Hey! Ich habe heute festegestellt, dass Granatäfpel viel billiger sind als ich dachte. Also ich denke ich habe vor Jahren mal einen am Naschmarkt gekauft und da waren es so 2-3€. Beim türkischen Supermarkt um die Ecke bezahlt man wohl nur so 90 Cent. Vermutlich bezahlt man für viele andere Sachen, die sonst deutlich teurer sind beim türkischen Supermarkt um die Ecke auch nicht so viel, aber die verkaufen eben auch vieles, mit dem ich nicht wirklich etwas anfangen kann. Außerdem mache ich meistens nur Essen für eine Person, da sind die Großpackungen aus türkischen Supermärkten etwas unangebracht. Irgendwie mag ich den besagten Supermarkt jedenfalls, aber ich kaufe eben nur sehr selten dort etwas ein.
3.10.2012
Im Grunde genommen lässt sich der Vorgang auf 3 wesentliche Schritte zusammenfassen.
Schritt 1: Bastelt ein Schwert
Schritt 2: Hohlt euch Inspiration und überlegt was für eine Art von Schwert ihr machen wollt
Schritt 3: Verziert das Schwert
Mir ist klar, dass das für eine Anleitung nicht ganz ausreicht. Es
ist notwendig, jeden Schritt genauer zu erklären und Beispiele
aufzuschreiben. An dieser Stelle möchte ich jemanden zitieren, der eine
allgemeine Einführung zu dem Thema geschrieben hat:
"Das wichtigste bei der Verzierung eines Schaumstoffschwertes ist
natürlich der Zweck des Schwertes: Hier kann man klar unterteilen in
Zeremonieschwert, Kampfschwert oder Demonstrationsschwert. Beginnen wir
mit dem Demonstrationsschwert: Ein solches soll besonder toll aussehen
und alle beeindrucken, also muss es real und furchteinflößend aussehend.
Die Klinge mit grauen (Gaffa ist doch grau, oder?) Band (wenn nicht,
dann halt schwarz) komplett umwickeln, zur Furchteinflößung ein paar
rote Blutflecken. Der Griff muss elegant wirken, also ein
goldener/gelber Grundton mit verschiedenen Fresken und mit Edelsteinen
verschiedenster Farben verziert.
Ein Zeremonieschwert ist eigentlich genau dasselbe, nur die Blutflecken würde ich weglassen.
Ein Kampfschwert dient entweder dem allgemeinen Kampf, dann genügt eine
graue/schwarze Klinge mit Symbol auf dem Griff, alternativ auch (blaue)
Runen auf der Klinge; wenn es jedoch ein Questschwert ist, das für einen
bestimmten Kampf geschmiedet wurde, ist eine Darstellung des Feindes
auf der Klinge Pflicht"
Natürlich könnt ihr auch einfach diese Ratschläge befolgen, aber das hat
nichts mit dem zu tun, was ich, Elisabeth und Judith machen wollten.
Wir brauchen sowohl die repräsentative Wirkung als auch die Möglichkeit,
ganz normal zu kämpfen. Wie kreiert man also ein solches Schwert?
Das kommt ganz auf euch an. Was wollt ihr denn? Wie seid ihr? Womit
könnt ihr euch identifizieren? Wie wollt ihr auf andere Wirken? Um ein
Schwert zu schaffen, mit dem ihr euch identifizieren könnt, müsst ihr
auch über euch selbst nachdenken. Oder ihr überlegt einfach, was ihr
cool findet und was euch gefallen würde. Wenn ihr euch nicht sicher
seid, was ihr genau machen wollt, beginnt einfach zu arbeiten und im
Laufe der Zeit wird sich offenbaren, was für ein Gesamtkunstwerk ihr
schaffen wollt. Am besten ihr arbeitet nicht alleine daran, sondern
trefft euch mit Freunden. Dadurch wird es lustiger und wenn ihr nicht
weiter wisst, hat vielleicht jemand anderer eine rettende Idee.
