Freitag, 3. März 2017

Neue LAN, neues Glück

Hey!
Ich war mal wieder zu faul, gleich einen Blogpost zu schreiben. Naja, ist ja nicht so schlimm.
Wir haben wieder Werwolf Age of Empires gespielt mit leicht abgewandelten Regeln (in gewisser Hinsicht ist das hier also eine Fortsetzung des letzten Posts, in dem ich mehr auf die regeltechnischen Besonderheiten von Werwolf Age of Empires eingehe). Aber viel interessanter als das ist, dass ich bei unserem ersten Testspiel etwas völlig abgefahrenes erlebt habe. Ich hatte kluge Dorfbewohner, die sich wie von Geisterhand völlig selbstständig bewegten und anfingen, für mich Beeren zu sammeln. Ich war überzeugt, dass es sich hierbei um kein gewöhnliches Volk handle, sondern dass zu meinen Ehren ein völlig neues Geschlecht entstanden ist. Fleißige und kluge Dorfbewohner, die sich ihre außerordentlichen Fähigkeiten angeeignet hatten, um mich besser preisen zu können. Falls euch jemand erzählt, dass ich so blöd war, meine Farbe zu verwechseln und bei einem falschen Spieler verzückt zuzuschauen, was die Dorfbewohner da völlig selbstständig für mich machen, dann handelt es sich dabei um ein Beispiel für Fake News.

1. Spiel:
ABER WER IST HIER SONST NOCH INTELLIGENT?
-Eine berechtigte Frage, von Jotschi in die Diskussion eingebracht wurde.
Im Rahmen dieser Diskussion wurde Flo vom Dorf nominiert, was er wohl durchaus als Kompliment auffassen kann. Wenn solche Komplimente im Raum liegen, ist es einer Meinung nach Zeit zur Sicherheit schon einmal einen Shipname zu etablieren. Wenn auf zukünftigen LANs oder beim DSA spielen wieder verdächtige Aussagen fallen, kann man dann wieder auf den Shipname zurückgreifen. Wenn nicht, dann ärgern sie sich vielleicht zumindest, dass darüber diskutiert wurde. Also ich bin für Flofftschi. Aber vielleicht hat Elisabeth ja einen besseren Vorschlag.
Okay, bevor ich jetzt wirklich anfange das Spiel zu beschreiben muss ich etwas gestehen. Egientlich stand der Satz ohne Anmerkung in meinen Notizen und da die LAN jetzt schon etwas her ist weiß ich nicht einmal mit Sicherheit, ob das Jotschi gesagt hat. Ich bin einfach nur ein albener Mensch. Gut, jetzt da das geklärt ist können wir ja wieder zur objektiven und gut recherchierten Berichterstattung übergehen.
Also Flo wurde vom Dorf nominiert und er war beinahe überfordert damit, auf allen möglichen Fronten zugleich nicht attackiert zu werden. Eine folgenschwere Nominierung also.
Elisabeth war Seherin und wir glaubten ihr, dass Jotschi Werwolf ist. Ihn bekriegten wir auch tatsächlich, wobei bemerkenswert ist, dass er am Ende seinen König besonders gut versteckte. Und selbst als Laurids wusste, wo Jotschis König ist, gab es noch das Problem, dass irgendwelche Einheiten von mir den Weg blockierten und ich einfach unfähig war. Aber nach ein wenig hin und her konnten wir ihn doch noch ausschalten. Elisabeth lieferte uns dann direkt auch den zweiten Werwolf Matthias, wodurch das Spiel nicht so lange dauerte. Anzumerken ist jedoch, dass ich auch am Bevölkerungslimit das Gefühl hatte, keine nennenswerte Armee zu haben. Das lag an meinen ausgezeichneten Handelsbeziehungen. Eigentlich waren sie sogar zu gut. Ich verdiente immerhin 12000 Gold durch den Handel mit Luki und bin sehr froh, dass sich nicht herausstellte, dass er ein Werwolf war. Macht euch doch selbst ein Bild von unseren florierenden Handelsbeziehungen:


Elisabeth war übrigens nur als Reservespielerin da und hatte somit Zeit, sich mit der Alex zu unterhalten. Einmal hörte ich die beiden hinter mir laut lachen und fragte was ich verpasst hatte, aber Elisabeth erklärte, dass doch sogar auf meinem Blog steht, dass sie sich gerade mit der Alex unterhalten möchte.
Später schlug Elisabeth wieder versönlichere Töne an. Als Essen bestellt wurde, fragte sie mich, ob ich mir mit ihr eine Pizza Amore teilen möchte. Ich fühlte mich geschmeichelt, aber es war noch zu früh für solche Schritte, weil ich noch sauer war, dass Elisabeth nur mit Alex reden möchte. Gut, vielleicht lag es auch daran, dass ich hungrig war und lieber eine ganze Pizza essen wollte. Aber das klingt doch eigentlich ziemlich unwahrscheinlich, ich sehe doch nicht so aus, als wäre ich so gefräßig, oder?
Jetzt habe ich jedenfalls nochmal über alles nachgedacht und möchte mich bei Elisabeth für ihr Versöhnungangebot danken. Bei Gelegenheit können wir uns gerne eine Pizza Amore teilen oder zumindest mal online gemeinsam AoE 2 spielen. Jetzt haben wir nämlich beide das Steamspiel. Jeder, der das liest, kann mich gerne auf Steam adden und mit mir gemeinsam spielen.


2. Spiel:
Diesmal wurde mit random Völkern gespielt, was mich und einige andere traurig machte. Dabei habe ich allerdings auch festgestellt, dass ich öfters mal andere Völker spielen sollte, über die weiß ich nämlich viel zu wenig. Die anderen mussten ziemlich schmunzeln, als ich ihnen erklärte, warum ich immer Byzantiner spiele, deshalb teile ich das auch mit euch. Eigentlich sollte das peinlich sein, aber wer mich schon länger online erfolgt weiß bestimmt, dass ich einfach kein sehr ausgeprägtes Schamgefühl habe. Als ich gelernt habe Age of Empires 2 zu spielen hat mir nämlich jemand erklärt, dass Kanonentürme sehr gut sind und nicht alle Völker sie bauen können. Da habe ich geschaut, welche Völker Kanonentürme bauen können und das alphabetisch erste genommen. Später habe ich meine Wahl nie wieder hinterfragt, weil so ja alles ganz gut läuft. Nicht, dass ich mir extra lauter Sachen über Völker merke und das dann doch verwechsle und dann strategisch ganz verwirrt bin. Nach der LAN hatte ich aber das Gefühl, dass es sich doch lohnen würde, mal mehr Völker und ihre Vorzüge kennen zu lernen.
Okay, also im zweiten Spiel war ich Opportunist und spielte die Mongolen.
Flo wollte sich Lukas nennen, woraufhin auch andere Spieler falsche Namen als ihre Spielnamen verwenden wollten, was daraufhin verboten wurde. Grundsätzlich wäre das aber schon mal witzig.
Namenstechnisch war es sowieso schon verwirrend, weil Flo den Flo angriff und ständig jemand Laurenz sagte, obwohl nur Laurids und Lorenz mitspielten. Ich kenne gar keinen Laurenz. Doch, ich kenne einen Chemiestudenten der so heißt, aber das ist jetzt nicht so verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ich wahrscheinlich 200 Chemiestudenten kenne. Jedenfalls kam es sogar mehrfach vor, dass jemand Lorenz nochmal bewusst fragte, wie er denn nun heißt und es trotzdem etwas später wieder falsch sagte. Ich glaube man hört einfach normalerweise am häufigsten den Namen Laurenz und wenn dann zwei stark verwandte Namen da sind, dann sagt man das einfach versehentlich.
Lorenz war auf jeden Fall Werwolf und ich war unfähig. Er hatte eine ziemlich effektive Onagerdefense aufgebaut und ich schickte mehrmals versehentlich eine kleine Armee so in sein Reich, dass sie sofort getötet wurde ohne Schaden anzurichten. Jotschi lachte mich deshalb aus. Es war ziemlich bitter.
Meine Handelspartner Laurids und Luki waren ein Liebespaar und bald beschlossen wir bei der Dorfabstimmung, beiden den Krieg zu erklären. Ich hatte also keine Handelspartner mehr, sodass mir phasenweise fast das Gold ausging. Da Laurids mein direkter Nachbar war, gelang es ihm, meinen König auszuschalten. Das war aber auch dumm von mir. Ich hätte den König nur in einer meiner anderen Burgen unterbringen müssen, dann wäre es gar kein Problem gewesen. Ich wollte doch nur gerade kurz Truppen zusammensammeln, bevor ich Laurids wieder aus meinem Reich vertreibe. Aber die Königsburg stand eben ziemlich an der Grenze und so lange dauert es ja nicht, die gezielt einzureißen. Ich meine, vielleicht hätte Laurids mich sowieso rausgeschmissen, aber gerade bei dem Spiel war ich da schon ziemlich traurig, weil es wirklich wirklich lange dauerte, bis die anderen mitbekamen, dass Jotschi der zweite Werwolf ist.
Ich weiß auch nicht, ob ich das mitbekommen hätte, aber auch unabhänig davon hätte ich dann vielleicht einfach mal erzählt, dass ich Opportunist bin. Die anderen haben später einfach noch so intensiv diskutiert wer Werwolf sein könnte und ich denke es wäre spannend gewesen, da noch mitzumischen.
In einer Diskussionsphase erzählte Jotschi, dass er gerade 200 Pikeniere hat, woraufhin Flo ihn nicht nominieren wollte, weil er derzeit nur Reiter hat. Moment... Vielleicht war das ja nur eine Ausrede und Flo wollte Jotschi eigentlich aus anderen Gründen nicht angreifen.
💕💕 FLOFFTSCHI CONFIRMED! 💕💕

