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Dienstag, 27. Oktober 2015

So dieses und jenes das gerade vorgeht

Hey!
In diesem Post beginnt die Blogpostreihe, in der es um meine Zeit in Drosendorf geht. Dabei handelt es sich um die Blütezeit meines Blogs. Danach habe ich zwar immer wieder mal so viele Aufrufe wie damals bekommen, aber ich habe eben weniger Feedback erhalten und außerdem war ich vermutlich deutlich unproduktiver. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, die Einträge nochmals zu lesen und ich denke, dass sie alle relativ gut geglückt sind. Könnte allerdings auch sein, dass ich sie besser im Gedächtnis habe, als sie eigentlich sind.

22.2.2012

Ich residiere derzeit in einem Schloss und den ganzen Tag über wird für die Förderung meiner Intelligenz gesorgt. Das klingt vielleicht etwas unrealistisch, aber mein Bericht entspricht der Wahrheit. Ihr fragt euch jetzt vielleicht was los ist und was ich mache... Tja, das frage ich mich auch. Ich bin auf einer Astrophysikwoche für (hoch)begabte Schüler, aber wie ich hier gelandet bin ist eine gute Frage...
Der Hauptgrund, warum ich hier bin, ist, dass ich in Physik neben Hannah sitze. Sie hat heuer schon an 3 Begabtenförderungswochen teilgenommen und bekommt ununterbrochen Angebote von verschiedenen Lehrern, in deren Fach auch eine Woche für (Hoch)begabte zu machen. Man könnte also sagen, dass Hannah ziemlich begabt ist und man könnte auch sagen, dass wir uns sehr gut verstehen. Auf jeden Fall kam unser Physik Lehrer eines Tages in die Klasse und fragte, ob jemand Interesse an eine Astrophysik-Woche hätte. Und da ich neben Hannah sitze und angeblich so ausgeschaut habe, als würde ich auch darüber nachdenken, mitzumachen, war es irgendwie logisch, dass ich und Hannah da hin müssen. Als ich meinen Eltern davon erzählt habe, waren sie sofort begeistert. Man kann sich den Dialog ungefähr so vorstellen: „Was? Du wurdest für eine Begabtenwoche vorgeschlagen? Unsere Tochter ist hochbegabt!“ -„Nein, ich wurde nicht vorgeschlagen... Ich darf nur über das Angebot nachdenken und ich hab den Info-zettel mit nach Hause bekommen... Ich weiß ja noch garnicht ob ich da hin will...“ -„Natürlich willst du da hin! Du hast dich doch schon immer dafür interessiert... Da musst du auf jeden Fall hin! Wie viel kostet das? Das zahlen wir dir, da musst du hin!“
Und da ich mich wirklich für Astrophysik interessiere und weil sogar Hannah dabei ist und ich somit nicht alleine mit ein paar gruseligen Strebern bin, bin ich hier.
Ich weiß nicht wieso, aber es ist immer ruhig hier. Auch wenn alle herumalbern, Spaß haben und Schwachsinn machen ist es ruhig. Es ist einfach immer ruhig. Natürlich ist es nicht immer ganz still, aber es wird nie laut. Meistens sitzen alle konzentriert vor Laptops und Büchern und arbeiten. Einfach so. Stunden lang. Und dabei ist es ruhig. Einfach nur ruhig. Ist das typisch für Astrophysiker? Sind die alle ruhig? Oder ist das typisch für (Hoch)begabte? Ich weiß es nicht. Es ist nicht so, dass wir nicht mit einander reden würden. Wir verstehen uns alle sehr gut und haben schnell Kontakte geknüpft. Aber wenn gerade Arbeitszeit ist, dann wird gearbeitet. Alle arbeiten und alle sind ruhig. Wirklich ruhig. Die Leute machen einfach keinen Lärm. Niemand wirft mit Flaschen, CDs, Lebensmitteln oder Schreibutensilien. Es sind wirklich immer alle brav und ruhig. Das ist irgendwie ungewohnt, aber auch sehr angenehm.
