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Montag, 28. März 2016

DSA-Zeug

Hey!
Irgendwann muss man ja anfangen. Ich habe zumindest gehört, dass es schwer ist, etwas zu Ende zu bringen, das man überhaupt nicht begonnen hat.
Beim letzten Mal DSA-spielen hatte ich nämlich Lust, Notizen zu machen und dachte dabei, dass ich ja einen Blogpost darüber verfassen könnte. Immer, wenn ich Zeit gehabt hätte, diesen Plan umzusetzen, hatte ich gerade allerdings keine Notizen in greifbarer Nähe. Jetzt möchte ich den Post zumindest schreiben, bevor wir das nächste Mal spielen, was wohl relativ bald sein könnte. Ja, es war nämlich schon. Ich nehme mir wirklich kaum Zeit für meinen Blog... Oh, das wollte ich noch erzählen: Mein persönlicher Linuxberater war zwar da, hatte dann aber keine Lust, sich um mein Problem zu kümmern. Deswegen habe ich beschlossen, es morgen selbst in die Hand zu nehmen. Ich bin gespannt, wie das läuft.

Achso, falls das jemand liest, den ich gar nicht kenne, sollte ich auch noch kurz erwähnen, dass DSA für das Schwarze Auge steht und es sich dabei um ein Pen-&-Paper-Rollenspiel handelt. Eigentlich gehe ich aber eh davon aus, dass das eher nur Leute lesen, die eh dabei waren oder wissen, was das ist. Man kann meinen Post aber auch lesen, wenn man gar keine Ahnung von Rollenspielen hat und einfach so tun, als würde man alles verstehen.

Habt ihr euch schon einmal gefragt, was passiert, wenn ein normaler Mensch Astralpunkte aufnimmt? Laurids hat uns das erklärt und dabei gleich ein Wort kreiert -Menschen haben Astraldurchfall. Die Astralpunkte werden also nicht dauerhaft in ihrem Körper gespeichert. Wenn ihr euch Astaldurchfall bildlich vorstellen wollt, dann kann ich euch ein Kunstwerk empfehlen, das sehr gut dazu passt. Das ist aber auch das einzige, das man findet, wenn man Astraldurchfall googelt (vielleicht sollte ich das nicht immer dazusagen, weil es ohne diese Zusatzinformation viel beeindruckender wirken würde, dass ich sogar ein Bild namens "Astraldurchfall" kenne und verlinke)...
https://freundundhelfer.files.wordpress.com/2014/12/d7.jpg?w=554

Wir haben außerdem über die Kelten, die Orks und die keltischen Orks besprochen -in Polen. Der Meisterschirm, den wir beinahe bei jeder DSA-Session betrachten, stellt nämlich Orks da, die gegen Briten kämfpen. Oder vielleicht sind es doch britische Orks? Ich weiß wirklich nicht mehr, was die Orks denn nun genau mit den Kelten zu tun hatten und warum das alles in Polen war, aber ich glaube es war eh nur Schwachsinn.

Dann hatten wir Spaß mit einem Namensgenerator. Ich mische jetzt einfach Namen aus verschiedenen Kategorien, da es in dem Fall auch so war, dass nur Flo wusste, aus welcher Kategorie die Namen stammen, die er vorliest. Falls es für euch nachträglich nicht so lustig ist, solltet ihr einfach Flo darum bitten, ein paar lustige Namen vorzulesen, die der Namensgenerator ausspuckt, das ist ziemlich unterhaltsam.
Brany... lüsterner Legionär aus Bravag
reitender Stall
Dirnendessertschnittchen
seltsam warmer Schaum im Fässchen
ansteckende Geistesunterfunktion
am Brunnen seine Nächste zu lieben macht beliebt
Edgard Topfenstudel
unheilbarer Brustverlust
Oh, ich dachte, dass ich ein paar mehr notiert hätte. Ich war wohl mit lachen und nicht mit schreiben beschäftigt... Dann schaue ich jetzt mal spontan, was die Kategorie Diverses noch so hergibt:
Spuckende Schwertarmphobie (klingt unpraktisch), Schwarzrote Nasenzerrung (klingt für mich irgendwie politisch -wenn die Nase bei jeder Lüge länger wird), Grunzendes Eichhuhn (ich weiß nicht, warum ich mit diesen Kommentaren in der Klammer begonnen habe, jetzt muss ich ja überall welche schreiben), Niederhöllisch scharfer Reflexionsunfall (ich weiß nicht, ob soetwas überhaupt lustig ist, wenn man alleine ist...), Sechsbeiniger Eierwolf (passt doch gut zu Ostern), Potenzielle Wirtschaftsastrologie (ich verstehe nicht, was man dabei erforscht und ob man es wirklich tut), Vom kopflosen Riesenmolch (toller Liedtitel)