Doch noch viel spannender als dieses Match ist natürlich die Frage: Wer ist dein Harry Potter Boy?
Die coolsten Leute im Raum fingen nämlich an, genau solche Fragen durch Tests online ein für alle Mal zu klären. Alex und Lorenz sind Rarity, ich bin Applejack und Elisabeth war glaube ich 3 verschiedene Ponys zu jeweils 30%. Eines der Ponys war jedoch 20% cooler.
In Wirklichkeit ist mein Lieblingspony übrigens Fluttershy. Wir haben My little Pony allerdings alle seit Jahren nicht mehr gesehen.
Wir wissen jetzt auch alle, welches Element wir sind. Ich bin natürlich Feuer, weil ich Feuerbälle so mag.
Oh und bei einem Test war das Ergebnis auch Hunddelfin. Fragt mich nicht was das für ein Test war, ich weiß es nicht. Elisabeth ist jedenfalls ein unsichtbares Chamäleon und Alex ist Seherin. Die Frage ist, ob sie dadurch sogar Elisabeth sehen kann, wenn sie gerade unsichtbar ist.

Im Spiel brachte dann jemand den Vorschlag Jotschi zu nominieren, um Lukas etc. auszuschalten. Klingt natürlich insbesondere absurd, wenn man tot ist und Bescheid weiß. Tja, dann wurde Laurids ausgeschalten, wodurch natürlich sein Geliebter Lukas weg war. Matthias und Flo verloren also, wobei Matthias beeindruckenderweise vom Werwolf alleine ausgeschalten wurde.

3. Spiel
Dann mussten wir mit einer zufälligen Farbe spielen. Darunter musste besonders Flo leiden, der ja bekanntlich nur gelb gut spielen kann.
Gleich zu Beginn schnappte sich Laurids 12 Kühe. Fängt ja schonmal toll an (zwar waren nur 3 davon für mich gedacht, aber das ist trotzdem kein Zustand).
Matthias wollte außerdem meine Reliquie stehlen. Voll gemein. Ich habe dann seinen Mönch eingemauert, sodass er nicht mehr weg kann.
Ein paar Minuten später hat sich Matthias beschwert, dass sein Mönch dort eingemauert ist. Daraufhin machte ich ihn darauf aufmerksam, dass ich ihn gewarnt hatte. Jotschi stellte fest, dass diese Verplantheit wohl in der Familie liegt. Daraufhin sagte sein Bruder Luki den legendären Satz: Ich bin schon im Castle Age.
Versteht ihr? Das ist lustig, weil es darum ging, dass Luki, Matthias und Flo etwas verpeilt sind und Luki daraufhin irgendetwas gesagt hat ohne zu wissen worum es gerade geht. Wir haben dann auch versucht ihm zu erklären worum es gerade geht und er hat es anfangs eben trotzdem nicht verstanden, was den komödiantischen Effekt nur verstärkte. Ich sehe schon ein, dass es wahrscheinlich nicht lustig ist, wenn man nicht dabei war...
Danach hat sich Matthias jedoch auch geweigert, die Reliquie zurückzugeben, indem er den Mönch löscht. Das war sehr ärgerlich. Er meinte, dass er sie zurückgibt, falls sich herausstellt, dass ich gut bin. Es kam jedoch nie so weit.
Bei der nächsten Dorfabstimmung haben wir nämlich Jotschi als Opfer bestimmt. Ich war auch dafür, nur um direkt nach der Abstimmung daran zu denken, dass er ja direkt neben mir ist und kommen wird, um mich zu zerschmettern. Genau so war es dann auch. Ich Doofie habe auch noch vergessen, Jotschi den Krieg zu erklären und das erst gecheckt, als es schon viel zu spät war. Vielleicht sollte ich also nicht über die Verpeiltheit anderer Leute lästern.
Dann hat das Spiel gar nicht mehr so lange gedauert, weil Jotschi und Flo ineinander verliebt waren. Vielleicht sollte ich immer Floff schreiben, um die beiden Flos irgendwie zu unterscheiden. Aber ganz ehrlich, ich habe jetzt keine Lust mehr das zu ändern und leserfreundlich sind meine Einträge ja inzwischen sowieso nicht mehr. Also für Außenstehende ergibt es wahrscheinlich sowieso keinen Sinn. Für die könnte ich es schon verständlicher machen, aber da wäre jeder Post noch eine halbe Seite länger und heute habe ich einfach keine Lust darauf. Vielleicht das nächste Mal, wenn es nicht schon viertel 3 ist.

In der Wartezeit habe ich dann online ein 2 vs. 1 gespielt und verloren. Dazu möchte ich sagen, dass ich aber auch von meinem Mitstreiter kaum Hilfe hatte. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass in meinem Bauch gerade eine Schlacht Pikeniere gegen Palladine vor sich geht, bei der beide Spieler unendlich viele Ressourcen und viele Gebäude für die Nachproduktion der Einheiten haben. Es gab dennoch Unregelmäßigkeiten, der eine drängte den anderen Spieler zurück, doch die Kampffront wurde nur hin und her geschoben, ohne jegliche Aussicht auf einen Sieg für einen Seite.

Die restliche Nacht war zum Kotzen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich lag auf der Couch und habe mich hin und wieder übergeben, während Matthias, Lukas und Jotschi noch zwei Runden spielten. Sie wählten eine Map, die völlig zufällig generiert wurde. Vorher klang das ziemlich aufregend: ALLES KANN PASSIEREN! Auf der ersten Karte war es auch richtig aufregend. Es gab wenige Schafe, aber dafür gab es so gut wie gar kein Gold. Ach, und Steine waren auch nicht viele da. Holz eigentlich auch nicht. Das Spiel dauerte ewig und schien alle Beteiligten die ganze Zeit über zu frustrieren.
Im zweiten Spiel gab es zwar mehr Zeug, aber überhaupt keinen Platz. Also man konnte Platz schaffen, indem man Wald abbaut/zerstört, aber das ist eben mühsam, wenn man wirklich keinen Platz für Gebäude hat. Das klang schon etwas witziger, aber ich verzichtete auf die Spielteilname. So zwischen 6 und 7 Uhr morgens wollte Jotschi dann schlafen und hat deshalb Matthias und Luki raus geworfen. Ich habe dann versucht auf der Couch zu schlafen und habe zumindest nur in den dafür vorgesehenen Eimer gekotzt. Aber inzwischen geht es mir längst wieder besser, keine Sorge :)

with a lovely greet
L.Shihit

Montag, 30. Januar 2017

Werwolf meets Age of Empires 2

Hey!
Wir haben uns versammelt, um ein faszinierendes AoE 2 Scenario zu spielen: Werwolf. Die Regeln dazu werden für interessierte in unserem offiziellen Regelwerk, das allerdings kleine Rechtschreib- und kleine Regelfehler enthält, detailliert erklärt. Wahrscheinlich ist das zum Verständnis echt sinnvoll, aber ich möchte nicht den Rahmen des Posts damit sprengen.