Zuerst müsst ihr euch natürlich das passende Material kaufen. Um euer
Schwert zu verzieren gibt es sehr viele Möglichkeiten. Ihr könnt
teilweise mit Edding oder mit Decostiften (sehen aus wie Stoffmalstifte
und haften auf fast allen Oberflächen) arbeiten, aber auch Isolierband
und ähnliches sind geeignet. Schaut mal nach, was ihr für Bastelzeug zu
Hause habt und was davon gut geeignet ist. Kennt ihr diesen farbigen
Glitzerkleber? Ich kann mir auch vorstellen, dass der sehr gut halten
und gut wirken würde. Was ihr nehmt, ist letztlich eure Sache, hier sind
nur ein paar Ideen.
Falls ihr genug Material habt, könnt ihr die gesamte Klinge bunt
gestalten. Natürlich ist eine Gaffabandklinge schon sehr schön
silbergrau, aber ein bisschen Verzierung kann nicht schaden. Wenn euch
z.B. eine rosa Klinge zu auffällig ist, könnt ihr sie auch nur
spiralförmig bunt verzieren. Ich kann mir auch gut Schmetterlinge,
Herzen, Sonnen und ähnliches vorstellen. Damit kompliziertere Muster gut
halten, kann ich empfehlen, sie mit breitem, durchsichtigem Klebeband
zu fixieren. Da es dadurch besser hält, könnt ihr diesen Schritt sowieso
zur Sicherheit machen. Vielleicht ist es auch ratsam, eure Stifte
(falls ihr Stifte verwenden wollt) auf verschiedenen Klebebandsorten zu
testen. Auch hier macht es sich bezahlt, mit Freunden gemeinsam zu
arbeiten, da dann jeder ein bisschen Verzierungsmaterial besorgt -->
es entsteht große Auswahl
Auf breiten Parierstangen könnte man links und rechts ein Symbol machen,
auf schmalen Parierstangen bietet sich ein Symbol in der Mitte an. In
beiden Fällen könnt ihr euch natürlich auch ein breiteres Symbol
überlegen, das von links nach rechts reicht. Wenn ihr nicht so viel von
Symbolen haltet, dann würde ich Griff/Parierstange erstmal einfarbig
grundieren, vielleicht etwas verschnörkeln/verzieren oder einfach nur
mit einer passenden Farbe umrahmen. Manchmal wirkt eine Farbe alleine
schon sehr gut und mit einem etwas dunklerem Rahmen kommt sie noch
stärker zur Geltung. Ihr braucht also nicht unbedingt perfekte Ideen. Es
kann auch vorkommen, dass durch ein Problem bessere Ideen kommen. Mir
ist zum Beispiel während der Arbeit das weiße Isolierband ausgegangen
und dadurch kamen mir dann neue Ideen, die um einiges besser waren.
Wichtig ist auch, dass ihr darüber nachdenkt, was ihr von vollkommen
absurder Verzierung haltet und ob euch eine klassische Optik lieber
wäre.
Es gibt auch viele Verzierungsmethoden, die nicht zu auffällig sind und
dennoch stilvoll wirken. Für manche ist vielleicht auch die Frage
entscheidend, ob das Schwert farblich zur Lieblingsjacke/Lieblingsweste
passt. Schließlich möchtet ihr mit dem Schwert in weiterer Folge draußen
kämpfen und da sollte es vielleicht doch zu euren üblichen Outfits
passen. Den Griff des Schwertes deshalb vor jeder Benutzung neu zu
überkleben kommt mir allerdings leicht übertrieben vor (könnt ihr aber
auch gerne machen, wenn ihr Lust dazu habt).
Eurer Kreativität sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt von
kleinen Sternchen aus Isoband bis zu Totenschädeln aus Filz alles
mögliche machen. Ihr könnt auch ganz viele Sticker aufkleben, wenn euch
das besser gefällt. Oder das Schwert mit Stoff umwickeln. Oder für
Farbübergänge sorgen. Oder ihr probiert jede einzelne Möglichkeit, die
ich aufliste, an einem einzigen Schwert aus.