Meine nächste Notiz lautet "große Pferde". Wahrscheinlich wollte ich mehr notieren und wurde dann abgelenkt, zumindest weiß ich nicht, was damit gemeint war. In irgendeiner Situation wollte Gilion wohl etwas lesen, aber er kann gar nicht lesen. Das ist lustig, weil Gilion ein weltfremder Elf ist, der häufig dumme Sachen macht und auch als eher dummer Charakter dargestellt wird. Falls es jetzt doch jemand anerer war, der etwas lesen wollte, tut es mir leid, dass ich hier Gilions Ruf geschädigt habe.
Außerdem hat uns die Frage beschäftigt, wie viel Gold in einen Aktenkoffer passt und vor allem wie viel ein solcher Koffer wiegt. Wenn man davon ausgeht, dass der Koffer ungefähr so groß wie eine große Laptoptasche ist, wiegt er laut unseren Abschätzungen 588 kg. Ihr könnt das gerne nochmal nachrechnen und uns korrigieren, ich weiß auch nicht mehr, wie wir genau auf diese Zahl gekommen sind.

Dann ging es um Briefsklaven, das Standardforum und Todeshörnchen (http://www.wiki-aventurica.de/wiki/Todesh%C3%B6rnchen). Ich glaube mit Briefsklaven war gemeint, dass man Brieftauben schlecht behandelt und mir gefiehl einfach nur das Wort.
Flo konnte die Gespräche, durch seinen Optimismus bereichern. Er freute sich über die Aussicht, dass sein Charakter Moritatio schaßaugat sein könnte, da ihm dies helfen würde, seine Angst vor Nagetieren zu überwinden. Tut mir leid, ich glaube in dem Fall lässt sich die Situationskomik schon alleine deshalb nicht gut erklären, weil ich nicht darauf verzichten wollte, den umgangssprachlichen Ausdruck "Schaßaugat" zu verweden. Für Dialektausdrücke gibt es zwar keine korrekte Schreibweise, aber um die richtige Bedeutung zu finden, muss man übrigens schasaugert googeln.

Achtung, es wird jetzt ziemlich random, aber bei manchen Notizen weiß ich beim besten Willen nicht, was ich dazu schreiben soll.W
ahrscheinlich bin ich ein Wirklichkeit ein gigantischer Meteroit. Der ist aber auch, wenn er wertlos ist, etwas wert! Wie lang? Lang genug.
Schrödingers Einwanderer
Rinderschälchenüberraschung

Wir brauchen übrigens unbedingt eine Wachwachtel. Diese sind nämlich dazu ausgebildet, bei Gefahr sehr rasch ein Ei zu legen. Das hätte den Vorteil, dass niemand mehr Wache halten muss, stattdessen schläft einer einfach mit dem Kopf direkt unter der Wachwachtel, damit er im Notfall merkt, dass ein Wachwachtelei gelegt wurde. Ein sehr zuverlässiges System.