Irgendwie ist es cool, hier zu sein. Es kann schließlich nicht jeder von sich sagen, dass er sich eine Woche lang wissenschaftlich mit Astrophysik beschäftigt hat. Dadurch, dass so intelligente Leute hier sind, fühle ich mich automatisch auch selbst intelligenter. Ich muss allerdings anmerken, dass die meisten anderen Kursteilnehmer nicht unbedingt aussehen wie Astrophysiker. Eigentlich sehen sie aus wie ganz normale Leute. So wie ich eben. Ich kann nichts machen ohne beobachtet zu werden. Der Kursleiter kennt uns alle schon ziemlich gut und redet mit uns über alles Mögliche. Seit ich begonnen habe, diesen Post zu schreiben, wurde ich schon von vielen Leuten gefragt, was ich da tue und ein paar Leute haben jetzt schon versucht, meinen Blog zu lesen und nach 5 min wieder aufgehört. Irgendwie faszinierend....
Damit ihr auch etwas von der Woche habt, würde ich gerne die wichtigsten Dinge für euch zusammenfassen, die ich bis jetzt gelernt habe (ich weiß, da fehlt noch so einiges, aber wenn ich alles aufschreiben würde, wäre der Post über den ersten Tag erst am Freitag fertig):
-) Feuerholz ist ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung zur Beobachtung von Sternen (wir hatten kein Feuerholz und uns war kalt)
-) Der Vorschlag, einfach das Teleskop anzuzünden wird erfahrungsgemäß leider nicht ernst genommen
-) Astrophysiker können unheimlich viele schlechte Witze erzählen, wenn ihnen langweilig ist
-) Elektronische Teleskope, die die Sterne von selbst suchen, machen merkwürdige Geräusche
-) Gänseblümchen heißen auf englisch daisy
-) Nicht alles, das aussieht wie ein Kasten, ist auch ein Kasten (es könnte sich auch um das Badezimmer oder um das WC handeln)
-) Astronauten versuchen, Wasser zu 100% wieder zu verwerten (also sie trinken unter anderem aufbereiteten Urin)
-) Im Kino gibt es gutes Essen
-) Machos sind massenreiche, dunkle Halo-Objekte, die als dunkle Materie dienen könnten
-) Astrophysiker freuen sich darüber, wenn man Gedichte über Werwölfe auswendig kann
-) Es gibt Leute, die tatsächlich gerne Red Bull trinken (die machen das vollkommen freiwillig!)
-) Es ist möglich, an einem Intensivkurs für Astrophysik teilzunehmen, obwohl man im Laufe der Woche Geburtstag hat (das haben sogar 2 Leute gemacht)
-) In Aufenthaltsräumen muss sich nicht zwangsläufig jemand aufhalten. Es halten sich sogar sehr sehr selten Leute dort auf.
-) Obwohl wir alle einen PC mit Internet vor uns stehen haben, passen alle auf, wenn etwas erklärt wird und keiner surft nebenbei auf unseriösen Seiten herum.
-) Zwischen Mädchen und Jungs scheint es eine unsichtbare Trennlinie zu geben. Man munkelt, dass es ein paar Mädchen gibt, die schon mit männlichen Kursteilnehmern geredet haben, aber ich konnte dies noch nicht beobachten. Es gibt keinen speziellen Grund dafür, aber wir reden einfach nicht sonderlich oft mit ihnen. (ich glaube das wird sich im Laufe der Woche noch ändern)
-) Außenstehende meinen, dass ich viel zu lange Posts für meinen Blog verfasse. Ich glaube die verstehen da etwas nicht... Mir ist es nicht wichtig, wie leserfreundlich mein Blog ist. Es zählt eher, dass ich Spaß am schreiben habe und den habe ich insbesondere, wenn mir klar ist, dass meine Leser den Post zu lang oder zu umständlich formuliert finden werden.
-) Es ist äußerst wichtig Rettungsgassen zu bilden
-) Man sollte sich regelmäßig die Zähne pushen (jemand hat sich versprochen)
-) Es gibt sehr viele schlechte Witze
-) ich muss einen eigenen Post über Origami-Sterne schreiben
-) Andere Galaxien sind messy
-) Ich habe angeblich einen der besten Krapfen im Waldviertel gegessen
-) Auf das Angebot, den Turnsaal benutzen zu dürfen, reagiert kein einziger Kursteilnehmer positiv.
Ich bin noch zu viel mehr derartigen Erkenntnissen gelangt, aber von davon werde ich später berichten. Schließlich bin ich mit dem Schreiben gerade höchstens bei Dienstag (die Abendgestaltung von Dienstag fehlt mir auf jeden Fall noch und der Rest war nicht so wichtig) und jetzt ist es Mittwoch... Seht das hier als kleinen Bericht zwischendurch.