Hier einfach ein paar Beispiele, wie wir unsere Schwerte gestaltet haben:
-) rosa herzförmiger Knauf mit roter Umrandung, Griff und Parierstange auch rosa grundiert mit roten Akzenten
-) Griff und Parierstange schwarz/weiß grundiert, vorne links ein Herz
und rechts ein gebrochenes Herz, hinten links eine Sonne rechts ein Mond
hier ist uns das Gaffaband ausgegangen --> oben spiralförmig grün, blau, gelb
-) süßer Smiley am Griff, sonst schlicht
-) unterschiedliche Muster auf Griff und Parierstange
Ich bin mir sicher, dass ihr jetzt auch hübsche, gelungene Schwerter
herstellen könnt. Was? Ihr wisst jetzt zwar, wie ihr euer Schwert
verzieren wollt, habt aber keine Ahnung, wie man ein Schwert herstellt?
Na gut, ausnahmsweise folgt dazu auch noch eine Anleitung...
Material:
ca. 1 m Rohrisolierung
90cm Holzstange (14 mm Durchmesser)
110 cm Alurohr (16 mm Durchmesser, sodass die Holzstange hineinpasst)
Isomatte
Gaffaband + Verzierungsutensilien
Kosten: 10-15€
Zuerst entweder das Alurohr mit einer Metallsäge bei 110 cm
abschneiden oder sich darüber freuen, dass es bereits die richtige Länge
hat. Danach wird die Holzstange hineingeschoben und das Alurohr wird
(z.B. mit einem Schraubstock) so zusammengequetscht, dass die Holzstange
nicht nach unten rutschen kann. Danach wird die Rohrisolation
angebracht. Dazu sollte man sie innen an der Alustange festkleben und
darauf achten, dass sie an der Spitze des Schwertes ca. einen Finger
länger (am besten ihr macht das nach Gefühl, da ich relativ kleine Hände
habe) als Holzstange und Alurohr ist, um das Verletzungsrisiko zu
verringern. Dann wird die Rohriso oben spitz zugeschnitten und die ganze
Klinge des Schwertes zur Fixierung mit Gaffaband umwickelt.
Nun zur Herstellung des Griffes: Die gewünschte Griffform schneidet ihr 2
mal aus der Isomatte aus (wenn die Matte sehr dünn ist braucht ihr 2
Schichten --> 4 x ausschneiden). Diese Teile fixiert ihr in weiterer
Folge mit Gaffaband am Rest der Metallstange. Je nachdem, wie ihr den
Griff geplant habt, müsst ihr vielleicht ein Stück der Rohrisolation
wieder abschneiden, um genug Platz zu gewinnen. Am besten ihr denkt von
Anfang an darüber nach, wie lang die Klinge und der Griff sein sollen,
damit keine Probleme auftreten. Auch der Griff wird mit Gaffaband
umwickelt.
Tipp: Oft werden die Griffe etwas zu breit, um das Schwert ideal halten
zu können. Sollte dies der Fall sein, kann man den Griff ganz fest mit
Garn einschnüren und die Fäden am nächsten Tag entfernen. Natürlich
wirkt diese Methode keine Wunder, aber ihr könnt ja ausprobieren, ob es
bei euch hilft.
Während dem gesamten Herstellungsprozess ist es wichtig, mitzudenken und
flexibel auf verschiedene Situationen zu reagieren. Wenn ihr
zwischendurch das Gefühl habt, dass etwas nicht halten wird, oder ihr
keine Ahnung habt, wie ihr weiterkommt, dann verwendet Gaffaband.
Vielleicht wollt ihr später nochmal etwas im Inneren des Schwertes
korrigieren und ärgert euch dann darüber, alles so gut zugeklebt zu
haben, aber das macht man trotzdem so. Euer zweites Schwert könnt ihr
übrigens in einem Bruchteil der Zeit herstellen (war bei uns zumindest
so).
Viel Spaß beim Herumfuchteln!
L.Shihit
Der vermutlich weltweit 2. Blog über Schminke und PC-Zeugs. Hier werden die Interessen von Männern und Frauen vereinigt und in (hoffentlich) witzigen Anekdoten wiedergegeben. Der Blog hat keine eindeutige Zielgruppe und ich bin auf keinem meiner 2 Hauptthemen wirklich kompetent, aber genau das wird den Charme meines Blogs ausmachen. Außerdem wird ihn sowieso niemand lesen, weil ich keine Zielgruppe habe.