Eigentlich komisch, dass wir so viel Zeit für derartige Gespräche hatten, denn eigentlich war es auch im Spiel sehr spannend. Wir wären beinahe alle gestorben. Wenn ich das sage meine ich wirklich, dass sich jeder Mitspieler einen Ersatzcharakter gebraucht hätte. Zum Glück konnte uns die wunderbare Elisabeth mit ihrem Charakter Beychaliban gerade noch retten, da sie einen Dschinn beschwören konnte, der sie beschützt. Dieser konnte gerade so noch den letzten Gegner töten -wenn ihm das nicht gelungen wäre, wären auf jeden Fall alle gestorben, die schon an der Schwelle des Todes waren... Zum Glück hatte Beychaliban dann auch noch genügend Astralpunkte, um ein paar Leute von der Schwelle des Todes zu retten und da fast jeder in der Gruppe heilen kann, war es möglich, alle zu retten. Hätte Beychaliban ein paar Astralpunkte mehr im Laufe des Kampfes verbraucht, hätte das schon fatale Folgen gehabt. Ich muss wahrscheinlich nicht extra erwähnen, dass der Elisabethfanclub völlig aus dem Häuschen ist, seit das passiert ist. Vor meiner Haustüre stehen seither ständig Paparazzis, um mich noch einmal über die genaue Abfolge der Ereignisse zu interviewen. Elisabeth kann das Haus vermutlich gar nicht mehr verlassen, ohne von einer Menschentraube umringt zu werden. Ich habe gehört, dass sie ihren Müll manchmal einfach aus dem Fenster wirft, weil sie so einerseits nicht extra nach unten gehen muss und sie dadurch andererseits den Menschen etwas bietet, worüber sie sich freuen können. Jubelt ihr auch über alles, das von Elisabeth kommt?

with a lovely greet
L.Shihit

Donnerstag, 19. November 2015

Frauen im Baumarkt!?

Hey!
Unter diesem Blogpost habe ich folgenden Kommentar bekommen: "ARGH! Frauen, die sich für Astronomie, Lan-Partys, Age of Empires, LARP und Betriebssysteme interessieren, und auch noch gut aussehen. Warum gibt es nicht mehr von der Sorte?? Aber es heißt trotzdem "Kasse" und nicht "Kassa". :p". Dazu möchte ich eigentlich nur das sagen, was ich auf diesen Kommentar damals auch geantwortet habe. Naja, zumindest etwas ähnliches. In Österreich ist der Begriff Kassa vollkommen korrekt und ich glaube nicht, dass Frauen mit ähnlichen Interessen so selten sind. Also die Frauen, die sich eher für technische/wissenschaftliche Themen und solche Sachen wie AoE, LARP und DSA interessieren, sind meiner Erfahrung nach nicht die Frauen, die besonders häufig von Männern angeflirtet werden. Ich denke, dass es eher so ein Internetphänomen ist, dass Männer solche Frauen idealisieren und sagen, dass sie genau soetwas suchen. Seitdem ich auf Youtube und auf meinem Blog aktiv bin, habe ich schon öfter solche Kommentare gelesen und vermutlich liegt das daran, dass man im Internet einfach leichter als im realen Leben Komplimente bekommt. Ich denke jedenfalls auch, dass mein Blog vor allem früher ein verzerrtes Bild von mir übermittelt hat, denn ich interessiere mich zwar für die aufgezählten Sachen, aber es ist nicht so als hätte ich von einem der Themen wirklich Ahnung. Ich weiß wirklich nicht viel über Computer, ich habe nur gerne Menschen um mich, die mir etwas darüber erzählen können. Solche Kommentare lassen mich eben immer denken, dass die Person vermutlich 5 Frauen kennt, die auch halbwegs auf die Beschreibung passen, die sie allerdings nie ernsthaft als potentielle Freundin in Erwägung gezogen haben. Ich bekomme auf jeden Fall gerne Komplimente, aber ich glaube euch nicht, dass ihr nirgendwo eine tolle Freundin finden könnt, weil alle tollen Frauen schon einen Freund haben oder am anderen Ende der Welt wohnen. Vermutlich müsst ihr euch dann mit einem Mädchen zufrieden geben, das zum Beispiel nur an
Lan-Partys, Age of Empires, LARP und Betriebssystemen interessiert ist, aber es sollte ja nicht so schlimm sein, auf Astrophyisk zu verzichten. Also jeder hat da wohl eine eigene Liste mit ein paar Punkten und muss dann entscheiden, was am wichtigsten ist, jedenfalls gibt es echt viele tolle Menschen da draußen.
1.10.2012