Tl/dr: Zwei zufällig bestimmte Spieler sind Werwölfe, das Dorf versucht sie zu töten. In der Werwolfphase können die Werwölfe einem Spieler alle Dorfbewohner und ihre Ressourcen wegnehmen. Nach einer kurzen Diskussionsphase kann das Dorf ebenfalls jeden Tag ein Opfer nominieren, dass dann von allen Mitspielern gemeinsam angegriffen wird (man darf nur diesen Leuten oder Werwölfen, die sich geoutet haben, den Krieg erklären). Danach haben alle etwas Zeit für den Neuaufbau, bevor die Phasen erneut beginnen. Zusätzlich können die Werwölfe einen Werwolf anfordern, der jede Runde stärker wird.

Die ersten 2 Spiele habe ich souverän gewonnen. Dass es sich dabei um Testspiele gehandelt haben könnte, die die anderen schneller verlassen haben, möchte ich an dieser Stelle ausschließen.
In den ersten zwei Dorfabstimmungen des nächsten Spiels wurde Jotschi ausgewählt, also alle Mitspieler attackierten ihn.
Das erste Opfer der Werwölfe war übrigens Laurids, das nächste war dann Flo, der sich ziemlich schnell als Seherin outete. In den anderen Werwolfnächten wurde meistens auch Flo von den Werwölfen nominiert, weil er der stärkste Spieler war.
Ich hatte übrigens am Anfang die meisten Punkte und war dann ständig Platz 4, obwohl ich gefühlt überhaupt nichts hatte. Nur eben viele Dorfbewohner. Ich war zumindest die ganze Zeit über nicht so richtig kampfbereit. Aber vielleicht kann ich einfach nicht kämpfen. Das ist es sogar ziemlich wahrscheinlich. Jedenfalls etablierte ich dadurch das wunderbare Argument, dass wir in der Dorfabstimmung, wenn wir nichts besseres wissen, immer einen der besten 3 Spieler nominieren sollen.
Als Jan (ein Werwolf) als Opfer der Dorfabstimmung ausgewählt wurde, outete sich U. Das war geschätzt in der 3. Nacht, der Werwolf war also noch relativ schwach.
Elisabeth tötete mit ihren Elfanten heldenhaft den Jan. Er meinte dabei, es seien unendlich viele, obwohl das nicht einmal all ihre Elefanten waren. Okay, wahrscheinlich war haben ihr die anderen geringfügig geholfen, aber es war eindeutig ihr Verdienst.
Elisabeth spielt übrigens so gut, dass sie Us Werwolf auch noch aus Versehen tötete.
U war übrigens steinreich.
Oh, außerdem griff ein Wildschwein tapfer die Elefanten an (vermutlich ausgelöst durch Flächenschaden), wurde allerdings leider getötet.

4. Spiel: Beim vierten Spiel outete sich Flo versehentlich als Werwolf. Das entstand, weil das Spiel zu einem ungünstigen Zeitpunkt pausiert wurde und Elisabeth seinen Bildschirm einsehen konnte.

Elisabeth gab übrigens zu, dass sie es anstrengend findet, ihre Augen zu schließen. Das erklärt wohl, warum sie nachts mit uns AoE spielt und nicht lieber zu Hause schläft. Wenn ich schonmal über die wundervolle Elisabeth schreibe, sollte ich wohl auch erwähnen, dass sie mal zwischen den Spielen mit Alex reden wollte. Also nur mit Alex, aber über nichts Bestimmtes. Mich mag sie wohl nicht mehr. Oder sie mag mich noch ein bisschen, aber sie wollte eben lieber (direkt neben mir) nur mit Alex reden.

5. Spiel
: Am kompliziertesten und sicher auch am strategisch wichtigsten war hier ein intensiver Krieg um die Schafe und Kühe auf der Map. Ich habe wahrscheinlich so 15-20 Tiere von anderen Spielern gestohlen und hatte trotzdem weniger, als man standardmäßig haben sollte. Alle waren sehr in diesen Schafkrieg vertieft oder zumindest davon genervt.
Falls ihr denkt, dass das schon albern genug war, muss ich euch leider enttäuschen. Flo nutzte seinen König zum scouten und schaffte es, dass er bei Jotschi stehen blieb, der ihn umgehend einmauerte. Flo war allerdings wieder Seherin und Jotschi war auch gut, sodass das gar nicht so schlimm war.
Diesmal war ich zwar eigentlich nicht besser, aber die ganze Zeit bei den Top 3 Spielern dabei. Mein System wurde mir also zum Verhängnis und alle erklärten mir den Krieg (Flo und Jotschi belegten Platz 1 und 2).
Ich sagte ihnen, dass das eine ganz dumme Idee sei, weil ich dann als unschuldiger Dorfbewohner sterben würde, aber niemand hörte auf mich. Dann sah mir peinlicherweise auch noch Jotschi, der zu diesem Zeitpunkt schon tot war, beim Kampf zu und ich versagte völlig. Also ich hatte eigentlich wohl genug, um mich zu verteidigen, habe aber einfach nicht auf die Minimap geschaut und die Einheiten in die völlig falsche Richtung geschickt. Jotschi hat mich ausgelacht.
An dieser Stelle muss ich sagen, dass meine Notizen irgendwie widersprüchlich klingen. Nicht nur, weil plötzlich Jotschi tot ist, obwohl es ja dumm von uns gewesen wäre ihm den Krieg zu erklären. Ich bin mir nämlich sicher, dass U meinen König tötete und dass er Werwolf war.
Das klingt doch eher nach dem dritten Spiel, andererseits bin ich mir sicher, dass ich nicht in den Top 3 war, als ich die tolle Regel etablierte, dass wir immer die Top 3 Spieler als Abstimmungsopfer wählen sollten.
Ich bin verwirrt.
Bei diesem Spiel steht in den Notizen nur, dass Elisabeth in Laurids verliebt war und sie bei der ersten Abstimmung getötet wurde. Und dass mir mein Top 3 System zum Verhängnis wurde.
Also ich bin jetzt irgendwie verwirrt wer genau Werwolf war, vielleicht kann ja jemand in den Kommentaren meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Vielleicht war es auch ein anderes Spiel, in dem Jotschi Flos König als Geisel hatte. Ansonsten sagen wir einfach, dass ich keine falschen Berichte schreibe, sondern nur hin und wieder alternative Fakten einstreue.
Ich bin mir immerhin ganz sicher, dass der Schafkrieg beim 5. Spiel war.

6. Spiel/7. Spiel: Es kann sehr kompliziert sein, zu joinen, wenn die Hälfte der Mitspieler auf eine bestimmte Farbe besteht. Außerdem wollte Jotschi unbedingt verhindern, dass Flo gelb spielen kann und hat ihn immer wieder rausgekickt. Bevor Flo nicht der gelbe Spieler ist können wir aber nicht anfangen zu spielen. Es ist einfach unmöglich. Im 6. Spiel war Flo jedoch alleine Werwolf, was duch den Zufallsgenerator in einem Achtel der Fälle passiert (ist relativ aufwendig, den im Spiel zu implementieren also hatte Jotschi keine Lust, diesen Fall auch noch auszuschließen).
Dafür brauchten wir dann nicht mehr besonders lange, um das nächste Spiel zu starten.
Die neuen Regeln für die Werwolfphase lauteten, dass sie ihrem Opfer alle Zivileinheiten und alle nicht einquartierten Militäreinheiten wegnehmen. Zusätzlich sind alle Ressourcen weg, das tauschen von Ressourcen ist jedoch erlaubt (was dazu führt, dass man trotzdem viel Nahrung hat). Oh und sogar die einquartierten Einheiten verlieren alle Lebenspunkte, man muss sie also eine Weile lang aufheilen lassen.
In diesem Spiel tötete ich Elisabeth, deren Basis bequemerweise direkt neben meiner lag. Sie war auch tatsächlich ein Werwolf. Jotschi, der vorher Opfer der Werwölfe gewesen war, hatte nur noch eine Armee aus Mönchen, mit denen er so viele Elefanten von Elisabeth wie möglich bekehren wollte. Damit war er auch relativ erfolgreich, aber ich wollte mir eben das Recht sichern, ihren König zu töten, deshalb ließ ich ihm nicht so allzu viel Zeit dafür.
Dieses Spiel wäre eigentlich noch richtig interessant geworden, denn Jotschi war in U verliebt, der der andere Werwolf war. Aus taktischen Gründen wollte U sich in der Werwolfphase selbst nominieren, bedachte dabei jedoch nicht, dass die neuen Regeln so sind, dass dabei auch der König getötet wird, wenn man sich selbst nominiert (weshalb wir diese Regelvaration wohl nicht mehr spielen werden).
Funfact: In diesem Spiel hatte Laurids 241 Dorfbewohner (Bevölkerungslimit: 300).