Samstag, 24. Oktober 2015

100 sinnvollere Dinge, die ich jetzt tun könnte

Es gibt tatsächlich einen alten Blogpost, den ich auslasse, weil er beinahe ausschließlich aus Links besteht und diese inzwischen überhaupt nicht mehr relevant sind. Im folgenden Post habe ich übrigens überhaupt nichts korrigiert. Interessant, dass ich damals der Meinung war, meinen Blog zu vernachlässigen...
31.1.2012

Und zwar:
1. Meine Hausübung machen
2. Für die Schule lernen
3. Pinguine essen
4. Telefonieren
5. Youtube Videos anschauen
6. Musik hören
7. Kuchen backen
8. Kochen
9. Ein Buch lesen
10. Ein anderes Buch lesen
11. Noch ein anderes Buch lesen
12. Ein Buch lesen, das ich für die Schule brauche.
13. Einen Blog lesen
14. Eine Zeitung lesen
15. In einer Buchstabensuppe lesen
16. ca. 5 gute, interessante Blogposts verfassen
17. Zeit mit Freunden verbringen
18. Die Decke anstarren
19. Ein albernes Kinderlied singen
20. Gitarre spielen
21. Etwas witzigeres machen
22. Panisch im Kreis laufen und schreien
23. Albern herumhüpfen
24. Ein Video drehen
25. Ein Video schneiden
26. Ein paar Punkte unauffällig weglassen, damit ich heute noch fertig werde
28. Feststellen, dass ein einzelner Punkt relativ wenig bringt
29. Ein Blatt Papier anstarren
30. So tun als würde ich schreiben
31. Tatsächlich etwas schreiben
32. Eine Katze zeichnen
33. Eine Ente zeichen
34. Zwei Enten zeichnen
35. Eine Zeitmaschine erfinden und meinen Opa in seiner Kindheit töten, damit ich nie geboren werde und so etwas dummes und unverantwortliches mache wie eine Zeitmaschine zu erfinden. Dadurch könnte ich allerdings nicht in die Vergangenheit reisen, um ihn zu töten und würde somit doch leben. Und wenn ich dann doch leben würde, würde ich mich hoffentlich dazu entschließen, einen anderen Punkt auf der Liste zu erledigen, sonst wäre die Situation unnötig kompliziert.
36. So tun als wäre ich cool
37. Fotos von mir machen (ich habe nämlich so gut wie keine guten Fotos mit mir, weil ich immer zu faul bin Fotos zu machen. Außerdem komme ich mir eingebildet vor, wenn ich Fotos von mir selbst mache)
38. Ein paar Strichmännchen zeichnen
39. Alle Folgen von How I Met Your Mother anschauen
40. Ein Drehbuch verfassen und mich dabei bemühen, es möglichst schlecht und langweilig zu gestalten. Da würde alle 5 min soetwas vorkommen wie "Richtig! Diese Situation ist geradezu dafür geschaffen worden, jetzt einen guten Gag einzubauen! Ich muss euch aber leider enttäuschen: Das hier ist kein guter Film!"
41. Leute verwirren
42. Duschen gehen (Klingt das jetzt so als hätte ich mich seit Monaten nicht gewaschen?)
43. Alternative Verwendungsmöglichkeiten für Taschentücher finden
44. Mich über ACTA informieren
45. Eine Fachbereichsarbeit schreiben
46. Mit Kathy reden
47. Mit meinem Freund reden
48. Erwähnen, dass ich seit 2 Wochen vergeben bin B)
49. Einen Aufsatz über die Herstellung von Plastikflaschen schreiben
50. Einen weiteren inhaltslosen Punkt anführen
51. Einen Tanz erfinden
52. Das Wörterbuch auf irgendeiner Seite aufschlagen und dann über das Wort links oben ein Lied schreiben
53. Meine Heizung aufdrehen (mir ist kalt)
54. Alle meine Freunde auf Facebook anstupsen
55. Alle meine Freunde in echt anstupsen
56. Spazieren gehen
57. Diese veraltete Website lesen: http://www.imperium.de/kle/
58. Raus gehen und Enten füttern
59. Einen Kugelschreiber zerlegen und wieder zuammenbauen
60. Mir die Haare stylen