Ich kenne tatsächliche Leute, die relativ professionelle, ungefährliche Waffen (Einhänder, Zweihänder, Hämmer, Morgenstern, Schilder, Wurfmesser, Wurfäxte,...) herstellen, um damit zu LARPen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Live_Action_Role_Playing ). Wir fuchteln eher aus Spaß herum und legen wenig Wert auf authentisches Gewicht/Kostüme. Ich möchte aber eigentlich nicht von den exakten Regeln usw. berichten, sondern eine spannende Geschichte erzählen. Es ist eine wahre Begebenheit.
Alles begann mit dem Gedanken, selbst Schwerter herzustellen. Natürlich wollten ich, Elisabeth und Judith ganz besondere Zweihänder anfertigen. Unsere Schwerter sollten besonders feminin werden. Deshalb begaben wir uns auf die beschwerliche Reise in den erstbesten Baumarkt. Ein paar alberne Ereignisse bremsten uns unnötig ab, aber nach einigem hin und her kamen wir schließlich an. Bevor wir bereit dazu waren, den Baumax zu betreten, redeten wir uns gegenseitig Mut zu. Nachdem wir einen Notfallplan ausgearbeitet hatten, begaben wir uns schließlich ins Innere. Wir tauchten in eine merkwürdige, unübersichtliche Welt ein, doch wir fanden uns schnell zurecht. Routiniert marschierten wir durch die Gänge und fanden schnell heraus, dass es das, was wir wollten, nicht gab. Wir suchten tapfer weiter, aber die Holzstange war zu kurz, die Alustange in der blödesten Länge überhaupt und die Holzstange passte absolut nicht hinein. Nur die Rohrisolierung und das Gaffaband entsprachen unseren Vorstellungen. Beinahe hätten wir die Alurohre doch gekauft und daraus ein Langschwert und ein Kurzschwert angefertigt, aber dann gab es so viel anderes Zeug, das wir beim Hornbach besorgen wollten, dass wir sie nicht mitnahmen. Da die Abteilung "Metallrohre zur Schwertherstellung" (ich nenne sie zumindest gerne so) am anderen Ende des Marktes war, als wir das beschlossen, waren wir ziemlich verzweifelt. Wir weinten lautstark, bis schließlich Elisabeth ein spektakuläres Manöver vollführte, um die Situation zu retten. Sie packte die Alurohre, erhob sie, rief ihren Lieblingskampfschrei und rannte so schnell sie konnte. Etwa 4 Meter von uns entfernt zögerte sie kurz, sah sich unsicher um, stellte fest, dass niemand in der Nähe war, stellte die Rohre irgendwo ab und raste zu uns zurück. Auch wir mussten nun schnell handeln. Es war höchste Zeit, den Baumarkt zu verlassen. Sobald wir wieder vollzählig waren, rasten wir sofort zur Kassa, zahlten und fuhren rasch zum Hornbach. Damit das klar ist: Ich möchte eigentlich keine Werbung für irgendwelche Baumärkte machen und bekomme leider auch kein Geld dafür, sie zu erwähnen :(