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Freitag, 20. November 2015
Donnerstag, 19. November 2015
Frauen im Baumarkt!?
Hey!
Unter diesem Blogpost habe ich folgenden Kommentar bekommen: "ARGH! Frauen, die sich für Astronomie, Lan-Partys, Age of Empires, LARP und Betriebssysteme interessieren, und auch noch gut aussehen. Warum gibt es nicht mehr von der Sorte?? Aber es heißt trotzdem "Kasse" und nicht "Kassa".
". Dazu möchte ich eigentlich nur das sagen, was ich auf diesen Kommentar damals auch geantwortet habe. Naja, zumindest etwas ähnliches. In Österreich ist der Begriff Kassa vollkommen korrekt und ich glaube nicht, dass Frauen mit ähnlichen Interessen so selten sind. Also die Frauen, die sich eher für technische/wissenschaftliche Themen und solche Sachen wie AoE, LARP und DSA interessieren, sind meiner Erfahrung nach nicht die Frauen, die besonders häufig von Männern angeflirtet werden. Ich denke, dass es eher so ein Internetphänomen ist, dass Männer solche Frauen idealisieren und sagen, dass sie genau soetwas suchen. Seitdem ich auf Youtube und auf meinem Blog aktiv bin, habe ich schon öfter solche Kommentare gelesen und vermutlich liegt das daran, dass man im Internet einfach leichter als im realen Leben Komplimente bekommt. Ich denke jedenfalls auch, dass mein Blog vor allem früher ein verzerrtes Bild von mir übermittelt hat, denn ich interessiere mich zwar für die aufgezählten Sachen, aber es ist nicht so als hätte ich von einem der Themen wirklich Ahnung. Ich weiß wirklich nicht viel über Computer, ich habe nur gerne Menschen um mich, die mir etwas darüber erzählen können. Solche Kommentare lassen mich eben immer denken, dass die Person vermutlich 5 Frauen kennt, die auch halbwegs auf die Beschreibung passen, die sie allerdings nie ernsthaft als potentielle Freundin in Erwägung gezogen haben. Ich bekomme auf jeden Fall gerne Komplimente, aber ich glaube euch nicht, dass ihr nirgendwo eine tolle Freundin finden könnt, weil alle tollen Frauen schon einen Freund haben oder am anderen Ende der Welt wohnen. Vermutlich müsst ihr euch dann mit einem Mädchen zufrieden geben, das zum Beispiel nur an Lan-Partys, Age of Empires, LARP
und Betriebssystemen interessiert ist, aber es sollte ja nicht so schlimm sein, auf Astrophyisk zu verzichten. Also jeder hat da wohl eine eigene Liste mit ein paar Punkten und muss dann entscheiden, was am wichtigsten ist, jedenfalls gibt es echt viele tolle Menschen da draußen.
1.10.2012
Ich kenne tatsächliche Leute, die relativ professionelle, ungefährliche Waffen (Einhänder, Zweihänder, Hämmer, Morgenstern, Schilder, Wurfmesser, Wurfäxte,...) herstellen, um damit zu LARPen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Live_Action_Role_Playing ). Wir fuchteln eher aus Spaß herum und legen wenig Wert auf authentisches Gewicht/Kostüme. Ich möchte aber eigentlich nicht von den exakten Regeln usw. berichten, sondern eine spannende Geschichte erzählen. Es ist eine wahre Begebenheit.