Oh, ich muss auch noch erwähnen, dass Laurids einfach der geborene Opportunist ist. Er wusste quasi selbst nicht, ob er jetzt für die Werwölfe oder für das Dorf spielen soll/wird. Herrlich mitanzusehen. Aber ich habe schon wieder viel zu viel geschrieben.

with a lovely greet
L.Shihit
(Ich sollte mir mal eine neue Catchphrase zum Beenden der Posts ausdenken. Ich mache das schon ca. seit ich 16 bin so und langsam habe ich es Gefühl, dass es mir nicht mehr gefällt.)

Samstag, 31. Dezember 2016

Wunderbare Menschen: Elisabeth

Hey!
Ich hatte die Idee für eine neue Reihe auf meinem Blog. Darin möchte ich wunderbare Menschen vorstellen, bei denen vollkommen unverständlich ist, warum sie single sind. Es handelt sich um Menschen, die ich anderen von wärmsten Herzen empfehlen kann. In der Reihe werde ich versuchen abwechselnd Männer und Frauen vorzustellen, sodass sich die erwähnten Leute theoretisch jemand anderen, der gut passt, in meinen Empfehlungen finden könnten. Praktisch ist es vielleicht schwieriger und eventuell leben die Menschen, die ich empfehle am anderen Ende der Welt, aber es könnten sich ja auch außenstehende Interessenten in den Kommentaren melden. Meinen Blog liest zwar kaum jemand, aber man kann ja nie wissen.
Es werden bestimmt auch im Laufe der Zeit Leute dabei sein, mit denen ich mir mal eine Beziehung vorstellen konnte. Oh, und um die Privatsphäre der Menschen zu schützen werde ich keine Bilder von ihnen hochladen und nur ihren Vornamen verwenden. Langsam sollten wir allerdings zum interessanten Teil dieses Posts kommen: zu Elisabeth!
Wie ihr alle wisst, hat sich inzwischen ein relativ großer Kult rund um die wunderbare Elisabeth gebildet, ihr Fanclub nimmt langsam pseudoreligiöse Elemente an, die die weise Elisabeth übrigens nicht gut heißt. Sie ist nämlich überaus bescheiden und möchte nicht als Göttin verehrt werden, da sie sich dann nicht mehr so gut um ihre Anhänger kümmern könnte. Ihr reicht es völlig aus, wenn ihr sie bewundert, ihr müsst nicht 9-mal täglich zu ihr beten. Wie auch immer, das ist ein äußert komplexes Thema, auf das ich jetzt auch nicht näher eingehen kann. Genaue Regeln sind bald nachzulesen im Verhaltenscodex für Mitglieder des Elisabethfanclubs.
Für den restlichen Post bitte ich euch allerdings um das Unmögliche: Lasst uns über Elisabeth nachdenken, als wäre sie ein völlig normaler Mensch. Wir wollen uns darauf besinnen, was an ihr als Mensch so wundervoll ist.
Einerseits ist sie natürlich schön mit ihren prächtigen, welligen Haaren, die sie nicht einmal waschen müsste, da sie einfach nicht fettig werden. Als besonderes Kennzeichen trägt sie eine blaue Tattoowierung am Auge, ein Kunstwerk, das selbst erfahrene Tattooartists nicht wagen würden. Elisabeth war bereits als Kleinkind in der Lage, sich dieses Tattoo selbst zu stechen. Es betont nun stets ihre braunen Augen auf sehr schmeichelhafte Art und Weise. Elisabeth muss sich wahrhaft nicht schminken, um hübsch zu sein. Außerdem sollte man ihre wohlgeformten Rundungen erwähnen, doch wir wollen uns nicht weiter mit Äußerlichkeiten aufhalten.
Elisabeth ist zwar nett und höflich, mag allerdings eigentlich keine Menschen. Also damit ist natürlich der Umgang mit fremden Menschen gemeint. Das wird sie zum Glück in ihrem äußerst lukrativen und gefragten Beruf nicht so häufig tun müssen. Derzeit macht sie jedoch noch ein Masterstudium und arbeitet seit kurzem nebenbei 20 Stunden pro Woche. Dort verdient sie so viel Geld, dass sie sich zum Beispiel eine umfangreiche Sammlung an Pokemonkarten kaufen konnte. Außerdem hat sie von ihrem Arbeitgeber lauter Süßigkeiten zu Weihnachten bekommen. Zusammgefasst läuft in ihrer Karriere alles wunderbar.
Elisabeth liebt alles, das mit Pokemon zu tun hat. Zelda findet sie auch ganz toll. Sie ist auch gut in anderen Spielen wie Supersmash Bros. und vor allem in Tetris.
Sie spielt sehr gerne Gesellschaftsspiele, wobei sie Werwolf wohl am häufigsten spielt. Zusätzlich spielt sie in 2 DSA-Runden mit (und fängt auch bald mit einer D&D-Runde an) und hat zu Hause eine ziemlich große Sammlung an Brettspielen.
Sportlich ist sie auch noch, aber jetzt auch nicht so übermäßig, dass es lästig wäre. Elisabeth spielt gerne und gut Merkball, hat allerdings auch erst vor kurzem einen Fußballkurs besucht und ist seither auch in dieser Sportart Virtuose. Ganz abgesehen davon klettert sie regelmäßig.
Wichtig ist auch, dass Elisabeth sehr multitaskingfähig ist oder zumindest häufig etwas nebenbei macht. Wenn wir gemeinsam singen, was sie übrigens auch gut kann, dann liest sie dabei oder spielt ein Handyspiel (oder eben Pokemon, wenn sie ihren DS dabei hat). Früher war an Elisabeth auch noch besonders, dass sie ihr besonders tolles Handy hatte. Es war ganz schmal und man konnte es so auseinanderklappen, aber eine Beschreibung ist viel langweiliger als eine Livedemo. Sie hatte es so ungefähr 6 Jahre lang und davor auch immer wieder ein besonders ungewöhnliches Handy, aber seit ungefähr 2 Jahren hat sie ein normales Smartphone, was natürlich auch okay ist. Ich bin ja zu alt für soetwas, obwohl ich jünger bin, aber Elisabeth ist ein richtiger Snapchatprofi, seit sie ein Smartphone hat.
Elisabeth liest gute Bücher und hat vor allem die meisten tollen Bücher schon gelesen, sodass man sich mit ihr darüber unterhalten kann. Sie kann auch Sachen schreiben wie zum Beispiel lange 5-Wort-Geschichten mit meinem Bruder oder Texte für die Uni. Ihr einziges Buch ist bisher ihr Traumtagebuch, das allerdings voller mysteriöser Geheimnisse steckt, die nicht für die Öffentlichkeit tauglich sind. Da steht zum Beispiel irgendeine Geschichte über den Papst, aber es ist sehr schwierig sie zu finden und niemand redet freiwillig darüber, wodurch ich bis heute nicht weiß, was Elisabeth über den Papst geträumt hat. Ich weiß nur, dass es ihr peinlich ist.
Irgendwie artetet das gerade so aus, dass ich einfach irgendetwas über Elisabeth erzähle und davon abweiche, warum sie denn eine tolle Partnerin wäre. Sie ist sehr klug und das meine ich jetzt ganz ernst. Man kann sich mit ihr gut unterhalten, bei größeren Diskussionsrunden hört sie jedoch meist nur interessiert zu und bringt sich nicht aktiv ein. 
Oh und ich muss mal ein weit verbreitetes Missverständnis aufklären: Elisabeth hat damals gar nicht die Zucchinisuppe ruiniert, das ganze Rezept war von Vera und sie trägt für das misslingen die alleinige Schuld.
Am interessantesten ist vermutlich Elisabeths Sinn für Humor, aber ich stelle prinzipiell nur Leute mit tollem Humor vor. Wie ihr Humor genau funktioniert muss man wohl selbst herausfinden, wenn man sie kennenlernt: Die wunderbare Elisabeth!

with a lovely greet
L.Shihit

PS: Ich habe sicher einiges nicht erwähnt, das tut mir leid.
PPS: Ich habe versucht eher die Sachen zu vergessen, die nachteilhaft sein könnten, ich hoffe das gleicht meine Fehler aus.