Nach der Autofahrt, die mindestens 2 Minuten lang dauerte, betraten wir selbstsicher den Baumarkt. Schließlich hatten wir uns auch zuvor sehr gut zurecht gefunden. Eigentlich ist der Hornbach besser beschildert und das Sortiment ist größer, allerdings findet man trotzdem nichts. Die Sachen, die wir brauchten, waren zu speziell, um auf den großen Schildern zu stehen und es war schwierig herauszufinden, wo sie sein könnten. Bei Baumax hatten wir einfach die meisten Regale grob durchgeschaut, ob dort etwas Nützliches sein könnte, aber bei Hornbach waren es einfach zu viele. Gegen diese Übermacht kamen wir nicht an. Relativ rasch fanden wir wieder Rohre, doch die einen waren zu dick, die anderen zu dünn und die nächsten waren genau die, die wir bei Baumax verschmäht hatten. Danach suchten wir die runden Holzstangen, doch erst nachdem wir einige Male hin und her gelaufen waren und uns alle Mitarbeiter gemeinsam den Weg beschrieben hatten, fanden wir sie schließlich. Die einen waren zu lang, die anderen zu kurz, und alle hatten sie den falschen Durchmesser, aber immerhin war mehr Auswahl da als beim Baumax. Mit den unterschiedlichsten Holzstangen und Metallrohren liefen wir mehrmals durch den ganzen Baumarkt hin und her. Immer, wenn wir eine Holzstange gefunden hatten, die genau in ein Rohr passte, war sie so dünn, dass sie bald brechen würde. Es gab zwar eine Stange, die den Durchmesser unserer Vorstellung hatte, doch sie war zu kurz. Wir nahmen also die langen Stangen aus dem Regal und trugen sie zu den Rohren, obwohl sie durch die Länge umständlich zu tragen waren. Nach einigen Stunden und vielen verschiedenen Versuchen wurde uns bewusst, dass die "zu kurzen" Stangen genau die richtige Länge und den perfekten Durchmesser hatten. Trotzdem waren wir enttäuscht, dass es keine Alurohre in der perfekten Länge gab und kauften sie trotzdem. Zwischendurch fanden wir die perfekten Materialien zur Verzierung (buntes Isolierband und rosa Malerkrep). Also suchten wir den gesamten Baumarkt nurnoch nach Isomatten ab, die es hier geben musste. Schließlich wussten wir von anderen Leuten, die ihre Isomatte hier gekauft hatten. Trotz einigen Rückschlägen suchten wir verbissen weitern. Je länger man sich darin aufhält, desto verwirrender wirkt ein Baumarkt. Nach einer Weile glaubt man, dass die meisten Produkte in jeder Abteilung sein könnten, da es ja vielleicht doch irgendwie dazupasst. Zwischendurch wollten wir uns aufteilen, aber auch das funktionierte nicht richtig gut. Eine Verkäuferin teilte uns schließlich mit, dass wir die Matte vor 2 Wochen noch bekommen hätten. Leider alles ausverkauft. Wir waren zwar schon ziemlich erschöpft, aber wir wollten noch unbedingt eine Isomatte kaufen, um endlich beginnen zu können, die Schwerter zu basteln. Wir zählten alle möglichen Geschäfte auf, in denen es eventuell Isomatten geben könnte. Nach einem sehr komplexen Abstimmungsverfahren entschieden wir uns dafür, in ein Sportgeschäft zu fahren. Dort gab es 2 verschiedene Isomatten, die in Frage kamen. Diese Entscheidung war deutlich leichter. Als wir endlich das ganze Material beisammen hatten, machten wir uns sofort an die Arbeit.
Bald folgt eine ausführliche Bauanleitung :D
with a lovely greet
L.Shihit