61. Lauter kleine schwarze Punkte auf ein weißes Stück Papier machen bis es komplett schwarz ist (Falls ihr zu wenig Geduld dafür habt, könnt ihr einfach einen Freund bitten, das Papier unauffällig gegen ein schwarzes Papier auszutauschen. Das ist sehr motivierend ;) )
62. Mir etwas kreatives ausdenken
63. Mit dem Zug nach Deutschland fahren (das kommt raus wenn ich irgendwelche Leute in Skype fragt was man sinnvolleres machen könnte)
64. Plötzlich grundlos anfangen zu lachen
65. Wieder aufhören zu lachen
66. Eine Liste mit meinen Lieblingsbands schreiben (falls mich in Zukunft jemand fragt, was für Musik ich höre kann ich einfach die Liste kopieren)
67. Eine Liste mit meinen Lieblingsliedern schreiben (falls mich in Zukunft jemand fragt, was für Musik ich höre kann ich einfach die Liste kopieren)
68. Zeichnen lernen
69. Ein paar Termine in meinen Kalender eintragen
70. Schokolade essen
71. Wichtige Geschäftstermine abhalten (stehen ja jetzt alle im Kalender)
72. Jemanden nerven
73. Ein chemisches Element entdecken
74. Einen Freund zum Lachen bringen
75. Ein Familienmitglied zum Lachen bringen
76. Euch zum Lachen bringen
77. Ein paar Leute mit dem Worten "HIIIIIIILLLLLFEEEE! Sie werden verfolgen mich!" anchatten (im weiteren Verlauf des Gesprächs kann man dann kreativ sein und zB erklären wieso das FBI hinter einem her ist oder wie groß die Bedrohung durch Killerameisen derzeit ist)
78. Eine geheime Sprache erfinden
79. Damit aufhören, andauernd etwas zu entdecken oder zu erfinden
80. Ein paar Texte zur Korrektur lesen
81. Ein Stück Papier in lauter kleine Fetzen zerreißen
82. Mich über Studienrichtungen informieren und mich für eine entscheiden
83. Versuchen, ein Erdmännchen zu zähmen
84. Das Erdmännchen gegen die Leiter von Großkonzernen aufhetzen, die für SOPA, PIPA und ACTA verantwortlich sind.
85. Meine Fische füttern
86. Monster kaufen und meinem Freund schicken (er ist süchtig danach)
87. Den Akku meines Handys aufladen (der ist zwar nicht leer aber was solls ^^)
88. Mit Kathy Schwachsinn machen
89. Zeitung lesen/Nachrichten schauen
90. Öfter etwas auf meinem Blog schreiben
91. Eine DVD anschauen
92. Stricken
93. Sport machen (Mich überrascht es gerade, dass ich auf die Idee noch gekommen bin... Sport... wie abwegig...)
94. Auf meinem Kalender herumkritzeln
95. Mein Geld zählen
96. Alle Videos, in denen coldmirror vorkommt, anschauen (das hab ich schonmal versucht)
97. Einen albernen Test entwerfen, Leute befragen und das ganze auswerten
98. Meinen Freund nochmal auf romantischere Art erwähnen
99. Mit meiner Doktorarbeit beginnen
100. Schlafen gehen (ich bin müde)
Aber zum Glück mache ich jetzt nichts sinnvolles, sondern schreibe einen Blogpost!
Eigentlich war es garnicht so schwer, sich 100 sinnvollere Dinge auszudeken, die ich jetzt tun könnte!
Zwischendurch sind mir immer wieder fast die Ideen ausgegangen, aber dann fällt einem doch wieder was ein ;)
Ich habe eigentlich erwartet, dass ich originellere, kreativere und witzigere Punkte finden werde, aber egal. Zum Glück muss ich das nicht lesen... :roll:
In letzter Zeit habe ich meinen Blog ziemlich vernachlässigt... Ich kann auch ehrlich gesagt nicht versprechen, dass das in nächster Zeit besser wird... Aber immerhin schreibe ich jetzt gerade was :)
Mal schaun ob mir noch etwas einfällt...
Ähm... Nein
Gut, dann schreibe ich jetzt, obwohl ich nichts sinnvolleres mache, nichts besonderes mehr.
with a lovely greet
L.Shihit