Samstag, 29. Oktober 2016

Mein üblicher Bericht von der LAN

Hey!
Wie immer habe ich für meinen hochprofessionellen Blog investigativ-journalistisch recherechiert und mich dafür auf eine LAN-Party gegeben. Inzwischen können ja viele Blogger von ihren Werbeeinnahmen leben, aber ich habe mich für den besonders harten Weg eines werbefreien Blogs entschieden, wodurch die Werbeieinnahmen vernachlässigbar sind. Falls jemand noch nicht weiß wie das hier abläuft: Macht euch nicht nur auf Age of Empires, sondern auch auf Lobeshymnen über die wunderbare Elisabeth gefasst, denn ihr riesiger Fanclub würde sich sonst in den Kommentaren beschweren.
Ich sollte langsam zur Sache kommen, denn über diese LAN gibt es wirklich viel zu berichten. Die Technik war wie immer, danke an den U für's Mitbringen und Aufbauen. Die meisten waren überpünktlich und so sah es so aus, als könnten wir sofort mit 2 Gruppen losspielen. Etwa zweieinhalb Stunden später konnten wir uns endlich eingestehen, dass aus irgendwelchen Gründen Laurids und Michi nicht in einem Spiel spielen konnten. Interessanterweise waren auch Laurids Nachrichten im Chat nur für Michi nicht sichtbar, er konnte selbst allerdings alles lesen. Wir konnten einfach nicht herausfinden woran das liegen könnte. Deshalb wurden andere Teams gewählt, was durch Namensgleichheiten vielleicht erst Recht verwirrend ist. Ich erzähle natürlich hauptsächlich von den Spielen, in die ich verwickelt war, weil ich den Rest eben nicht so gut mitbekommen habe.

1. Spiel (Flo, Michi und Laurids gegen Matthias, U, ich und Matthias)
Oje, wie ihr vielleicht seht, sind diesmal meine Notizen leider völlig unbrauchbar, weil ich spontan zwischendurch den Laptop gewechselt und deshalb nur am Handy die Leute mitgeschrieben habe, die beteiligt waren. Wir haben nur einen Matthias, also meine ich damit wohl eigentlich den Luki.
Das ist das einzige Spiel, bei dem ich die Ausrede habe, dass ich schon ewig nicht mehr gespielt habe und erstmal reinkommen musste. Außerdem waren wir uns eh einig, dass die Teams unfair aufgeteilt waren. Über Details bereite ich einfach mal den Mantel des Schweigens (eine Aufklärung kann gerne im Kommentarbereich erfolgen).

2. Spiel (Laurids, Michi, Flo und ich gegen Daniel, Matthias, U und Fichti)
Aus meiner Sicht ein sehr friedliches Spiel, das vor allem dadurch gekennzeichnet war, dass der Laurids ständig Leutemarkierungen auf der Karte gemacht hat und meistens hatte ich das Gefühl, dass sie für mich bestimmt waren. Er saß allerdings am anderen Ende des Raumes und da mein Headset realativ laut eingestellt war bin ich mir ziemlich sicher, dass ich nur ungefähr die Hälfte von den Anweisungen mitbekommen habe. Wie gesagt, für mich war das Spiel recht friedlich, denn ich und Matthias schlossen schnell ein inoffizielles, nonverbales Abkommen wo unsere Grenze verläuft und dass die feindliche Grenze nicht angegriffen wird. Dadurch blieb eigentlich nur die Mission, den Fichti links von mir zu zerstören und dann zu schauen, ob meine Truppen noch irgendetwas Produktives tun können. Ich würde aber auch nicht sagen, dass das großartig mein Verdienst war, Laurids hat mir nämlich Bescheid gesagt, als gerade ein günstiger Zeitpunkt zum Angriff war. Irgendwer hat auch relativ schnell den König von Matthias erwischt und ich habe dann noch mit meinen Bombard Cannons in seinem Reich Burgen zerstört undso, damit man leichter zu anderen Spielern durchlaufen kann. Generell hatte ich das Gefühl, dass ich eigentlich viel zu wenig mit meinen Einheiten gemacht habe, denn ich erreichte relativ schnell das Bevölkerungslimit und musste nicht so oft Truppen nachschicken... Also meine ganze Taktik war in dem Fall eigentlich Bombard Cannons mit Pikenieren oder Palladinen zu bewachen (mich hat ein interessierter Leser bereits im Vorfeld danach gefragt, aber ich glaube ich habe gestern einfach keine besonders spannende oder innovaitve Taktik verfolgt, also wenn nichts genauer erklärt wird kann man davon ausgehen, dass ich eh etwas ähnliches gemacht habe).

3. Spiel (Laurids 9, Jotschi 10, Flo 9, Daniel 5, U 7, Lucy 6,5, Julian 5 und ich 6)
 Das ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, unser höchst professionelles Spielerranking zu erwähnen. Ich habe die Durchschnittsbewertung der Spieler neben ihrem Namen geschrieben, um zu verdeutlichen, dass ich eindeutig die schlechteste Spielerin in dem Spiel war. Das geht leider nicht ganz auf, weil das Rating teilweise einfach noch Bullshit ist. Für Daniel sagt es sowieso nicht aus, weil den einfach fast niemand bewertet hat. Da habe ich die Bewertung gerade eigntlich komplett verändert und das ist auch der einzige Spieler, bei dem ich in dem Spiel sagen würde, dass er vielleicht wirklich schlechter spielt als ich. Wie Julian zu seinem Rating kommt ist mir wirklich unklar, den hätte ich sogar mit 8 bewertet... Aprorops mit 8 bewertet: Die wunderschöne Elisabeth wurde auch von einer Person mit dieser Punktezahl bewertet und empfindet das als unangemessen. Insgesamt ist ihr Rating auch 6, was ihr völlig unklar ist, weil sie laut eigenen Angaben eindeutig schlechter spielt als ich. Das ist Ansichtssache, denn dass ich gut in AoE2 bin ist eigentlich nur ein Gerücht, dass der Jotschi irgendwann aufgebracht hat und Elisabeth hat die Elefantentaktik einfach perfektioniert. Mit diesen Vierbeinern zerstampft sie graziös jede Basis.
Jetzt aber endlich wirklich zu diesem Spiel, wir haben eine coole Random Map gespielt, die Hunger Games heißt und auch auf diesem Prinzip aufbaut. In der Mitte gibt es ganz viel Gold und Reliquien und auch sonst ist es eine Nomade Map, die ein paar Überraschungen bereit hält wie zum Beispiel Einheiten und Gebäude, die man einfach finden kann und besonders starke wilde Tiere. Wie ich höre hat sich mein Bruder mit ca. 20 Schwertkämpfern einen erbitterten Kampf gegen einen Affen geliefert. Ich wollte da mehr im Einklang mit der Natur leben, aber ich glaube bei der Expansion meines Reiches habe ich verstehentlich einen Bereich betreten, den eigentlich Julian für sich haben wollte, jedenfalls hat er mich daraufhin angegriffen. Ich war noch nicht ausreichend darauf vorbereitet und er hat meine kleine Wirtschaftskriese gleich ausgenutzt, um mich wenig später zu vernichten, es war also kein so spannendes Spiel für mich. Das Beste, das passiert ist, war, dass ich in Schussreichweite von Jotschis Burg Gold abgebaut habe und das Holzfällerlager einfach kontinuierlich repariert habe. Jotschi hatte aber Respekt vor meinen starken Dorfbewohnern und hat dieses Verhalten einfach gebilligt (angeblich war er stattdessen mit Kampfhandlungen beschäftigt, aber ich glaube das war nur eine Ausrede).