Alles begann mit dem Gedanken, selbst Schwerter herzustellen. Natürlich wollten ich, Elisabeth und Judith ganz besondere Zweihänder anfertigen. Unsere Schwerter sollten besonders feminin werden. Deshalb begaben wir uns auf die beschwerliche Reise in den erstbesten Baumarkt. Ein paar alberne Ereignisse bremsten uns unnötig ab, aber nach einigem hin und her kamen wir schließlich an. Bevor wir bereit dazu waren, den Baumax zu betreten, redeten wir uns gegenseitig Mut zu. Nachdem wir einen Notfallplan ausgearbeitet hatten, begaben wir uns schließlich ins Innere. Wir tauchten in eine merkwürdige, unübersichtliche Welt ein, doch wir fanden uns schnell zurecht. Routiniert marschierten wir durch die Gänge und fanden schnell heraus, dass es das, was wir wollten, nicht gab. Wir suchten tapfer weiter, aber die Holzstange war zu kurz, die Alustange in der blödesten Länge überhaupt und die Holzstange passte absolut nicht hinein. Nur die Rohrisolierung und das Gaffaband entsprachen unseren Vorstellungen. Beinahe hätten wir die Alurohre doch gekauft und daraus ein Langschwert und ein Kurzschwert angefertigt, aber dann gab es so viel anderes Zeug, das wir beim Hornbach besorgen wollten, dass wir sie nicht mitnahmen. Da die Abteilung "Metallrohre zur Schwertherstellung" (ich nenne sie zumindest gerne so) am anderen Ende des Marktes war, als wir das beschlossen, waren wir ziemlich verzweifelt. Wir weinten lautstark, bis schließlich Elisabeth ein spektakuläres Manöver vollführte, um die Situation zu retten. Sie packte die Alurohre, erhob sie, rief ihren Lieblingskampfschrei und rannte so schnell sie konnte. Etwa 4 Meter von uns entfernt zögerte sie kurz, sah sich unsicher um, stellte fest, dass niemand in der Nähe war, stellte die Rohre irgendwo ab und raste zu uns zurück. Auch wir mussten nun schnell handeln. Es war höchste Zeit, den Baumarkt zu verlassen. Sobald wir wieder vollzählig waren, rasten wir sofort zur Kassa, zahlten und fuhren rasch zum Hornbach. Damit das klar ist: Ich möchte eigentlich keine Werbung für irgendwelche Baumärkte machen und bekomme leider auch kein Geld dafür, sie zu erwähnen
Nach der Autofahrt, die mindestens 2 Minuten lang dauerte, betraten wir selbstsicher den Baumarkt. Schließlich hatten wir uns auch zuvor sehr gut zurecht gefunden. Eigentlich ist der Hornbach besser beschildert und das Sortiment ist größer, allerdings findet man trotzdem nichts. Die Sachen, die wir brauchten, waren zu speziell, um auf den großen Schildern zu stehen und es war schwierig herauszufinden, wo sie sein könnten. Bei Baumax hatten wir einfach die meisten Regale grob durchgeschaut, ob dort etwas Nützliches sein könnte, aber bei Hornbach waren es einfach zu viele. Gegen diese Übermacht kamen wir nicht an. Relativ rasch fanden wir wieder Rohre, doch die einen waren zu dick, die anderen zu dünn und die nächsten waren genau die, die wir bei Baumax verschmäht hatten. Danach suchten wir die runden Holzstangen, doch erst nachdem wir einige Male hin und her gelaufen waren und uns alle Mitarbeiter gemeinsam den Weg beschrieben hatten, fanden wir sie schließlich. Die einen waren zu lang, die anderen zu kurz, und alle hatten sie den falschen Durchmesser, aber immerhin war mehr Auswahl da als beim Baumax. Mit den unterschiedlichsten Holzstangen und Metallrohren liefen wir mehrmals durch den ganzen Baumarkt hin und her. Immer, wenn wir eine Holzstange gefunden hatten, die genau in ein Rohr passte, war sie so dünn, dass sie bald brechen würde. Es gab zwar eine Stange, die den Durchmesser unserer Vorstellung hatte, doch sie war zu kurz. Wir nahmen also die langen Stangen aus dem Regal und trugen sie zu den Rohren, obwohl sie durch die Länge umständlich zu tragen waren. Nach einigen Stunden und vielen verschiedenen Versuchen wurde uns bewusst, dass die "zu kurzen" Stangen genau die richtige Länge und den perfekten Durchmesser hatten. Trotzdem waren wir enttäuscht, dass es keine Alurohre in der perfekten Länge gab und kauften sie trotzdem. Zwischendurch fanden wir die perfekten Materialien zur Verzierung (buntes Isolierband und rosa Malerkrep). Also suchten wir den gesamten Baumarkt nurnoch nach Isomatten ab, die es hier geben musste. Schließlich wussten wir von anderen Leuten, die ihre Isomatte hier gekauft hatten. Trotz einigen Rückschlägen suchten wir verbissen weitern. Je länger man sich darin aufhält, desto verwirrender wirkt ein Baumarkt. Nach einer Weile glaubt man, dass die meisten Produkte in jeder Abteilung sein könnten, da es ja vielleicht doch irgendwie dazupasst. Zwischendurch wollten wir uns aufteilen, aber auch das funktionierte nicht richtig gut. Eine Verkäuferin teilte uns schließlich mit, dass wir die Matte vor 2 Wochen noch bekommen hätten. Leider alles ausverkauft. Wir waren zwar schon ziemlich erschöpft, aber wir wollten noch unbedingt eine Isomatte kaufen, um endlich beginnen zu können, die Schwerter zu basteln. Wir zählten alle möglichen Geschäfte auf, in denen es eventuell Isomatten geben könnte. Nach einem sehr komplexen Abstimmungsverfahren entschieden wir uns dafür, in ein Sportgeschäft zu fahren. Dort gab es 2 verschiedene Isomatten, die in Frage kamen. Diese Entscheidung war deutlich leichter. Als wir endlich das ganze Material beisammen hatten, machten wir uns sofort an die Arbeit.