Freitag, 9. Oktober 2015

Neuigkeiten aus dem Imperium

Unter diesem Post wurde ich darauf hingewiesen, dass es mindestens 2 Leute in Sank. Peter-Ording gibt, die meinen Blog lesen. Das hat damals mein Herz erfreut, aber ich bezweifle, dass diese Personen noch immer meinen Blog lesen. Schade eigentlich, dass ich sie nicht persönlich darüber informieren kann, dass ich immer noch hin und wieder etwas schreibe und nun einen neuen Blog habe. Bei den Leuten, die ich kenne, die früher meinen Blog gelesen haben, habe ich das so gemacht. Es folgt wieder ein wunderbarer Post über mein Imperium.6.10.2011

Seid gegrüßt meine Untertanen!
(Da ich keine Leser habe, könnte man durchaus sagen, dass all meine Leser meine Untertanen sind, selbst falls jemand die Größe unseres Reiches anzweifet oder falls ihr (noch) außerhalb unseres Reiches wohnt. Aber wenn ihr nicht existiert, warum wohnt ihr dann überhaupt irgendwo? Ich widerspreche mir irgendwie selbst...)
Vermutlich habt ihr bereits alles über das neue Reich gehört, dass wir geschaffen haben.
Falls nicht:
http://ladyshihita.blogspot.co.at/2015/09/ein-neues-zeitalter-ist-angeborchen.html
Da ihr jetzt wisst, was für eine besondere Bedeutung die Zahl 7 hat, muss ich dies nicht wiederholen.
Es ist auch nicht notwendig, nochmals zu erwähnen, dass uns immer genau gleich viele Leute winken, egal, wie weit wir fahren.
Außerdem wisst ihr bereits, dass manche Leute nur zurücklächeln anstatt zurückzuwinken.
Was ihr allerdings nicht wisst, aber vermutlich bereits erahnen könnt, ist, dass ich es liebe, so einen gedehnten und nichts aussagenden Schreibstil zu wählen.
Nun möchte ich euch von etwas berichten, dass eine Wende in unsere Wink-Routine brachte.
Es geht um ein Ereignis, dass die Gesichte des Winkens nachhaltig prägen wird.
Ein Ereignis, wie es vielleicht nicht mehr vorkommen wird. Vielleicht wird es aber auch zu unserer Zukunft werden.
Zu unser aller Zukunft, einer Zukunft in einer besseren Welt. Einer Zukunft, in der Winken eine vollkommen neue Bedeutung erlangen wird.
Eine Zukunft, in der unsere Kinder aufwachsen werden. Eine Zukunft, die Liebe und Hoffnung spendet.
Ja, eine Zukunft, in der es sich zu Leben lohnt.
Doch ich möchte mich nicht weiter in Spekuationen verstricken... Es könnte noch immer sein, dass es eine Art Wunder war, ein bedeutsamer Tag, auf den noch unsere Kinder und Kindeskinder zurückschauen werden, aber kein Ereignis, das sich wiederholen wird.
Bevor ihr jetzt sofort einen Gedenktempel baut, werde ich euch lieber von Anfang an erzählen, was passiert ist.
Es war ein ganz normaler Tag... Abgesehen davon, dass wir heute ein Stückchen weiter auf der üblichen Zugstrecke fahren wollten, weil wir in einen Hochseilgarten wollten. Es war (wie beim letzten Mal) ein sonniger, schöner Tag. Mit einem Unterschied: Wir waren müde. Und es war ca. 8 Uhr morgens. Irgendwie hatten wir es also geschafft, um diese Uhrzeit bereits im Zug zu sitzen. Nein halt, ich glaube um 8 kam er an... also wir saßen so um 7.30 vollkommen übermüdet im Zug und wurden im Laufe der Fahrt langsam wach. Etwa der nach der Hälte der Fahrt fiel uns etwas auf: Wir hatten vergessen zu winken! Aber einerseits waren draußen nicht sehr viele Leute und andererseits waren unsere Reaktionszeiten einfach zu langsam. Wir waren so müde, dass wir meistens gerade fertig damit waren, unsere Hand zu heben, wenn schon längst niemand mehr in Sichtweite war. Gegen Ende der Fahrt haben wir es doch noch geschafft, eine Person zum Zurückwinken zu bringen, aber wir waren trotzdem sehr frustriert und niedergeschlagen.
