alle Dingsbumse fertig gefalten hatten und somit konnten wir uns gegenseitig helfen. Es war ein schwieriges Unterfangen.
Irgendwo in der letzten Reihe machte ich bei meinem Stern einen gravierenden Fehler, aber da alle Teile verbaut waren beschloss ich, ihn so zu lassen. Wir nennen ihn jetzt liebevoll "Todesstern", da er ziemlich verkrüppelt aussieht. Ich meine damit nciht, dass er ein bisschen anders aussieht als die anderen Sterne oder dass er ein paar geringfügige Unterschiede hat. Nein, die anderen Sterne sind gerade, regelmäßig und vollkommen und meiner sieht so aus als wäre er ein mutiertes Ungetüm aus der Kanalisation. Nunja mir gefällt er :roll:
Sonst habe ich nicht mehr viel zu Dienstagabend zu sagen, aber ich möchte noch jemanden zitieren bevor ich zum nächsten Tag komme: "Nein! Hör auf! Wenn du den Stern aus dem Fenster wirfst springe ich hinterher!!!!!"