Mittwoch, 18. November 2015

Rolling in the Higgs

Hey!
Ich habe gerade festgestellt, dass ich jetzt immer 2 alte Blogposts pro Tag rebloggen muss, um all meine alten Posts auf diesen Blog zu retten bevor blog.de geschlossen wird. Das mache ich jetzt mal einfach. Mir ist bewusst, dass das viel schneller ist, als ihr die alten Posts lesen könntet, also muss ich wohl irgendwie akzeptieren, dass ich das eher für mich selbst mache als für sonst jemanden. Naja, vielleicht kann ich Max überreden, alles nachzulesen. Der ist dann bestimmt auch so nett, dass er mich auf gravierende Fehler aufmerksam macht, die ihm dabei ins Auge gestochen sind. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht besonders gut darin bin, Fehler zu entdecken, wenn ich etwas korrigieren möchte. Meine Mutter kann das richtig gut, aber irgendwie habe ich das nicht von ihr geerbt. Das Skriptum über den "Bioreaktor", mit dem wir heute gearbeitet haben, enthielt allerdings so viele Fehler, dass das sogar mich gestört hat. An einer Stelle stand wohl "Lehrrohr" anstatt "Leerrohr", sodass einem Freund total unklar war, wozu dieses Rohr dienen soll. Also konkret ging es um die Gasleerrohrgeschwindigkeit und mir sind keine Rohre bekannt, die mir etwas beibringen könnten, aber dass es leere Rohre gibt konnte ich auch schon beobachten. So, jetzt lese ich erstmal den alten Blogpost, um den sollte es ja eigentlich auch in meiner Anmerkung gehen. Man merkt ja total, dass ich den geschrieben habe, als ich noch keine Ahnung davon hatte, wie ein Studium so abläuft. Ich habe damals übrigens folgenden Kommentar erhalten "Danke für die Blumen für den Nerd Code! Wir bemühen uns!". Da drängt sich mir die Frage auf, ob es eigentlich üblich ist, sich hin und wieder selbst zu googeln, wenn man irgendetwas im Internet macht. Ich google zum Beispiel immer wieder LadyShihita, aber ich dachte, dass das nicht so viele Leute machen würden. Ich vermute jedenfalls, dass Ulf Weihbold von Pulpmedia meinen Blog nicht regelmäßig gelesen hat und ich dann zufällig den Nerd Code erwähnt habe. Ich weiß auch nicht, ob der jetzt noch irgendetwas mit dem Nerd Code zu tun hat, er ist wohl nicht mehr Marketing Manager bei Pulpmedia und ehrlich gesagt habe ich jetzt keine Lust, genauer zu recherchieren. Vielleicht googelt der Herr ja mal wieder seinen Namen und möchte dann selbst erklären, was er mit dem Nerd Code zu tun hat oder wie er damals auf meinen Blog gestoßen ist.