Im Hochseilgarten haben wir unsere Frustration schnell vergessen und hatten besonders viel Spaß dabei, blöde Fotos zu machen und ein paar Sammelsteinfrüchte (Brombeeren und Himbeeren) zu essen. Danach gab es noch Picknick und wir haben uns auf einer Wiese sonnen lassen. Zwischendurch haben wir selbstverständlich viel Blödsinn gemacht, aber ich denke, darauf genauer einzugehen würde den Rahmen sprengen. Auf jeden Fall haben wir danach noch ziemlich lange auf den Zug gewartet und wären schon fast verzweifelt wegen der langen Wartezeit, als jemand noch eine Packung Kekse in seiner Tasche fand. Also haben wir Kekse gegessen, Lieder gesungen, Blödsinn gemacht und auf dem Zug gewartet. Unter anderem haben wir uns auf die Gleise gelegt und Fotos davon gemacht. Ihr fragt euch nun vermutlich, was an all dem so kennzeichnend sein sollte, dass noch unsere Kinder und Kindeskinder davon reden könnten. Wobei es schon irgendwie witzig wäre, wenn unsere Kinder einander erzählen würden "Unsere Eltern hatten damals einen tollen Tag und haben am Bahnhof Kekse gegessen"
Aber das war es nicht, worauf ich hinaus wollte.
Nein, ich wollte auf ein viel epischeres und einzigartigeres Ereignis hinaus: die Heimfahrt.
Obwohl wir am Morgens kaum etwas erreicht hatten, waren wir sehr motiviert, es diesmal besser zu machen. Schließlich wollten wir ja insgesammt auf 7 Leute kommen, die zurück winken. Draußen waren etwas mehr Leute unterwegs als vorher und wir waren diesmal wirklich präsent bei der Sache dabei. Nach und nach wurden wir scheinbar immer besser, denn wir konzentrierten uns ganz auf unsere wichtigste Tätigkeit: winken. Nebenbei tratschten wir, sangen, machten Blödsinn, telefonierten, lachten, retteten kleine Kätzchen auf Bäumen, halfen alten Frauen dabei, über die Straße zu gehen, kochten, schrieben einen Roman und malten 60 Bilder.
Zwischenanmerkung: Teilweise könnte es vorkommen, dass in manchen Sätzen die Wirklichkeit leicht verzerrt wurde, doch die Kernereignisse (z.B. Kekse essen) sind zu 100% wahr.
Wir waren also voll und ganz darauf konzentriert, jeder Person draußen zu winken. Wie ihr bereits wisst, haben wir schon seit Menschen gedenken ein besonderes Talent dafür, doch während dieser Zugfahrt perfektionierten wir unsere Fähigkeiten. Bald fanden sich immer mehr Leute, die bereit waren, zurückzuwinken und wir arbeiteten sehr ehrgeizig auf unser Ziel hin.
Bis zu jener Schicksalhaften Minute, in der mich >:XX fragte: "Wie viele haben wir jetzt? Der da drüben hat auch zurückgewunken!". Ich rechnete mehrmals ungläubig nach, doch ich kam immer wieder auf das gleiche Ergebnis: 8 Leute hatten uns zurückgewunken. Beinahe wäre ich in Tränen ausgebrochen oder aus dem Zug gesprungen, doch >:XX hielt mich davon ab.
Ich dachte, mein gesammtes Leben hätte keinen Sinn gehabt und unser Imperium, dass wir uns mühevoll aufgebaut hatten, würde jetzt auf einen Schlag zusammenbrechen. Ich dachte es wäre aus.
Doch >:XX machte mich auf etwas aufmerksam: Die Zugfahrt war noch nicht zu Ende. Wir durften also noch nicht aufhören, jedem draußen zuzuwinken.
Zuerst war ich demotivier und dachte mir "Was wird es ändern? Der Unterschied zu 7 Winkern wird nur noch größer werden und somit wird offenbart werden, wie groß unser Irrtum war". Deprimiert machte ich halbherzig weiter, doch >:XX schaffte es, mich zu motivieren.
Die Zeit verstrich und ich regestrierte nur am Rande, wie viele Leute uns zurückgewunken hatten. Plötzlich hatte ich allerdings eine große Erkenntnis. ">:XX wie viele haben wir?" - "10! Wieso?" - "Vielleicht schaffen wir es, auf 14 zu kommen!"
Der Vorschlag erschien mir selbst relativ unrealistisch. Es war praktisch unmöglich, noch 4 Leute aufzutreiben, die zurückwinken würden. Doch ich hatte wieder eine neue Hoffnung. Vielleicht war mein Leben doch noch nicht verdorben und völlig verloren.
Hochmotiviert winkten wir um unsere Ehre und plötzlich...
...kamen wir tatsächlich auf 14!
Wenn man so darüber nachdenkt, ist 14 sogar doppelt so gut wie 7. Außerdem sind wir 2 Leute, also ist 14 viel logischer... 7 für jeden!
Dieser Post ist schon viel zu lange... Auf die dogmatischen Auswirkungen der 14 und die Regierungsformen in unserem Imperium gehe ich ein anderes mal ein!
with a lovely greet
L.Shihit