4. Spiel (Lucy und ich gegen Matthias und Fichti)
Das war auf einer wunderschönen Random Map, in der man in einem kleinen zugemauerten Bereich startet und die einfach echt schön grün ist. Ich glaube es war YucatanForest, aber ich bilde mir ein, dass die Bäume anders aussahen. Ist ja auch egal, jedenfalls wollten wir mit Mädelspower gewinnen! Leider war ich als einzige nicht im gleichen Raum wie die anderen, das war etwas ungünstig. Irgendetwas hat mir Lucy auch im Chat geschrieben, aber ich habe es leider nicht gesehen. Ich bin erst durch ihre 2. Nachricht "?" darauf aufmerksam geworden. Vielleicht hat sie mir auch die ganze Zeit geschrieben und sie hatte eine voll tolle geheime Taktik, keine Ahnung. Ich habe eben nichts mitbekommen und dann irgendwann beschlossen, die Mauern von Matthias einzureißen. Er hat das komischerweise als Kriegserklärung aufgefasst. Deshalb hat er seine Truppen von Lucy zurückgezogen und mich attackiert, ich hatte allerdings noch ein bisschen zu wenige Einheiten. Das kann eben einen großen Unterschied machen, wenn man keine Hilfe vom Mitspieler mehr zu erwarten hat. Lucy war nämlich inzwischen komplett aus ihrer Basis vertrieben worden und ich beschloss kurzerhand, meine auch großteils aufzugeben und mich darauf zu konzentrieren, das wichtigste zu retten. Das hätte ich vielleicht nicht machen sollen, keine Ahnung, jedenfalls hatten die anderen ja auch noch den Vorteil, dass sie sich absprechen können und dadurch war der Ausgang relativ eindeutig. Grundsätzlich waren die Teams allerdings relativ gut aufgeteilt und ich würde jederzeit wieder so ein Spiel spielen, bei einem best of 3 oderso hätten wir vielleicht gewonnen. Lucy hat sich dann jedenfalls bei mir entschuldigt, dass sie so schlecht war, aber ich glaube nicht, dass es hauptsächlich ihre Schuld war, sie musste ja irgendwie gegen Fichti und Matthias zugleich kämpfen. Wenn ich Vornamen und Spitznamen mixe liegt das übrigens teilweise daran, dass ich nicht weiß, wie die Leute wirklich heißen, ich bitte die betreffenden darum, das zu entschuldigen.

5. Spiel (Jotschi, Matthias, Flo, Lukas, Daniel, Julian, Laurids und ich)
Noch ein Spiel auf der Hunger Games Map, aber diesmal haben alle nur mit 2 Königen gestartet und auf der Karte waren mehr Dorfbewohner verteilt, sodass man die Dorfbewohner einsammeln musste, um sich irgendwo ein Dorfzentrum zu errichten. Ich konnte nur anfangs keine finden. Dann wurde mir das mit den 2 Königen viel zu kompliziert, ein einheitenverwaltungstechnisch unglaublich großer Aufwand, deshalb habe ich einen direkt in Jotschis Dorfzentrum laufen lassen. Dann hatte ich zwar einen Dorfbewohner und wollte mein Dorfzentrum bauen, aber in der Nähe waren wohl noch wilde Tiere und er verstarb wieder. Das Gleiche passierte mir nochmal und dann war ich schon sehr, sehr demotiviert und außerdem dachte ich pessimistischerweise, dass auf der Map jetzt eh kein Dorfbewohner mehr für mich übrig sein wird. Auch als ich endlich eine feste Niederlassung hatte, kam es zu einer Verkettung von ungünstigen Umständen. Ursprünglich hatte ich sehr viele Schafe gesammelt, diese jedoch durch das ganze Chaos davor inzwischen längst wieder verloren. Ich wollte dann einen Hafen bauen, um mit Schifferboten schnell an Nahrung zu kommen, aber von meiner Basis aus gab es wohl keinen annähend sinnvollen Weg zur Küste, der nicht an wilden Tieren vorbei geht. Also ich hätte wahrscheinlich irgendwie komplett mal rundherum gehen können auf der Map und dabei geschickt Mitspielern und wilden Tieren ausweichen müssen, es war jedenfalls nicht so einfach. Wie auch immer, ich konnte mit den anderen nicht einmal annähernd mithalten und war froh, dass Flo, der seine Basis direkt neben meine gekuschelt hatte, sich zunächst friedlich verhielt. Er wollte nur nicht, dass ich sein Gold abbaue, wobei ich nicht verstehe, warum er es dann selbst gar nicht abgebaut hat. Ich wollte ja nur, dass sich keine Goldquelle vernachlässigt fühlt. Jedenfalls hat er dann einen seiner Könige neben einem dieser Killeraffen etwas versteckt im Wald platziert und ich wollte zumindest im Spiel irgendetwas erreichen, deshalb tötete ich seinen König mit meinen Dorfbewohnern. Der Affe attackiert wohl keine Dorfbewohner, deshalb konnte ich ungehindert den König abschlachten. Dann hat mich natürlich Flo angegriffen und ich habe dann eben noch ein paar mal probiert, mir irgendwo etwas Neues aufzubauen. Am Ende wollte ich nur noch auf 2 Schafe aufpassen, die im Wald eingeschlossen waren, aber selbst meine Basis zum Schafehüten wollte er mir nicht lassen. Schade eigentlich.
Das Spiel hat Flo übrigens noch gewonnen, aber es hat sich dann sehr in die Länge gezogen und irgendwann habe ich begonnen, in der Wartezeit zu lesen, es war nämlich schon 6 Uhr morgens und somit waren nicht mehr genügend Mitspieler für ein neues Spiel da.


6. Spiel (Jotschi gegen Daniel, Matthias, Luki und ich)
Das Spiel war eigentlich ziemlich schwachsinnig, weil von Anfang an klar war, dass Jotschi das wohl nicht schaffen wird. Er hat sich aber wirklich hervorragend geschlagen und mit seinem Rush wirklich die Wirtschaft von allen geschwächt, obwohl wir ja mit einem Rush gerechnet hatten. Dann hat er all seine Truppen für einen einzigen Angriff auf mich verwendet und meine Burg zerstört, um zumindest einen Mitspieler auszuschalten. Mein König war jedoch nicht in der Burg. Dadurch habe ich erst realisiert, dass ich selbst gar nicht weiß, wo mein König ist, aber das habe ich natürlich erst zugegeben, als das Spiel vorbei war. Oh, ich habe übrigens von meinen ganzen Mitspielern die Schafe gestohlen undso und dann behauptet, dass es zwar ein gemeinsames Spiel gegen Jotschi ist, aber dass ich gewinnen werde. So war es dann meiner Meinung nach auch, wenn man annerkennt, dass es einen weiteren Sieger innerhalb des siegenden Teams gibt. 

7. Spiel (Jotschi und Matthias gegen Daniel, Lukas und ich)
Jetzt habe ich eigentlich keine Lust mehr, das Spiel zu beschreiben, jedenfalls haben Jotschi und Matthias gewonnen, was ich eigentlich eh erwartet habe. Vielleicht hätte ich den anderen besser helfen müssen, aber eigentlich hatte ich eh immer Einheiten an der Kampffront gegen Jotschi und irgendwie ist der dann durch die Lager der anderen beiden zu mir durchgelaufen und irgendwann hat mich dann von der anderen Seite Matthias angegriffen. Eine solche Angriffswelle konnte ich noch abwehren, aber dann konnte ich eben nicht mehr viel machen und von den anderen war eben keine Unterstützung mehr zu erwarten. Genau so war das. 


Zusammenfassend könnte man also sagen, dass ich eigentlich fast die ganze Zeit verloren habe. Vielleicht sollte ich das nächte Mal vor der LAN tatsächlich üben. Diesmal habe ich mich übrigens auch vorbereitet und zwar folgendermaßen:

4 Äpfel und einige Cranberrys klein schneiden
200 g Mehl und 200 g Zucker in eine Schüssel abwiegen
2 Esslöffel einer Marmelade hinzufügen, die man eigentlich loswerden möchteEinen Becher Sauerrahm und 2 Eier hinzufügen, anschließend alles mal gut durchmixen
Die Früchte hinzufügen und feststellen, dass das für diese Teigmenge eigentlich zu viele Äpfel sind
Ein paar Apfelspalten essen
Spontan Zimt und Zitronensäure (alternativ könnte man auch weniger Zucker nehmen) hinzufügen
Beinahe das Backpulver vergessen, dann doch noch 1 Packung Backpulver und 1 Packung Vanillezucker hinzufügen
Teig in Muffinformen überführen und bei 180°C backen
Wundern, warum Restlküche ohne Rezept so gut funktioniert


with a lovely greet
L.Shihit


PS: Ich bitte Fehler zu entschuldigen, ich habe nicht geschlafen und meine Notizen waren wie gesagt eigentlich gar nicht aufschlussreich, es grenzt eigentlich an ein Wunder, dass ich mich überhaupt an alle Spiele erinnere. Ihr könnt mich gerne in den Kommentaren korrigieren ^^

PPS: Die unglaubliche Elisabeth hat uns übrigens nur kurz mit ihrer Anwesenheit beehrt, da sie wichtige Verpflichtungen zum Wohle der Allgemeinheit hat. Das war dann allerdings auch länger als erwartet, weil sie sich dann duch noch dazu überreden ließ, eine Runde am Wuzzler zu spielen und das klang so, als hätte sie viel Spaß. Mit ihrer Allwissenheit ist ihr nämlich klar, dass bei diesem Spiel nach dem Zufallsprinzip entschieden wird, in welche Richtung der Ball fliegt.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Online DSA Session

Hey!
Da ich nicht so viel anderes zu tun habe, schreibe ich jetzt ein bisschen mit. Hier sammle ich die zentralen Fragen und die wichtigsten Fakten.