Bald folgt eine ausführliche Bauanleitung
with a lovely greet
L.Shihit
Unter diesem Blogpost habe ich folgenden Kommentar bekommen: "ARGH! Frauen, die sich für Astronomie, Lan-Partys, Age of Empires, LARP und Betriebssysteme interessieren, und auch noch gut aussehen. Warum gibt es nicht mehr von der Sorte?? Aber es heißt trotzdem "Kasse" und nicht "Kassa".
1.10.2012
Ich kenne tatsächliche Leute, die relativ professionelle, ungefährliche Waffen (Einhänder, Zweihänder, Hämmer, Morgenstern, Schilder, Wurfmesser, Wurfäxte,...) herstellen, um damit zu LARPen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Live_Action_Role_Playing ). Wir fuchteln eher aus Spaß herum und legen wenig Wert auf authentisches Gewicht/Kostüme. Ich möchte aber eigentlich nicht von den exakten Regeln usw. berichten, sondern eine spannende Geschichte erzählen. Es ist eine wahre Begebenheit.
Alles begann mit dem Gedanken, selbst Schwerter herzustellen. Natürlich wollten ich, Elisabeth und Judith ganz besondere Zweihänder anfertigen. Unsere Schwerter sollten besonders feminin werden. Deshalb begaben wir uns auf die beschwerliche Reise in den erstbesten Baumarkt. Ein paar alberne Ereignisse bremsten uns unnötig ab, aber nach einigem hin und her kamen wir schließlich an. Bevor wir bereit dazu waren, den Baumax zu betreten, redeten wir uns gegenseitig Mut zu. Nachdem wir einen Notfallplan ausgearbeitet hatten, begaben wir uns schließlich ins Innere. Wir tauchten in eine merkwürdige, unübersichtliche Welt ein, doch wir fanden uns schnell zurecht. Routiniert marschierten wir durch die Gänge und fanden schnell heraus, dass es das, was wir wollten, nicht gab. Wir suchten tapfer weiter, aber die Holzstange war zu kurz, die Alustange in der blödesten Länge überhaupt und die Holzstange passte absolut nicht hinein. Nur die Rohrisolierung und das Gaffaband entsprachen unseren Vorstellungen. Beinahe hätten wir die Alurohre doch gekauft und daraus ein Langschwert und ein Kurzschwert angefertigt, aber dann gab es so viel anderes Zeug, das wir beim Hornbach besorgen wollten, dass wir sie nicht mitnahmen. Da die Abteilung "Metallrohre zur Schwertherstellung" (ich nenne sie zumindest gerne so) am anderen Ende des Marktes war, als wir das beschlossen, waren wir ziemlich verzweifelt. Wir weinten lautstark, bis schließlich Elisabeth ein spektakuläres Manöver vollführte, um die Situation zu retten. Sie packte die Alurohre, erhob sie, rief ihren Lieblingskampfschrei und rannte so schnell sie konnte. Etwa 4 Meter von uns entfernt zögerte sie kurz, sah sich unsicher um, stellte fest, dass niemand in der Nähe war, stellte die Rohre irgendwo ab und raste zu uns zurück. Auch wir mussten nun schnell handeln. Es war höchste Zeit, den Baumarkt zu verlassen. Sobald wir wieder vollzählig waren, rasten wir sofort zur Kassa, zahlten und fuhren rasch zum Hornbach. Damit das klar ist: Ich möchte eigentlich keine Werbung für irgendwelche Baumärkte machen und bekomme leider auch kein Geld dafür, sie zu erwähnen