27.8.2012

Kennt ihr auch das Gefühl, wenn euch jemand eine Theorie erklärt, ihr versteht sie und dann fällt euch auf, dass ihr noch immer nicht versteht warum es ganz genau so ablaufen sollte und nicht anders? Manchmal habe ich das Gefühl, man könnte mir viele Theorien erklären und ich würde sie zwar an und für sich verstehen, aber wer sagt mir denn, dass die Grundannahmen richtig sind? Man muss immer von irgendwelchen Axiomen ausgehen und deshalb... Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass ich zu leicht von etwas zu überzeugen bin. Klar ist es einfacher, ein System immer wieder anzupassen, anstatt ein neues zu erfinden, aber ist das auch richtig so? Vieles, das ich nicht ganz verstehe, glaube ich der Wissenschaft trotzdem. Einfach weil es sympatisch klingt und ich es glauben möchte. Eigentlich vertraue ich der Wissenschaft manchmal fast wie einer Religion.
Wie stark sich unterschiedliche Theorien durchsetzen, hängt irgendwie auch davon ab, wie sie emotional besetzt sind, was sie in den Menschen auslösen. Wenn du eine perfekte, richtige Theorie hast und niemand außer dir glaubt sie, weil sie unbequem oder unsympathisch ist... Was nutzt es? Vielleicht setzt sie sich dank Beweisen irgendwann doch durch, aber es dauert bestimmt viel länger.
Wenn man ehrlich ist, vergisst man oft Teile von Begründungen wieder und merkt sich nur, dass es überzeugend klang und was die Folge davon war. Kennt ihr das, wenn ihr zum 20. mal in eurem Leben eine ähnliche Erklärung für Schwarze Löcher oder ähnliches hört und ihr zwar eigentlich alles schon wisst, das gesagt wird, aber trotzdem hättet ihr es spontan nicht in dieser Art und Weise wiedergeben können? Ich finde es interessant, wie ein und dasselbe Thema beim 18. Mal noch interessant sein kann, wenn sich der Informationsgehalt nicht verändert hat, obwohl man beim 16. und 17. mal die Erklärung ermüdend und langweilig empfand. Das kann sogar passieren, wenn die 18. Erklärung eigentlich schlechter war als die vorherigen.
Ich bin mir gerade nicht sicher, ob mir jemand folgen kann oder ob ich der einzige Mensch bin, der so tickt... Es gibt einfach so Dinge, die man "eh scho längst checkt hot" (entschuldigt die österreichische Ausdrucksweise) und trotzdem ist es manchmal gut, das Wissen nochmal aufzufrischen. Man hört einfach einen Begriff, denkt sich "Das war doch irgendwie so in der Art" und wenn man länger darüber nachdenken würde, fiele einem alles wieder ein, doch dann ist man erleichtert, nochmal die komplette Erklärung zu hören. Danach freut man sich entweder, weil man es jetzt wieder perfekt im Gedächtnis hat oder man ist gelangweilt, weil es eben trotzdem nichts neues ist. Und all die Dinge, die ich schon so oft immer wieder und wieder gehört habe -und mittlerweile endgültig wissen sollte- könnten eigentlich auch ganz anders sein, weil ich sie viel zu selten in Frage stelle. Viele Menschen sind einfach so abgelenkt davon, zu versuchen, einen Vorgang zu verstehen, dass sie vergessen, ihn zu hinterfragen oder nach alternativen Erklärungen zu suchen. Andererseits gibt es wahrscheinlich genügend Menschen, die das tun und wenn man alles immer in Frage stellt, kommt man nicht wirklich weiter. Im alltäglichen Leben tue ich das ja auch nicht...
Meine Gedanken kommen mir gerade absolut wirr vor und wenn ich das lesen würde, würde ich mich fragen, worauf der Autor eigentlich hinaus will. Weiß ich allerdings nicht. Ursprünglich wollte ich hier nur 1-2 Sätze schreiben...
Wisst ihr, was ich cool finde? Vorlesungen sind öffentlich. Ich meine, wenn man so darüber nachdenkt... Wenn ich in Pension bin könnte ich mich jeden Tag in irgendeine Vorlesung setzen, die mich interessiert. Und das tolle daran wäre: Wenn ich etwas nicht verstünde, wäre das vollkommen egal, weil es mir nicht um das Studium ginge. Außerdem könnte ich mich ein Jahr später wieder in die gleiche Vorlesung setzen und würde es wahrscheinlich nicht mal bemerken, weil ich bis dahin sicher schon alles wieder vergessen hätte. Wenn ich alt und senil bin, ist es vielleicht alleine schon beruhigend irgendjemandem beim Reden zu zu hören. Ich weiß, es gibt auch die Möglichkeit, ein Seniorenstudium zu machen, aber das klingt für mich nicht so cool. Ich möchte ja nicht mit irgendwelchen Titeln angeben, ich möchte einfach aufstehen und gehen können, wenn ich eine Vorlesung nicht mag, ohne Angst zu haben, dass ich dann bei der Prüfung durchfalle. Ich finde das klingt einfach nett...
Ursprünglich wollte ich eine Einleitung zu folgendem Bild schreiben... Hmm...
Machen wir einfach eine Kurzfassung:
Seit langem "beste" Teilchentheorie: "Standardmodell".Sieht aus mathematischen Gründen keine Masse für bestimmte Teilchen vor --> Higgs-Boson  --> Wechselwirkung mit Higgsfeld verleiht Masse. Verständlich?
(Hoffentlich kann man das stark vereinfacht so in der Art sagen. Wenn nicht, dann bin ich eben zu blöd dafür, aber ich glaube da bin ich nicht die einzige)

https://www.youtube.com/watch?v=VtItBX1l1VY
Hab das Video gerade gefunden und finde es extrem cool... So ein riesen Aufwand o.O
Solche und ähnliche Bilder findet man auf: http://www.facebook.com/TheNerdCode
Macht einfach süchtig ^^