Kurz zur Vorgeschichte: Unsere Helden haben ein göttliches Wagenrennen (Donnersturmrennen) gewonnen. Dadurch besitzen sie jetzt einen göttlichen Rennwagen, den sie im Notfall rufen können. Ihr eigener Wagen und die Rennpferde sind nun eine ganze Stange Geld wert und in diesem Abenteuer wollten sie alles verkaufen, das sie nicht mehr brauchen.
Eigentlich wollten sie schon etwas in Andergast verkaufen, aber es wurde nicht genug Geld geboten.
Von Andergast begleiten sie ? nach ?. Dabei stoßen sie auf ein Dorf, dessen Bürger die friedlichen Orks für Überfälle verdächtigen. Unsere Helden finden die wahren Täter und eliminieren sie. Anschließend begeben sich die Helden nach Gareth.

Vorgeplänkel: Wir haben versucht, online zu spielen. So können wir öfter mal zwischendurch spielen. Bis es bei allen funktionierte und wir bereit waren vergingen läppische 2 Stunden.

Flo hat übrigens 100 AP mehr als alle anderen, weil er Geburtstag hatte. Ich habe dann gefragt, ob ich auch für jeden Geburtstag AP bekomme. Das hat irgendwie nicht funktioniert. Flo kann mit den Ohren wackeln, aber unterm Headset sieht man es nicht.
Ich weiß noch, auf welcher Seite Jotschi die Karte korrigieren wollte: Auf der Vorderseite.
Wer hat eigentlich warum wie viel Geld? Wir haben doch die Pferde von den Tulamiden verkauft oder?
Gilions Pferd ist eine Klodame (oder heißt es doch nur Gloda?).
Brauchen wir überhaupt ein Quartier, wenn wir den Prinzen von Gareth das Leben gerettet haben? Wollen wir den Gefallen bei ihm wirklich für ein Quartier einlösen?
Welche Pizza soll Jotschi essen?
Wir gehen zum Gasthaus "Zur Heldenrast" und der Wirt sieht aus wie der Landeserwin, nur dicker. Bekommt Gilion im Stall eigentlich auch Heu und Kraftfutter wie die Pferde?
Anschließend lassen wir den Wagen schätzen (1000-1500D) und dann marschieren wir zu unseren alten Freunden bei den Ferrarern (die verkaufen Pferde, veranstalten Wagenrennen und bauen Rennwägen). Sie bieten uns sofort 2000D und wir nehmen das Angebot an.
Vorschlag: Geld nach Körpergröße aufteilen (der Zwerg ist dagegen).
Laurids darf seine Kopfhörer nie wieder aufdrehen, weil das so angenehm für uns ist.
Ein Bote bringt uns zu Syratos, den wir noch vom Wagenrennen kennen.
"Was willst du trinken?" - "Einen Fruchtsaft!" antwortet Gilion.
(Das wirkte sehr dramatisch, weil dann die Verbindung vom Laurids weg war, wodurch es so wirkte, als wäre Syratos sehr geschockt davon.)
Syratos betrinkt sich mit uns. Außerdem empfiehlt er uns, beim nächsten Wagenrennen im Hypodrom (Syratos besorgt uns extra Logenplätze dafür) unser Geld auf seinen Freund zu setzen.
Dann haben wir begonnen, unser schwachsinniges Gerede auf Twitch zu streamen.
Ingame ist Flo noch am Rückweg ins Gasthaus bestohlen worden. Dann wurde es sehr mühsam, weil das Internet vom Laurids ständig weg war und er nunmal derjenige ist, der das Abenteuer meistert. Ohne ihn wissen wir nicht einmal, was passiert, wenn wir durch eine Tür treten. Unser Rekord war 11 Zuschauer auf Twitch, aber ein paar von uns hatten den Stream ja auch offen. Die meiste Zeit über war jedoch nur ein richtiger Zuschauer da.
Danach haben wir noch gegeneinander Hearthstone gespielt, das war aber eigentlich auch nicht so spannend. Ich glaube übrigens mit den Worten "Was ist trauriger, wenn man sich eine Stunde lang einen Termin ausmacht, oder wenn man anderen Leuten zuschaut, wie sie sich eine Stunde lang einen Termin ausmachen?" hat Laurids unseren letzten Zuschauer vertrieben. Schade eigentlich. Dabei haben wir wahrscheinlich nur 20 Minuten über den nächsten Termin diskutiert, der Rest war einfach nur Blödsinn.
Am längsten ging es wahrscheinlich um exotische Reittiere. Ich war ja für einen Elefanten, aber jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ein Mammut besser wäre. Mit einem Elefanten kann man nicht zu weit in den Norden, aber ein Mammut kann man in heißen Regionen einfach nass machen, dann wird ihm nicht zu heiß. Das einzige Problem dabei ist, dass man in der Wüste eine halbe Oase bräuchte, um das Mammut nass zu machen; ich weiß nicht, ob sich das lohnt. Man könnte natürlich einfach davon ausgehen, dass wir öfter in den hohen Norden als in die Wüste müssen, aber wahrscheinlich würde Laurids dann extra die Kampagne umschreiben, um uns zu ärgern. Also vielleicht bleiben wir doch bei Pferden.

with a lovely greet
L.Shihit

Dienstag, 18. Oktober 2016

Traum: Endstation



Inspiriert von der wunderbaren Elisabeth, die mal einen Blog für ihre Träume hatte, habe ich für euch den Traum von heute Nacht aufgeschrieben. Ich fand ihn ja leicht kafkaesk, aber er ist auf jeden Fall nicht so deprimierend (außerdem habe ich mir jetzt beim Aufschreiben nicht so viel Mühe gegeben).

Ich sitze im Zug und werde durch die Durchsage darauf aufmerksam, dass ich die richtige Station verpasst habe. Das ist mir noch nie passiert, denn ich kann entweder Heiligenstadt oder Spittelau aussteigen, das ist relativ egal. Normalerweise höre ich jedoch zumindest, dass der Zug gerade in Heiligenstadt ist. In diesem Fall war einfach plötzlich die nächste Station Franz-Josefs-Bahnhof. Eine weitere Durchsage kommt: Es ist mit dem regulären Ticket nicht mehr erlaubt, bis Franz-Josefs-Bahnhof zu fahren und für alle, die das gemacht haben, fällt eine Strafgebühr von 30€ an. Ein paar Sekunden später kommt eine neue Durchsage: Endstation, alle Aussteigen. Beim Ausstieg muss eine Gebühr von 30€ entrichtet werden. Der Zug ist noch ziemlich voll, vor mir gehen vor allem alte Männer. Am Fuße der Treppe sehe ich einen uniformierten Mann. Es war nicht der Schaffner und auf seiner Kleidung befand sich auch nicht das Logo der Bahn, aber es war klar, dass er das Geld abkassieren würde. Ich hoffte, ich könne mich irgendwie davor drücken, denn mit dieser Ausgabe hatte ich nun wirklich nicht gerechnet und ich befand mich ja nicht einmal am geplanten Zielbahnhof. Die Männer vor mir gingen tatsächlich einfach so vorbei und betrachteten den Uniformierten nicht weiter. Er schien ihre Anwesenheit kaum zu registrieren. Vielleicht hatte ich die Durchsage ja falsch verstanden. Ich versuchte auch, beiläufig an ihm vorbeizugehen, doch er räusperte sich und fragte: „Haben Sie nicht etwas vergessen? Sie müssen noch die Strafe bezahlen.“ Ich sah ihn ungläubig an und deutete auf die Männer vor mir, die kaum noch in Sichtweite waren, während ich antworte: „Und was ist mit denen da? Keiner von ihnen musste bezahlen.“
- „Nun, es gibt eine Ausnahme. Für alle unter 26 ist die Fahrt gratis.“
Er war offensichtlich nicht in der Stimmung zu diskutieren und die Männer waren ohnehin nicht mehr in Sichtweite. Ich war allein mit dem Uniformierten und er sah mich herablassend an.
„Ich bin doch erst 21.“
- „Das könnte jeder sagen. Wo ist eigentlich ihr Problem? Bezahlen Sie einfach die Gebühr.“
„Aber… Ich kann es doch beweisen, ich habe meinen Ausweis dabei. Sehen Sie? Hier! Ich bin erst 21.“
Er zückte eine Machete, zerschlitzte mich und riss mit bloßen Händen die Gedärme aus mir heraus, bis er völlig mit Blut verschmiert war. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch daran, dass er feststellen musste, dass er keine Machete dabeihatte. Sein Blick sagte jedoch klar und deutlich, dass er es tun wollte. Völlig verunsichert stammelte ich vor mich hin: „Ich… ich kenne mich mit dieser neuen Gebühr nicht aus… Wenn diese Ausnahme für mich nicht gilt, dann verstehe ich es nur nicht… Ich… Ich kann das Geld bezahlen, ich will nur verstehen warum. Wenn die vorher nicht bezahlen mussten, weil sie unter 26 sind, dann muss ich auch nicht bezahlen.“
Da er noch immer keine Anstalten machte, mich einfach gehen zu lassen, fügte ich noch hinzu:
„Ich… Ich habe auch noch meinen Führerschein dabei und meine e-Card, da steht überall mein Geburtsdatum. Ich bin wirklich erst 21.“
Dem Uniformierten wurde klar, dass er wirklich kein Argument hatte, mich die Gebühr bezahlen zu lassen und bedeutete mir deshalb mit einer Geste zu gehen. Er ließ es sich jedoch nicht nehmen, noch hinzuzufügen: „Ich behalte dich im Auge!“