Nach der Autofahrt, die mindestens 2 Minuten lang dauerte, betraten wir selbstsicher den Baumarkt. Schließlich hatten wir uns auch zuvor sehr gut zurecht gefunden. Eigentlich ist der Hornbach besser beschildert und das Sortiment ist größer, allerdings findet man trotzdem nichts. Die Sachen, die wir brauchten, waren zu speziell, um auf den großen Schildern zu stehen und es war schwierig herauszufinden, wo sie sein könnten. Bei Baumax hatten wir einfach die meisten Regale grob durchgeschaut, ob dort etwas Nützliches sein könnte, aber bei Hornbach waren es einfach zu viele. Gegen diese Übermacht kamen wir nicht an. Relativ rasch fanden wir wieder Rohre, doch die einen waren zu dick, die anderen zu dünn und die nächsten waren genau die, die wir bei Baumax verschmäht hatten. Danach suchten wir die runden Holzstangen, doch erst nachdem wir einige Male hin und her gelaufen waren und uns alle Mitarbeiter gemeinsam den Weg beschrieben hatten, fanden wir sie schließlich. Die einen waren zu lang, die anderen zu kurz, und alle hatten sie den falschen Durchmesser, aber immerhin war mehr Auswahl da als beim Baumax. Mit den unterschiedlichsten Holzstangen und Metallrohren liefen wir mehrmals durch den ganzen Baumarkt hin und her. Immer, wenn wir eine Holzstange gefunden hatten, die genau in ein Rohr passte, war sie so dünn, dass sie bald brechen würde. Es gab zwar eine Stange, die den Durchmesser unserer Vorstellung hatte, doch sie war zu kurz. Wir nahmen also die langen Stangen aus dem Regal und trugen sie zu den Rohren, obwohl sie durch die Länge umständlich zu tragen waren. Nach einigen Stunden und vielen verschiedenen Versuchen wurde uns bewusst, dass die "zu kurzen" Stangen genau die richtige Länge und den perfekten Durchmesser hatten. Trotzdem waren wir enttäuscht, dass es keine Alurohre in der perfekten Länge gab und kauften sie trotzdem. Zwischendurch fanden wir die perfekten Materialien zur Verzierung (buntes Isolierband und rosa Malerkrep). Also suchten wir den gesamten Baumarkt nurnoch nach Isomatten ab, die es hier geben musste. Schließlich wussten wir von anderen Leuten, die ihre Isomatte hier gekauft hatten. Trotz einigen Rückschlägen suchten wir verbissen weitern. Je länger man sich darin aufhält, desto verwirrender wirkt ein Baumarkt. Nach einer Weile glaubt man, dass die meisten Produkte in jeder Abteilung sein könnten, da es ja vielleicht doch irgendwie dazupasst. Zwischendurch wollten wir uns aufteilen, aber auch das funktionierte nicht richtig gut. Eine Verkäuferin teilte uns schließlich mit, dass wir die Matte vor 2 Wochen noch bekommen hätten. Leider alles ausverkauft. Wir waren zwar schon ziemlich erschöpft, aber wir wollten noch unbedingt eine Isomatte kaufen, um endlich beginnen zu können, die Schwerter zu basteln. Wir zählten alle möglichen Geschäfte auf, in denen es eventuell Isomatten geben könnte. Nach einem sehr komplexen Abstimmungsverfahren entschieden wir uns dafür, in ein Sportgeschäft zu fahren. Dort gab es 2 verschiedene Isomatten, die in Frage kamen. Diese Entscheidung war deutlich leichter. Als wir endlich das ganze Material beisammen hatten, machten wir uns sofort an die Arbeit.
Bald folgt eine ausführliche Bauanleitung
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L.Shihit
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