Freitag, 18. September 2015

Ein neues Zeitalter ist angeborchen

Hey! Ich habe diesen Post sehr episch in Erinnerung. Er gehört wahrscheinlich zu den Gründen, warum ich mir so viel Arbeit mache, meinen Blog an dieser Stelle zu konservieren. Gebt mir etwas Zeit, ihn jetzt nochmal zu lesen. Oh, dabei werde ich übrigens zumindest ein paar Beistrichfehler korrigieren. Das zerstört zwar die Atmosphäre, die das Original ausgestrahlt hat, aber ich denke, dass es den meisten trotzdem lieber ist, weniger Fehler lesen zu müssen. Ich suche allerdings nicht gezielt nach Fehlern, sondern verbessere nur, was mir ins Auge springt. Okay, ins Auge wird mir wohl gar nichts springen, weil es sich hier nicht um lästige Insekten, sondern um Buchstaben handelt, aber ihr wisst, was ich meine. Okay, der Text gefällt mir noch immer, auch wenn ich teilweise wohl die Erzählzeit verändern würde. Vielleicht mache ich das bei anderen Texten auch, aber an diesem hier hänge ich zu emotional, wodurch zu starke Änderungen erstmal nicht vorgenommen werden.
6.8.2011

Seit Menschen gedenken hat die Zahl 7 eine besondere Bedeutung. Die Welt wurde in 7 Tagen erschaffen, es gibt 7 Weltwunder, 7 Todsünden, ich nutze Windows 7, die sieben Zwerge wohnen hinter sieben Bergen und 7 ist die Zahl, die man bei Würfelspielen mit 2 Würfeln am häufigsten erhält. Es gibt verschiedenste Theorien wieso ausgerechnet die Zahl 7 für viele Menschen eine wichtige symbolische Bedeutung hat, doch darum soll es heute nicht gehen. Am besten, ihr vergesst jetzt erstmal alles, dass ich über die Zahl 7 gesagt habe und konzentriert euch auf den weiteren Text. Ich beginne lieber da wo die meisten Geschichten beginnen: Bei ihrem Anfang!
Es war ein schöner, sonniger Tag, als >:XX und ich beschlossen, gemeinsam reiten zu gehen. Also stiegen wir nichts ahnend in den Zug, um eine atemberaubende Entdeckung zu machen. Als wir uns etwas genauer umsahen, bemerkten wir... das gewohnte Innenleben eines Zuges und... nichts! Tatsächlich befand sich außer uns niemand im gleichen Wagon. Deshalb beschlossen wir, dass wir nun äußerst seriöse, wissenschaftliche Untersuchungen anstellen könnten. Für unsere Untersuchungen benötigten wir vorallem ein geöffnetes Zugfenster und unsere Haare. Später waren auch musikalische Untermalung und Kommentare von Experten notwendig. Insgesammt hatten wir auf diese Weise sehr viel Spaß und beschlossen, ein paar Leuten draußen zu winken. Anfangs waren wir noch relativ zaghaft und winkten nur bestimmten Leuten, doch nach und nach wurden es immer mehr und wir begannen, die Leute zu zählen, die zurück winkten. Leider war nach kurzer Zeit der Zug schon da :'(
Auf der Rückfahrt blieben wir vorne beim Fahrkartenautomat, schauten aus dem Fenster und winkten allen möglichen Leuten. Leider schauen viele nicht in die richtige Richtung oder müssen nur lächeln und winken somit nicht zurück. Es macht allerdings auch Spaß, Personen zu winken, die in die entgegengesetzte Richtung schauen :>> Interessanterweise haben wir uns zwar in einem Bahnhof nicht getraut, einem gleichaltrigem Jungen zu winken, aber er hat uns gewunken. Ich habe bis heute keine Ahnung, warum er uns gewunken haben könnte, weil uns noch nie irgendjemand grundlos auf einem Bahnhof zugewunken hat und ich weiß nicht, wieso uns soetwas ausgerechnet an dem Tag passiert ist, aber egal. Natürlich blieb der Zug ausgesprochen lange in der Haltestelle stehen und wir winkten uns noch ein paar mal gegenseitig zu, bevor der Zug weiterfuhr. Nur so am Rande angemerkt: Nein, wir haben ihn nie wieder gesehen und er hat auch nicht nach unserer Handynummer gefragt oder sonst was. Insgesammt haben uns an diesem Tag 7 Leute zurückgewunken. Von da an war eines klar: Ein neues Zeitalter würde beginnen, bessere Zeiten würden auf uns zukommen, der Ära des Winkens stand nichts mehr im Weg. Wir wollten uns ein Imperium schaffen, ein Imperium des Winkens! An dieser Stelle solltet ihr nochmal den 1. Absatz (mit Ausnahme der letzten 2 Sätze) lesen, dessen Inhalt ihr ja hoffentlich vergessen habt (wie ich euch befohlen habe). Fällt euch der Zusammenhang auf? Ja, gut erkannt, unser neues Reich basiert auf einer Zahl mit enormer Bedeutung! Mittlerweile haben wir weitere Beobachtungen angestellt und bemerkt, dass sich durch diverse Umstände immer 7 Leute an einem Tag ausgehen, die zurück winken. Mal ist der ganze Zug die Hälfte der Strecke voller Spießer, neben denen man gewisse wink-Hemmungen hat und mal ist das wink-Klima perfekt und es kommen viele wink-bereite Leute vorbei, doch insgesammt schafft man immer 7 leute an einem Tag. Gut, bisher haben wir das ganze nur auf der Strecke ausprobiert, die wir jedes Mal fahren, wenn wir reiten gehen, doch es ist egal, ob wir hin und zurück fahren oder nur hin, wir kommen jedes mal auf 7 Leute. Außerdem sind wir mittlerweile überzeugt, dass wir eine besondere Begabung dafür haben, exakt 7 Leute zu finden, die uns zurück winken (wir hören aber nicht einfach auf zu winken, wenn wir bei 7 sind... so primitiv sind unsere Methoden auch wieder nicht ;)). Derzeit sind wir noch unsicher, ob es uns wichtiger ist, von der durschnittlichen Bevölkerung für unsere Verdienste angebetet und verehrt zu werden oder die Weltherrschaft an uns zu reißen... :roll:
Auf jeden Fall sind wir überzeugt, dass ein neues, besseres Zeitalter begonnen hat und dass es Spaß macht, wildfremden Leuten zu winken.
Vielleicht werde ich in Zukunft noch öfter über unsere Pläne, Strategien, Fortschritte usw berichten.
with a lovely greet
L.Shihit