Sonntag, 25. September 2016

Reisetipps Hamburg

Hey!
Ich hatte mal wieder Lust, einen Blogpost zu schreiben. Diesmal soll es um meine Tipps gehen, die ich für Leute habe, die sich Hamburg anschauen wollen.

Tickets:
Kurz gesagt, kauft euch die Hamburg-Card oder 9-Uhr-Gruppentickets. Ein Gruppenticket für 5 Personen lohnt sich schon, wenn man zu zweit fährt. Mit der Hamburg-Card hat man auch in Museen vergünstigten Eintritt, das steht allerdings meistens nicht an den Tafeln angeschrieben. Also einfach überall, wo man Eintritt bezahlt zur Sicherheit nachfragen, ob es mit der Hamburg-Card günstiger ist.

Hafenrundfahrt:
Wenn man kein Geld für eine Hafenrundfahrt ausgeben möchte, kann man stattdessen auch mit den Linienschiffen fahren und das Stadtpanorama genießen.
Eine richtige Hafenrundfahrt kostet (je nach Anbieter) rund 20€ und kann sich trotzdem lohnen, da dabei die Umgebung auch erklärt wird. Unsere Hafenrundfahrt war humorvoll, kurzweilig und insgesamt sehr empfehlenswert. Man sollte sich allerdings warm anziehen, es kann deutlich windiger und kälter als an Land sein.

"Gratis" Stadtführung:
Jeden Tag findet einmal um 11 Uhr und einmal um 14 Uhr eine kostenlose Stadtführung statt, die wirklich gut ist und zweieinhalb Stunden dauert. Gratis bedeutet in diesem Fall, dass die Führerin von keiner Organisation bezahlt wird und sich erwartet, dass man ihr am Ende der Führung eine Spende gibt. Ich finde das Konzept interessant und unsere Führerin "Yasmine" hat die Führung interessant gestaltet und konnte auch alle Fragen gut beantworten.

Wasserorgel:
In dem großen Park "Planten un Blomen", den man sich übrigens sowieso anschauen sollte, spielt jeden Abend um 21 Uhr die Wasserorgel. Wasserfontänen schießen im Takt der Musik in die Luft und dazu gibt es dann noch Lichteffekte, sodass insgesamt eine sehenswerte Show entsteht. Nicht nur Touristen, sondern auch Hamburger aller Altersklassen kommen zusammen und betrachten eine halbe Stunde lang das Spiel der Wasserorgel.

Schokolademuseum:
Ich war schon in mehreren Schokolademuseen und dieses hat genau meinen Geschmack getroffen. Hier wird wenig erklärt oder ausgestellt, dafür aber umso mehr leckere Schokolade probiert. Außerdem könnt ihr eure eigene Schokolade kreiieren und mitnehmen. Im Schokolademuseum in Köln kann man das zwar auch, aber dort kostet die Tafel dann stolze 5€.

Miniaturwunderland:
Eigentlich waren wir nur eine Woche lang in Hamburg, weil mein Vater seit Jahren unbedingt die Modelleisenbahn anschauen möchte und weil sich meine Mutter nicht vorstellen kann, extra dafür ein Wochenende lang nach Hamburg zu fahren. Jedenfalls kann ich jedem empfehlen, dort eine Führung zu machen (dafür muss man kein Modelleisenbahnfan sein). Mit etwas Geduld findet man auch versteckte EasterEggs wie einen fliegenden Teppich oder Eisläufer am Parkplatz.

Musical:
Wenn man schon in Hamburg ist, sollte man sich auch ein Musical ansehen. Dabei muss es nicht unbedingt König der Löwen sein, zumindest hat mich Aladdin ziemlich beeindruckt. Die Effekte und die Bühnentechnik sind auf einem sehr hohen Niveau und das ist bestimmt bei jeder Produktion in Hamburg so.

Michel:
Die wohl berühmteste Kirche in Hamburg sollte man auch besichtigen. Ich würde jedoch davon abraten, spontan dort den Sonntagsgottesdienst zu besuchen, denn es könnte sich herausstellen, dass dieser 2 Stunden lang dauert und er Pfarrer danach jedem einzelnen Besucher im Gottesdienst zum Abschied die Hand schütteln möchte, wodurch es weitere 10 Minuten dauert, bis man das Gebäude verlassen kann.

Speicherstadt:
Ein Spaziergang in der Speicherstadt sollte zu jedem Hamburgbesuch gehören. In der Stadtführung wurde auch gesagt, dass ein Lichtarchitekt dafür gesorgt hat, dass jeder Speicher individuell beleuchtet wird. Wir waren extra in der Nacht nochmal da, besondere Beleuchtung ist uns allerdings keine aufgefallen. Vielleicht waren wir am falschen Ende oder wir haben da etwas falsch verstanden, ich würde jedenfalls niemandem empfehlen extra für die veränderte Beleutung nachts nochmal in die Speicherstadt zu fahren.

ToiletTips:
An Bahnhöfen und S-Bahnstationen bezahlt man meistens 1€ für die Benutzung der Toilette. Dafür bekommt man zwar Gutscheine, aber realistisch gesehen wird man die nicht alle sinnvoll einlösen können, wenn man eine Woche lang immer wieder ein derartiges WC benutzt. Bei der Station Jungfernstieg kostet es -wie auch bei vielen anderen Stationen- nur 50 Cent, für mich war allerdings kein logisches Muster erkennbar, durch das man erahnen konnte, wie hoch die Kosten sein werden.
Man kann in Hamburg allerdings auch gratis auf die Toilette gehen, zum Beispiel in der Petrikirche und im Schokolademuseum, das sich beim Chilehaus befindet.
Ich habe noch nie einen Reisebericht oder Reisetipps gelesen, die auch Tipps für öffentliche Toiletten beinhalten, dabei ist das ja eigentlich kein unwichtiger Aspekt. Ich glaube zwar nicht, dass einer meiner Leser tatsächlich mal wegen meinem Tipp in der Petrikirche pinkelt, aber man könnte sagen, ich möchte hier auf diesen Missstand hinweisen, denn wenn man in eine Stadt reist und sich vorher informieren möchte, dann ist das doch keine unwesentliche Information. Wir waren zu sechst unterwegs, da muss fast immer irgendjemand.

Sonst kann man sich zum Beispiel die gigantische Kunsthalle anschauen (hierfür sollte man ungefähr 5 Stunden einrechnen) oder das Gewürzmuseum. Es gibt natürlich noch mehr Museen und historische Häuser/Straßen, die man sich anschauen kann, aber ich wollte ja keine vollständige Aufzählung bieten, sondern nur ein paar Tipps geben.
 Falls gerade jemand erstaunt ist, dass ich so einen langweiligen und normalen Blogpost verfasst habe, dann muss ich zugeben, dass es mir genauso geht. Vielleicht werde ich ja alt und vernünftig. Vielleicht versuche ich jetzt immer so seriös zu wirken und gebe nur sachliche Informationen wider. Wer weiß.

with a lovely greet
L.Shihit