Donnerstag, 10. September 2015

Pozor! Bratschka, Bratschka, Slon!

Oje, das versprochene Youtubevideo habe ich bis heute nicht geschnitten. Dabei ließe sich aus dem Material wirklich ein gutes Video zusammenschneiden. Ich war auch schon mehrmals halb fertig damit, aber irgendwie nie so ganz und dann hatte ich irgendwann das Gefühl, dass die Reise schon zu lange zurückliegt. Vielleicht wird man das Video irgendwann sehen, ich hatte vor kurzem eine Idee für ein Format über genau solche alten Videos, die ich nie fertig geschnitten habe oder die aus anderen Gründen nie fertig geworden sind. Ich bräuchte irgendwie viel mehr Zeit, um mich um meinen Blog und meinen Channel zu kümmern... Aber einfach Vollzeityoutuber werden, wenn man kein Geld dafür bekommt, wäre aus meiner Sicht dann doch ein zu drastischer Schritt.
28.7.2011

Hey!
In letzter Zeit hatte ich VIEL worüber ich einen Post schreiben wollte und deshalb habe ich im Endeffekt (wie ihr seht) nichts geschrieben, weil ich mich nicht entscheiden konnte. Außerdem habe ich ja angekündigt, dass ich wiedermal was lustiges schreiben werde und irgendwie ist mir zwar viel Schwachsinn eingefallen, aber nichts das wirklich episch genial ist. Jetzt gerade bin ich von Prag heimgekommen und habe mir gedacht ich schreibe eine Liste mit den wichtigsten Fakten für potentielle Prag-Reisende:
-) Viele Leute behaupten, manche Wörter seien auf tschechisch schwer auszuprechen, da sie zu wenig Vokale enthalten. Allerdings sind L und R Halbvokale und wenn man das berücksichtigt, kommt man zu dem Ergebnis, dass die Tschechen mindestens so viele Vokale verwenden wie wir.
-) In Prag steht ein hässlicher Fernsehturm. Der Architekt sagte dazu nur: "Seine Gesamterscheinung sollte von vorneherein die Möglichkeit eines direkten Vergleichs oder gar der Konkurrenz mit den wichtigen Gebäuden der Altstadt ausschließen." (Quelle: Wikipedia)
-) "Trdelnik" ist ein leckeres, ungesundes und vorallem über 6 Ecken geklautes Gebäck aus Germteig.
-) Im Hard Rock Cafe gibt es so viele Kellner dass man glauben könnte... mir fällt kein sinnvolles Ende für den Satz ein, aber sie haben sehr viele Kellner da drinnen, ok?
-) Die meisten Einwohner, die nicht bei der Müllabfuhr arbeiten, sind damit beschäftigt die Straßen zu pflastern oder kitschiges Zeug an Touristen zu verkaufen.
-) Slon (=Elefant), Bratschka (=Waschmaschiene), kava (=Kaffee), Pesi Zona (sprich: Pjeschi sona, =Fußgängerzone) und Pozor (=Vorsicht) zählt zum wichtigstem Grundvokabular, um sich verständigen zu können (wir hatten keine Probleme!)
-) In Prag kann man ALLES bequem zu Fuß erreichen! Gut, teilweise sind wir am Tag 15 km gegangen, aber man konnte wirklich alles zu Fuß erreichen!
-) die Prag-card ist nur etwas für potenzielle Selbstmörder (um damit Geld zu sparen hätten wir noch viel mehr machen müssen)
-) es ist cool an Ampeln auf und ab zu hüpfen
-) man sollte sich nciht von Bauwerken verwirren lassen, die man andernorts vermutet hätte (Eiffelturm, Schloss Belvedere,...)
Da ich mir sicher bin, dass ich etliches vergessen habe, wird das hier vermutlich noch editiert, aber das wars im Wesentlichen.
Oh es kommt vermutlich noch ein yt-Video dazu auf meinem channel B)
with a lovely greet
L.Shihit